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Wien, 13.04.2004

Ende März 88.456 Arbeitslose beim AMS Wien vorgemerkt

Anstieg der Arbeitslosigkeit um 9,3 Prozent – Personen im Haupterwerbsalter stark betroffen – saisonaler Rückgang gegenüber dem Vormonat


Ende März waren in Wien insgesamt 88.456 Personen arbeitslos vorgemerkt. Damit hat sich die Arbeitslosigkeit in Wien gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres um 7.561 Personen oder 9,3 Prozent erhöht. Es waren 34.075 Frauen (plus 10 Prozent) und 54.381 Männer (plus 8,9 Prozent) arbeitslos vorgemerkt. Gegenüber dem Februar dieses Jahres ist die Arbeitslosigkeit um 3.973 Personen oder 4,3 Prozent gesunken.

Ausländische Personen haben mit 20.382 arbeitslos Vorgemerkten ein Plus von 2.163 Personen oder 11,9 Prozent gegenüber dem März 2003 zu verzeichnen. Bei ausländischen Frauen war der Anstieg (plus 15 Prozent auf 6.345 Personen) stärker als bei ausländischen Männern (plus 10,5 Prozent auf 14.037 Personen).

Die Zahl der arbeitslosen Menschen mit Behinderungen blieb mit 10.732 (minus 1,2 Prozent) gegenüber dem Vorjahr annähernd gleich.

Betroffene Altersgruppen
Deutlich am stärksten stieg die Arbeitslosigkeit im Haupterwerbsalter (25 bis 44 Jahre): Um 6.346 oder 15,1 Prozent auf 48.496 Personen. Frauen in dieser Altersgruppe waren mit plus 16,5 Prozent auf 19.771 Personen vom Anstieg wieder stärker betroffen als Männer (plus 14,1 Prozent auf 28.725 Personen).

Hingegen lag der Anstieg bei Jugendlichen und bei der Altersgruppe 45+ weit unter dem Durchschnitt. Hier dürften die arbeitsmarktpolitischen Programme für diese Zielgruppen greifen. In der Altersgruppe der unter 25-Jährigen stieg die Arbeitslosigkeit um 308 oder 3,2 Prozent auf 10.005 Personen an. In der Altersgruppe 45+ war ein Anstieg von 907 oder 3,1 Prozent auf 29.905 arbeitslose Personen zu verzeichnen.

Arbeitslosigkeit nach Ausbildung
Der höchste relative Anstieg der Arbeitslosigkeit war bei den Personen ohne abgeschlossene Schule zu verzeichnen. Hier betrug der Anstieg 18,6 Prozent auf 8.257 Vorgemerkte. Aber auch Personen mit akademischer Ausbildung (plus 14,8 Prozent auf 3.991 Personen) und Höherer Ausbildung (plus 11,3 Prozent auf 8.588 Personen) waren vom Anstieg der Arbeitslosigkeit verstärkt betroffen.

Arbeitslosigkeit nach Berufen
Folgende wichtige Berufsgruppen waren vom relativen Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahresmonat überdurchschnittlich betroffen:

Reinigung: 6.852 Personen, plus 1.067 oder 18,4 Prozent
Lehr-/Kulturberufe: 3.818 Personen, plus 550 oder 16,8 Prozent
Fremdenverkehr: 8.850 Personen, plus 1.140 oder 14,8 Prozent
Bau: 9.586 Personen, plus 1.064 oder 12,5 Prozent
Handel: 9.118 Personen, plus 985 oder 12,1 Prozent
Technische Berufe: 3.866 Personen, plus 376 oder 10,8 Prozent
Verkehr: 4.592 Personen, plus 415 oder 9,9 Prozent

Unter dem Durchschnitt stiegen:
Hilfsberufe: 6.248 Personen, plus 466 oder 8,1 Prozent
Büroberufe: 13.153 Personen, plus 577 oder 4,6 Prozent
Metall-, Elektroberufe: 9.527 Personen, plus 303 oder 3,3 Prozent

Schulungen
Die Zahl der in AMS-Schulungen befindlichen Personen betrug Ende März 13.902, gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 197 oder 1,4 Prozent.