Schulungskostenbeihilfe für Beschäftigte in COVID-19-Kurzarbeit

Nutzen Sie die ausfallende Arbeitszeit Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Qualifizierung. Wir unterstützen Sie und übernehmen einen Teil der Schulungskosten. So stärken Sie das Know-how in Ihrem Unternehmen und sorgen heute für die Kompetenzen, die Sie morgen brauchen.


  • Art der Unterstützung Förderung
  • Arten von Förderungen Förderung für Aus- und Weiterbildung
  • Betriebliche Situation Kurzarbeit
  • Bundesland Österreichweit
  • Unterstützung für Unternehmen Unterstützung bei wirtschaftlicher Notlage
  • Zielgruppe Unternehmen

Wer wird gefördert?

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber mit einer genehmigten COVID-19-Kurzarbeitsbeihilfe.
Dabei sind Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in COVID-19-Kurzarbeit, die an einer Schulung im Rahmen von Ausfallstunden teilnehmen, förderbar.

Lehrlinge

Die Abwicklung der Förderung für Schulungen von Lehrlingen in Kurzarbeit erfolgt durch die Lehrlingsstellen der Wirtschaftskammer Österreich. Informationen dazu erhalten Sie unter Förderungen Lehre - WKO.at oder bei der Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer in Ihrer Region.

Was wird gefördert?

Gefördert werden kann die Teilnahme an arbeitsmarktbezogenen Kursen mit einer Dauer von mindestens 16 Kursstunden. Die Auswahl der Kurse erfolgt durch das Unternehmen.

Das Begehren ist vor Kursbeginn mit einem vollständigen Angebot des Veranstalters (inklusive Kursinhalten, Kurszeiten und Kurskosten) einzubringen. Die Beihilfe kann gewährt werden, wenn der gewählte Kurs als arbeitsmarktpolitisch sinnvoll einzustufen ist.

Förderbare Kosten sind

  • Kursgebühren (inklusive Prüfungsgebühren und Schulungsunterlagen), die von externen Schulungseinrichtungen in Rechnung gestellt werden,
  • Honorare von externen Trainerinnen und externen Trainern (beispielsweise bei unternehmensintern organisierten Kursen).

Nicht förderbar ist die Teilnahme an

  • ordentlichen Studien und postgraduate Studien an Universitäten einschließlich Privatuniversitäten, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen
  • Meetings, Tagungen, Konferenzen, Kongressen und Symposien
  • reinen Produktschulungen
  • nicht arbeitsmarktorientierten Schulungen (wie Hobbykursen)
  • Schulungen, die reine Anlernqualifikationen für einfache Tätigkeiten vermitteln (wie einfache Einschulungen an Maschinen)
  • Schulungen mit einer Dauer von weniger als 16 Kursstunden
  • Individualcoachings

Eine Kombination der Schulungskostenbeihilfe für Beschäftigte in Covid-19-Kurzarbeit mit anderen Beihilfen des AMS ist nicht möglich, d. h. eine Qualifizierungsförderung für Beschäftigte, eine Förderung der Höherqualifizierung von Beschäftigten im Bereich soziale Dienstleistung von allgemeinem Interesse oder eine Aus- und Weiterbildungsbeihilfe für den gleichen Zeitraum ist ausgeschlossen.

Wie viel?

Die Höhe der Förderung beträgt 60% der anerkennbaren Kurskosten. 40% der Kosten sind von der Arbeitgeberin, vom Arbeitgeber zu übernehmen.

Die Höhe der Förderung reduziert sich, wenn andere öffentliche Stellen mehr als 40% der anerkennbaren Schulungskosten tragen.

Wie lange?

Die Schulungskostenbeihilfe kann für Kurse während des Kurzarbeitszeitraums gewährt werden, längstens jedoch bis 30.06.2021. Für Kurse, die über den Kurzarbeitszeitraum hinausgehen, werden die Kosten nach Kalendertagen anteilig berechnet.

Wo?

Bitte wenden Sie sich an die Ansprechpartnerinnen, Ansprechpartner der AMS- Landesgeschäftsstelle, auf die sich die Sozialpartnervereinbarung bezieht.

Hinweis:

Bitte beachten Sie, dass die vollständige Begehrenseinbringung vor Kursbeginn bzw. unverzüglich nach Erhalt der Projektnummer der entsprechenden Kurzarbeitsbeihilfe per eAMS-Konto für Unternehmen zu erfolgen hat.

Maßgeschneidert passt einfach besser

Auf die richtigen Kompetenzen setzen – das ist der Schlüssel zum Erfolg.

Nutzen Sie die Angebote von Schulungseinrichtungen, die Sie bei der Qualifizierung Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter während Kurzarbeit unterstützen.

Hinweis:

Bitte beachten Sie, dass vor Genehmigung einer Schulungskostenbeihilfe die Förderbarkeit des gewählten Kurses vom AMS zu prüfen ist.

Infos zur Antragstellung

Beachten Sie bitte folgende Punkte und ermöglichen Sie damit eine rasche Bearbeitung.

Eine Schulungskostenbeihilfe für Beschäftigte in Kurzarbeit steht immer in Zusammenhang mit der Kurzarbeitsbeihilfe, in der die Kosten für die Mitarbeiterin, den Mitarbeiter abgerechnet werden.

