Vorarlberg, 02.05.2017

Entspannung auf dem Vorarlberger Arbeitsmarkt setzt sich fort

Die wirtschaftliche Belebung wirkte sich zuletzt auch auf dem Arbeitsmarkt aus und schlug sich vor allem in einem deutlichen Beschäftigtenplus nieder. Ab Jahresmitte 2016 nahm im Jahresvergleich in Vorarlberg auch die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen ab; allerdings war hier der Rückgang wesentlich geringer als die Zunahme bei den Beschäftigten. Ende April lag die (vorläufige) Zahl der unselbstständig Beschäftigten um gut 2.500 über dem Niveau des Vorjahres, während sich der Arbeitslosenbestand im selben Zeitraum um 234 verringerte.

Mit dem endgültigen Ende der Wintersaison im Fremdenverkehr erhöhte sich die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 1.233 auf insgesamt 10.756 (5.638 Männer und 5.118 Frauen). Im Vergleich zum Vorjahr entsprach dies einem Minus von 234 oder 2,1%. Mit 2,7% (-140) fiel der Rückgang bei den Frauen erneut etwas höher aus als mit 1,6% (-94) bei den Männern.
Nach Berufsgruppen betrachtet verzeichneten die Gaststätten- (-94) und Metallberufe (-87) die merklichsten Abnahmen. Während sich die Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen (-10,2%) und im Haupterwerbsalter (-2,9%) verringerte, verzeichneten die über 50-Jährigen (+3,6%) weiterhin Anstiege.
Mit den größten Problemen auf dem Arbeitsmarkt haben - unabhängig vom Alter – die ungelernten und gering qualifizierten Personen zu kämpfen; 46,0% aller vorgemerkten Arbeitslosen konnten keinen bzw. nicht mehr als einen Pflichtschulabschluss vorweisen.
Saison- und konjunkturunabhängig hat in den letzten Monaten die Zahl der arbeitslos vorgemerkten bleibeberechtigten Flüchtlinge zugenommen. Ende Monat waren dies insgesamt 356 Personen (308 Männer und 48 Frauen); um 100 oder 39,1% mehr als vor einem Jahr. Werden noch die Schulungsteilnahmen (insgesamt 271) sowie die sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden (insgesamt 52) hinzu gezählt, erhöhte sich der Bestand an vorgemerkten Personen auf 679 (+248 oder +57,5% gegenüber dem Vorjahr). „Durch die verstärkte Einbindung der Flüchtlinge in die AMS-Betreuung werden die Chancen auf eine erfolgreiche Arbeitsmarktintegration erhöht“, erläutert hierzu Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter.
Österreichweit reduzierte sich die Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr um 4,5% (-15.951) auf insgesamt 337.923, wobei Tirol (-10,1%), Steiermark (-9,4%), Burgenland (8,5%), Salzburg (-6,8%) und Kärnten (-6,2%) überdurchschnittlich starke Rückgänge verzeichneten. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass sich die Schulungsteilnahmen in den einzelnen Bundesländern sehr unterschied-lich entwickelten.
Die vorläufige Arbeitslosenquote (SchulungsteilnehmerInnen werden in dieser Quote nicht mit gezählt) lag am Monatsende in Vorarlberg mit 6,4% erneut deutlich unter dem österreichischen Schnitt von 8,6% und bedeutete nach Oberösterreich (5,4%) und Salzburg (6,2%) den niedrigsten Wert aller Bundesländer. Zudem nahmen am Monatsende noch insgesamt 2.628 Personen (32 bzw. 1,2% weniger als vor einem Jahr) die unterschiedlichsten Schulungsangebote des AMS Vorarlberg in Anspruch.

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