Häufig gestellte Fragen zum Thema

Altersteilzeitgeld vor 01.09.2009


  • Das Altersteilzeitgeld ersetzt dem Dienstgeber die Hälfte der durch den Lohnausgleich bis zur Höchstbeitragsgrundlage anfallenden Bruttolohnkosten und der hierfür abzuführenden Dienstgeberbeiträge zur Sozialversicherung (Kranken-, Pensions-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung inklusive IESG-Zuschlag).

    Bei DienstnehmerInnen die dem Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetz unterliegen, ersetzt das Arbeitsmarktservice dem Dienstgeber auch 50% der für den Lohnausgleich zu leistenden Beiträge an die Bauarbeiter-Urlaubskasse für das Urlaubsentgelt und den Urlaubszuschuss. Darüber hinaus erhält der Dienstgeber die Hälfte der zusätzlichen Sozialversicherungsbeiträge, die nach wie vor in der gleichen Höhe wie vor dem Übertritt in die Altersteilzeitarbeit zu entrichten sind. Das Altersteilzeitgeld unterliegt nicht der Umsatzsteuer. Wird eine zuvor arbeitslose Ersatzarbeitskraft oder ein Lehrling nicht nur vorübergehend eingestellt und im Zusammenhang mit dem Altersteilzeitmodell kein Dienstverhältnis aufgelöst, werden die zuvor genannten Beträge zur Gänze ersetzt.

    Achtung: Bei einer Blockzeitvereinbarung muss spätestens mit Beginn der Freizeitphase eine Ersatzarbeitskraft oder ein Lehrling eingestellt werden, andernfalls ist das bisher erhaltene Altersteilzeitgeld zur Gänze zurückzuzahlen.

    Der besondere Vorteil für DienstgeberInnen besteht darin, dass auch weiterhin das Wissen und die Erfahrung des/der älteren ArbeitnehmerIn zur Verfügung steht, ohne die ArbeitnehmerInnen durch die Normalarbeitszeit zu überfordern und die in Altersteilzeit gegangene Person sicher besonders motiviert ist, wenn er bzw. sie für die reduzierte Arbeitszeit einen überproportionalen Lohnausgleich erhält.

  • Die Vereinbarung muss jedenfalls folgende Punkte enthalten:

    • Angaben über die Normalarbeitszeit und die Reduzierung
    • Angaben zur Entlohnung / zum Lohnausgleich
    • Berechnungsbasis für die Abfertigung muss die Arbeitszeit vor der Herabsetzung der Normalarbeitszeit sein
    • Verpflichtung die SV-Beiträge entsprechend dem Entgelt vor Herabsetzung der Normalarbeitszeit weiterzuzahlen

    Bei den regionalen Geschäftstellen sowie im Internet gibt es zur Beantragung von Altersteilzeitgeld ein Antragsformular mit einer Ausfüllhilfe.

  • Es empfiehlt sich, die Ausfüllhilfe heranzuziehen, die Sie zum Antragsformular beim AMS sowie im Internet unter "Download & Formulare" erhalten. Bei Unklarheiten hilft Ihnen auch gerne Ihr Arbeitsmarktservice.

  • Die reduzierte Arbeitszeit kann prinzipiell über die vereinbarte Dauer der Altersteilzeit beliebig verteilt werden (Blockzeitmodell oder gleichmäßige Verteilung). Es kann z.B. bei einer gesamten Laufzeit der Vereinbarung von 5 Jahren vereinbart werden, dass der/die ArbeitnehmerIn zunächst zweieinhalb Jahre voll arbeitet und im Anschluss zweieinhalb Jahre nicht arbeitet, sodass sich im Durchschnitt die vereinbarte 50%ige Reduktion ergibt.

    ACHTUNG: Auch wenn eine Altersteilzeitvereinbarung insgesamt über 5 Jahre hinausgeht, darf bei Wahl der Blockzeitvariante die Freizeitphase nie länger als zweieinhalb Jahre andauern.

    Es ist jedoch nicht zulässig, Mehrarbeit zu leisten, die zu einem Verdienst führt, der über der mtl. Geringfügigkeitsgrenze liegt, in diesem Fall würde das Altersteilzeitgeld eingestellt.

  • Mit einer Altersteilzeitgeldvereinbarung ist kein besonderer Kündigungsschutz verbunden.