  • In diesen Zeitraum müssen auch der Kursbeginn bzw. ein Teil des Kurses fallen.

Die Schulungskostenbeihilfe ist vor Kursbeginn zu beantragen.

  • Die dafür erforderliche Projektnummer der Kurzarbeitsbeihilfe erhalten Sie per eAMS-Konto mit der Nachricht „Rückmeldung zum KUA-Begehren“.

Sobald Ihnen die Projektnummer der entsprechenden Kurzarbeitsbeihilfe zur Verfügung steht, beantragen Sie bitte unverzüglich die Schulungskostenbeihilfe für die Qualifizierung Ihrer Mitarbeiterin, Ihres Mitarbeiters und wahren damit die Frist.

Achten Sie bitte darauf, die richtige Projektnummer der Kurzarbeitsbeihilfe zu verwenden. Begehren mit einer falschen Projektnummer der Kurzarbeitsbeihilfe werden mit einer negativen Mitteilung abgeschlossen und in Folge muss das Begehren neuerlich unverzüglich eingebracht werden. Somit verzögert sich die Begehrensbearbeitung.

Hinweis:

Unsere Genehmigung basiert auf Grundlage Ihrer korrekten und vollständigen Angaben. Wir dürfen keine Änderungen Ihrer Angaben vornehmen.

Gemeinsam mit dem Begehren übermitteln Sie uns für jeden Kurs ein Kursangebot mit folgenden Angaben:

  • Kursinhalt
  • Anzahl der Kursstunden (mindestens 16)
  • Kurskosten (mit ausgewiesener Umsatzsteuer in Prozent oder exklusive Umsatzsteuer; bei vorsteuerabzugsberechtigten Betrieben erfolgt die Angabe netto)
  • Kursdauer (Beginn- und Endedatum)
  • Kurszeiten/Stundenplan (Wochentage und Uhrzeit von Beginn und Ende) – entfällt bei zeitungebundenen Online-Kursen
Hinweis:

Die Eingabe erfolgt pro Kurs.

Die Schulungskostenbeihilfe endet spätestens mit dem Ende der jeweiligen Kurzarbeitsbeihilfe.

  • Unterbrechungen zwischen zwei Kurzarbeitsbeihilfen unterbrechen auch die Schulungskostenbeihilfe.
  • Kursteile, die in einen späteren Zeitraum fallen, können – bei Verlängerung der Kurzarbeit – in ein weiteres Begehren aufgenommen werden.
Hinweis:

Die Kurskosten werden anteilig nach den Gesamtteilnehmerinnen und Gesamtteilnehmern sowie Kalendertagen berechnet. Die Förderungsmitteilung und die Abrechnungsunterlagen des AMS enthalten den Förderungszeitraum bis zum Ende der Kurzarbeitsbeihilfe.

Tipp:

Bei Kursen, die länger als die jeweilige Kurzarbeitsbeihilfe dauern und bei denen eine neuerliche Beantragung im Rahmen der Kurzarbeitsverlängerung erfolgen soll, empfehlen wir, eine Vorlage beim Abschicken des Begehrens anzulegen. Auch, wenn Sie für dieselben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu einem späteren Zeitpunkt einen weiteren Kurs oder denselben Kurs für andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beantragen wollen, sind Vorlagen zweckmäßig. Die Daten, wie beispielsweise der jeweilige Kurszeitraum, sind dann nur mehr zu aktualisieren.

Übergang Kurzarbeitsphase 3 - Kurzarbeitsphase 4

Für Zeiträume, die über ein Kurzarbeitsprojekt der Phase 3 (bis 31.3.2021) hinausgehen, kann für die verbleibende Kursdauer ein neues Begehren gestellt werden, sofern auch für diesen Zeitraum ein Kurzarbeitsprojekt beantragt und bewilligt wird.

Die vollständige Begehrenseinbringung hat unverzüglich nach Erhalt der Projektnummer der entsprechenden Kurzarbeitsbeihilfe per eAMS-Konto zu erfolgen.

Die Daten sind im neuen Begehren gleichlautend mit den Daten des Begehrens der Phase 3 einzugeben.

Screenshot der Dateneingabe für Kurskosten im eAMS-Konto

Auf Grundlage Ihrer Daten erfolgt dann die Neuberechnung.

Hinweis:

Wird die Kurzarbeit zwischen Phase 3 und Phase 4 unterbrochen, wird für die Dauer der Unterbrechung keine Förderung gewährt.

Infos zur Abrechnung

Beachten Sie bitte folgende Punkte und ermöglichen Sie damit eine rasche Bearbeitung.

Eine Schulungskostenbeihilfe für Beschäftigte in Kurzarbeit ist nur für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglich, die in der Abrechnung einer Kurzarbeitsbeihilfe enthalten sind.

  • Die Abrechnung kann im Fall mehrerer Kurse erst nach Ende des letzten Kurses erfolgen.
  • Bei Kursverschiebungen müssen die Abrechnungsunterlagen die Daten des tatsächlichen Beginns und Endes beinhalten.

Diese Seite wurde aktualisiert am: 15. Juni 2021