Vorwort

Aufschwung für den Arbeitsmarkt im zweiten Pandemiejahr

Landesgeschäftsführerin Petra Draxl und stellvertretender Landesgeschäftsführer  Winfried Göschl

Auch 2021 stellten wir uns den Herausforderungen der Pandemie mit voller Kraft. Nach einer anfänglich mittelmäßigen Prognose für die Entwicklung des Arbeitsmarktes setzte sich ein positiver Trend durch: Die österreichische und die Wiener Wirtschaft erholten sich und die Wachstumsdynamik wurde durch Lockdown-Perioden nur geringfügig gebremst.

Die Arbeitslosigkeit sank rasch bei insgesamt steigenden Beschäftigungszahlen: Im März verzeichneten wir bereits ein Plus von 35.000 Beschäftigten im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019.

Gleichzeitig blieb die Bedeutung der Kurzarbeit für die Betriebe aufgrund der Lockdown-Verordnungen groß, besonders in pandemiesensiblen Branchen wie Tourismus oder Handel: Das AMS Wien erledigte 2021 mehr als 40.000 Kurzarbeitsanträge.

Der positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt gegenüber stand ein Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit vor allem bei älteren und geringer qualifizierten Arbeitnehmer_innen. Hier steuerten wir aktiv dagegen. Allein für die im Juli gestartete Initiative „Sprungbrett“ der österreichischen Bundesregierung zur Wiedereingliederung langzeitbeschäftigungsloser Menschen wandte das AMS Wien rund 20 Millionen Euro auf. Insgesamt standen uns über alle Zielgruppen und Programme hinweg rund 115 Millionen Euro für Eingliederungsbeihilfen zur Verfügung.

Zusätzlich fokussierten wir uns auf die zielgerichtete Aus- und Weiterbildung in der Krise. Im Rahmen der Job- und Weiterbildungsoffensive der Bundesregierung konnten wir unser Angebot an Kursen, Projekten und Förderungen für jedes Bildungsniveau aufstocken. Bereits im Jänner wurde zur Information interessierter Kund_innen die neue "#weiterbilden-Hotline des AMS Wien" freigeschaltet.

Digitale Beratungs-, Recruiting- und Schulungsformate ergänzten unser vielfältiges Serviceangebot für Arbeitskräfte und Unternehmenskund_innen. Wir entwickelten Online-Vorauswahlen für Betriebe, virtuelle Jobbörsen und ein sehr erfolgreiches Videoberatungsformat. Auch mehrere Veranstaltungen und Messen fanden in digitaler Form statt. Das AMS präsentierte sich bei der Berufs- und Studienmesse BeSt3 mit einem Online-Messestand.

Im Jänner nahm das U25 in der Lehrbachgasse seinen Vollbetrieb auf als zentrale Anlaufstelle für alle Wiener_innen unter 25 Jahren. In dieser einzigartigen Einrichtung beraten und betreuen Mitarbeiter_innen des AMS Wien und der Stadt Wien/Soziales gemeinsam rund 26.000 junge Menschen zu Berufs- und Ausbildungsfragen sowie zu sozialen Angelegenheiten.

Zu Präsenzberatung und -veranstaltungen (Schulungen) unter Einhaltung aller Coronaauflagen konnte das AMS Wien im September nach einer langen Phase telefonischer und digitaler Kund_innenberatung weitgehend zurückkehren.

Und auch die AMS Business Tour fand statt: Im Oktober besuchten unsere Expert_innen des Service für Unternehmen 1.200 Wiener Betriebe, um diese beim Recruiting zu unterstützen, über den Arbeitsmarkt zu informieren und zu möglichen Förderungen zu beraten.

Ganz besonders freut uns, dass wir die Kund_innenzufriedenheit auch 2021 trotz der erschwerten Umstände erneut steigern konnten.

Mag.a Petra Draxl
Landesgeschäftsführerin Wien

Mag. Winfried Göschl
Stv. Landesgeschäftsführer AMS Wien

Geschäftsbericht 2020

Den Geschäftsbericht 2020 erhalten Sie über rdj.nzve@ams.at, Betreff "Öffentlichkeitsarbeit"

Diese Seite wurde aktualisiert am: 24. Mai 2022