  • Die Zahlungen an den/die DienstnehmerIn während der Altersteilzeitarbeit erfolgt unabhängig von der Arbeitszeitverteilung, bzw. von einer Blockzeitvereinbarung; es wird monatlich gleichbleibend jener Lohnausgleich ausbezahlt, der sich an der grundsätzlichen Vereinbarung über die Arbeitszeitreduktion orientiert.

    Die Höhe der Refundierung der finanziellen Aufwendungen an den Dienstgeber ist jedoch abhängig von der Einstellung einer Ersatzarbeitskraft

  • AntragstellerIn und Bezugsberechtigte dieser Leistung sind DienstgeberInnen, die mit ihren DienstnehmerInnen eine Vereinbarung über die Ausübung von Altersteilzeitarbeit abschließen.

    Das Altersteilzeitgeld ersetzt die Hälfte der durch den Lohnausgleich bis zur Höchstbeitragsgrundlage anfallenden Bruttolohnkosten und der hierfür abzuführenden Dienstgeberbeiträge zur Sozialversicherung (Kranken-, Pensions-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung inklusive IESG-Zuschlag).Darüber hinaus erhält der Dienstgeber die Hälfte der zusätzlichen Sozialversicherungsbeiträge, die nach wie vor in der gleichen Höhe wie vor dem Übertritt in die Altersteilzeitarbeit zu entrichten sind. Wird jedoch eine zuvor arbeitslose Ersatzarbeitskraft oder ein Lehrling nicht nur vorübergehend eingestellt und im Zusammenhang mit dem Altersteilzeitmodell kein Dienstverhältnis aufgelöst, werden die zuvor genannten Beträge zur Gänze ersetzt.

    Die Altersteilzeitarbeit kann 2009 mit älteren ArbeitnehmerInnen (Frauen ab 53 Jahre, Männer ab 58 Jahre) vereinbart werden, die in den letzten 25 Jahren 780 Wochen arbeitslosenversicherungspflichtig beschäftigt waren. Die Frist von 25 Jahren kann – falls erforderlich – durch Kindererziehungszeiten bis zur Vollendung des 15. Lebensjahres eines Kindes verlängert werden.

    Die Beantragung erfolgt bei jener Regionalen Geschäftsstelle, in deren Bereich sich der Sitz des Betriebes befindet.

    Mehr Infos zum Altersteilzeitgeld

  • Wenn Ihre bisherige Arbeitszeit die gesetzliche (40 Stunden) oder kollektivvertragliche (individuell geregelte) Normalarbeitszeit im letzten Kalenderjahr um nicht mehr als 20 % unterschritten hat, dann besteht die Möglichkeit, die Arbeitszeit für den Bezug von Altersteilzeitgeld weiter zu reduzieren. Bei dieser Prüfung sind alle Dienstverhältnisse (auch zu anderen Dienstgebern) zu berücksichtigen, die im letzten Kalenderjahr bestanden haben.
    Z.B. kann von 32 Stunden auf 12,8 bis 19,2 (40 % bis 60 %) reduziert werden.

  • Je nach Vereinbarung mit dem/der DienstgeberIn.

    Der/die ArbeitgeberIn muss jedoch mindestens 50% des Differenzbetrages zwischen dem durchschnittlichen Entgelt im letzten Kalenderjahr und jenem das nach der Herabsetzung der Dienstzeit gebührt, bezahlen.

    Dazu ein Beispiel bei dem die Arbeitszeit um 50% reduziert wurde:

    Vorher:     EUR 2.800.--
    Nachher:  EUR 1.400.--

    EUR 1.400.-- davon 50 % = EUR 700,-- (= Lohnausgleich)

    Der/die ArbeitgeberIn muss daher mindestens EUR 2.100.-- zahlen.
    In diesem Beispiel sind das 75 %.

  • Die Berechnungsgrundlage für den Lohnausgleich orientiert sich an dem Durchschnittseinkommen der letzten 12 Kalendermonate. Dabei werden Überstunden miteinbezogen.

    Hat das Dienstverhältnis bei Übertritt in die Altersteilzeitarbeit noch keine 12 Monate angedauert, besteht die Bemessungsgrundlage aus dem Durchschnitt der Bruttoentlohnung während dieses kürzeren - jedoch mindestens 3 Monate langen - Zeitraumes.

  • Naturalleistungen sind, soweit sie sozialversicherungspflichtig sind, Lohnbestandteil und somit als Entgelt zu berücksichtigen.

  • Bei einer anderen Firma ist ein weiteres Dienstverhältnis - unabhängig von der Höhe des Entgelts - neben einem Beschäftigungsverhältnis im Altersteilzeitmodell möglich.