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Wien, 01.09.2017

Stärkster Rückgang der Jobsuchenden seit 2011

Pilotphase der Aktion 20.000 gut im Plan – starke Dynamik auf dem Stellenmarkt


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Die Zahl der beim AMS Wien als arbeitslos vorgemerkten Personen ist im August 2017 im Jahresvergleich um 4,2 Prozent auf 119.640 gesunken. Die Zahl der AMS-Kundinnen und -Kunden in Schulung ist in Wien im selben Zeitraum um 13,9 Prozent auf 28.414 angewachsen, die Summe beider Gruppen aber um 1,2 Prozent kleiner geworden.

"Das ist seit mehr als sechs Jahren der stärkste Rückgang bei der Zahl der Menschen, die in Wien einen Job suchen", sagt AMS-Wien Chefin Petra Draxl. Besonders stark gesunken ist die Zahl der jüngeren Arbeitslosen: Bei den Unter-25-Jährigen beträgt der Rückgang 13,2 Prozent.

"Wir beobachten aber mit ebenso großer Freude, dass der Zuwachs bei den Über-50-Jährigen stark abgeflacht hat", sagt Draxl. Deren Zahl ist im Jahresvergleich um 1,3 Prozent gestiegen - deutlich geringer als noch vor kurzer Zeit. Draxl: "Wir verlieren diese Zielgruppe deswegen aber nicht aus den Augen, im Gegenteil: Gemeinsam mit der Stadt Wien sind wir in der Pilotphase der Aktion 20.000 gut im Plan."

Durch diese Aktion sollen allein in Wien in den kommenden zwei Jahren mehr als 7.000 neue, zusätzliche Jobs für Menschen über 50 geschaffen werden. In der Vorphase, die bis Dezember 2017 läuft, sind 200 neue Stellen geplant, die bereits heute zu mehr als einem Drittel besetzt sind. "Wir hoffen, dass vor allem die gemeinnützigen Organisationen die Chancen der Aktion 20.000 ergreifen und diese Jobs schaffen", sagt die AMS-Wien-Chefin.

Eine starke Dynamik hat der Wiener Stellenmarkt im August gezeigt: Die Wiener Unternehmen haben dem AMS Wien allein im Lauf dieses Monats um 13,6 Prozent mehr offene Stellen gemeldet, das AMS Wien hat zugleich um 14,4 Prozent mehr Stellenbesetzungen als "erledigt" schließen können.

Nach wichtigen Branchen betrachtet, ist die Arbeitslosigkeit im August in der Warenproduktion um 0,3 Prozent zurückgegangen, im Einzelhandel um 4,7 Prozent, in Hotellerie und Gastronomie um 6,9 Prozent und im Bau um 8,7 Prozent.