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Wien, 03.10.2011
Wieder mehr Förderungen für Frauen und Junge
Ausweitung der Angebote vor allem für Arbeitsuchende, die Höherqualifizierung brauchen
Die Summe der beim Arbeitsmarktservice Wien als arbeitslos oder in Schulung befindlichen Personen ist im September 2011 im Jahresvergleich um drei Prozent gestiegen. Die Zahl der Personen in Schulung ist in Wien von 8,6 Prozent auf 21.130 Personen zurückgegangen, jene der Arbeitslosen (nicht in Schulung) damit um 6,7 Prozent auf 76.249 Betroffene angestiegen.
"Wir haben unser Schulungsangebot in den vergangenen zwölf Monaten drastisch zurückgefahren", sagt AMS Wien-Chefin Claudia Finster. "Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, wieder mehr anzubieten." Vor allem für jene, die eine Höherqualifizierung brauchen, um in Beschäftigung zu kommen, wird es wieder weitaus mehr Angebote geben. Davon profitieren vor allem junge Arbeitslose, die etwa einen Lehrabschluss anstreben.
Ein eigenes Maßnahmenpaket gibt es für Frauen: Unternehmen, die Frauen über 45 Jahren einstellen, wird nun leichter und früher eine Beihilfe gewährt als bisher. Und für Migrantinnen und Migranten wird es mehr Hilfe für die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse geben.
Die Wiener Betriebe zeigen derzeit Zurückhaltung bei der Neueinstellung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Der Bestand an sofort verfügbaren offenen Stellen, die die beim AMS Wien gemeldet sind, ist im Jahresvergleich um ein Fünftel zurückgegangen (-20,3 Prozent).
Nach Wirtschaftszweigen ist die Arbeitslosigkeit im September vor allem im Handel (+5,2 Prozent), im Bau (+11,5 Prozent) und in Hotellerie und Gastronomie (+5,1 Prozent) angestiegen. In der Produktion ist sie hingegen zurückgegangen (-2,6 Prozent).



