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Wien, 06.08.2008

Arbeitslosigkeit in Wien am stärksten gesunken

Minus 7,6 Prozent im Juli 2008


Das Arbeitsmarktservice Wien verzeichnete im Juli abermals einen kräftigen Rückgang der Arbeitslosigkeit. Mit minus 7,6 Prozent lag dieser nicht nur deutlich über dem Bundesdurchschnitt von minus 3,6 Prozent - in einigen Bundesländern ist die Arbeitslosigkeit sogar gestiegen. "Damit hat Wien zum vierten Mal in Folge die höchste Reduktion aller Bundesländer geschafft", freut sich Arbeitsmarktservice Wien-Chefin Claudia Finster, bleibt jedoch realistisch: "Jede kräftige Konjunktureintrübung wirkt sich auf den Arbeitsmarkt aus. Ich freue mich, dass bei uns der positive Trend noch anhält."

Ende Juli waren in Wien 61.227 Personen arbeitslos gemeldet, das sind um 5.003 weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Von diesen positiven Veränderungen profitierten Männer stärker als Frauen: Die Zahl der Arbeit suchenden Männer fiel um 3.305 oder 8,7 Prozent auf insgesamt 34.696, bei den Frauen um 1.698 oder sechs Prozent auf 26.531. Verringert hat sich auch die Zahl der ausländischen Arbeit Suchenden: Sie sank um 4,1 Prozent oder 575 auf 13.582 Personen.

Auf einem historischen Tiefststand ist in Wien die Langzeitarbeitslosigkeit angelangt: Ende Juli waren 1.095 Personen länger als ein Jahr arbeitslos gemeldet, das sind um 391 weniger als im Juli 2007. Die Vormerkdauer konnte auf 96 Tage verkürzt werden, was einem Minus von neun Tagen entspricht.

Die Zahl jugendlicher Arbeitsloser (jünger als 25 Jahre) sank im Juni um 332 oder 3,9 Prozent auf 8.158. Ebenfalls reduziert hat sich die Zahl der Lehrstellen suchenden Jugendlichen: Sie lag Ende Juli bei 2.666, das sind um 387 Personen weniger als vor einem Jahr. An sonstigen offenen Stellen meldeten die Unternehmen dem AMS Wien im Juni  insgesamt 6.161, damit um 203 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der Schulungen sank um 314 auf 14.804.