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Vorarlberg, 11.04.2018

Von Wien nach Oberlech

Simona Bataiosu arbeitet seit Dezember 2017 als Zahlkellnerin im Hotel Salome in Oberlech. Sie hat den Sprung gewagt und ist von Wien nach Vorarlberg gezogen.


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Fachkräfte und Gastronomie, ein Spannungsverhältnis, das viele Tourismusbetriebe vor große Herausforderungen stellt. Während einige Hotels offene Stellen nicht besetzen können, sind andere auf die Anforderungen im Personalbereich besser eingestellt. „Wir haben das Glück, dass wir seit Anfang der Wintersaison vollzählig sind“, schildert Michael Beiser, Inhaber des Hotels Salome in Oberlech, die Personalsituation. Dass es mit der zeitgerechten und passgenauen Besetzung klappte, ist auch auf die Vermittlungsaktivitäten des AMS zurückzuführen. Im Rahmen der überregionalen Vermittlung kam Mitte Dezember letzten Jahres die gebürtige Rumänin Simona Bataiosu nach Oberlech. „Ich habe in Wien an einer Jobbörse teilgenommen und bin so mit AMS-Berater Dietmar Müller in Kontakt gekommen“, erzählt die 25-Jährige. Sie war zu jener Zeit arbeitslos und wollte sich beruflich weiterentwickeln. Bisher war sie in kleineren Cafés in Wien als Kellnerin tätig, doch das reichte ihr nicht mehr. „Ich habe bei unserem Gespräch bei der Jobbörse sofort gemerkt, dass Simona Bataiosu motiviert ist und ihre berufliche Situation verbessern möchte“, erzählt Dietmar Müller vom AMS Vorarlberg. Doch der Wechsel in eine neue Umgebung war zunächst mit Ängsten  verbunden. „Ich kannte Vorarlberg nicht und hatte keine Ahnung, was mich dort erwarten würde. Zudem leben sechs meiner Geschwister in Wien, da war es nicht leicht, wegzugehen“, so Simone Bataiosu, „doch wenn ich etwas im Kopf habe, dann möchte ich es auch schaffen.“ Die herzliche Aufnahme im Hotel Salome hat ihr gleich zu Beginn viel von ihrer Unsicherheit genommen. „Das Betriebsklima ist ausgezeichnet. Ich habe sofort gespürt, dass ich hier willkommen bin. Zudem können wir im Hotel in topausgestatteten Zimmern wohnen, und zu Weihnachten haben wir alle ein Geschenk bekommen, das hat mich sehr berührt.“ Erleichtert hat ihr den Einstieg, dass ihr Freund ebenfalls die Gelegenheit bekommen hat, im Hotel Salome zu arbeiten. „Es ist angenehm, wenn man jemanden hat, der einen in den Arm nimmt, das macht vieles leichter.“ Simona Bataiosu macht die Arbeit Spaß. Der Kontakt zu den Gästen, die anspruchsvolle Tätigkeit und die Chance, beruflich weiterzukommen, das motiviert die junge Rumänin. Derzeit ist sie als Chef de Rang tätig, spricht mehrere Sprachen und freut sich auf die täglichen Herausforderungen in der Gastronomie. „Wenn man die Arbeit liebt, dann kommt man auch mit schwierigen Situationen klar“, ist Simone Bataiosu überzeugt. Vorerst ist sie bis Ende April beschäftigt, hofft aber, auch nächste Wintersaison im Hotel Salome arbeiten zu können. Für Hotelchef Michael Beiser durchaus vorstellbar. „Wir sind sehr zufrieden mit Simone und sind an einer längeren Zusammenarbeit interessiert.“