Informationen zur Art des Antrages der Kurzarbeitsbeihilfe


  • Betriebliche Situation Kurzarbeit
  • Unterstützung für Unternehmen Unterstützung bei Beschäftigung

Die COVID-19 Kurzarbeitsbeihilfe Phase 3 ab 01.10.2020 ist maximal bis zum 31.03.2021 möglich. Wurde mit der Erstgewährung ein kürzerer Zeitraum als sechs Monate vereinbart und liegen die wirtschaftlichen Schwierigkeiten weiterhin vor, kann die Beihilfe maximal bis 31.03.2021 verlängert werden. Ändern sich die Rahmenbedingungen Ihrer laufenden Kurzarbeit, können diese unter Umständen berücksichtigt werden.

Sie haben die Möglichkeit, ein Begehren auf Erstgewährung, auf  Verlängerung oder auf Änderung einer laufenden Beihilfe zu stellen. 

Erstgewährung

Sie können ein Begehren auf Erstgewährung einreichen, wenn sich Ihr Unternehmen in vorübergehenden, nicht saisonbedingten, wirtschaftlichen Schwierigkeiten befindet und Sie bereits eine Corona-Kurzarbeit Sozialpartnervereinbarung abgeschlossen haben. Entsprechend der Festlegung in Ihrer Sozialpartnervereinbarung ist das Begehren für das gesamte Unternehmen, für einzelne oder mehrere Betriebe oder Betriebsteile zu stellen.

Bitte beachten Sie, dass auch wenn Sie bereits vor dem 01.10.2020 eine COVID-19 Kurzarbeitsbeihilfe erhalten haben, dennoch ein Erstbegehren zu legen ist. Der Durchrechnungszeitraum für die maximale Ausfallzeit beginnt für Kurzarbeitsprojekte ab  01.10.2020 neu zu laufen.

Falls Sie im Rahmen der Phase 3 die COVID-19 Kurzarbeitsbeihilfe für einen kürzeren Zeitraum (z.B. für 2 Monate) in Anspruch genommen haben und sich zu einem späteren Zeitpunkt herausstellt, dass Ihr Betrieb erneut in vorübergehende wirtschaftliche Schwierigkeiten gerät (infolge von COVID-19 Verordnungen, Auftragseinbrüchen, u.ä.m), kann ein neuerliches Begehren auf Erstgewährung gestellt werden. Der Kurzarbeitszeitraum muss spätestens am 31.03.2021 enden.

Verlängerung

Haben Sie die mit der Erstgewährung der Phase 3 maximal möglichen sechs Monate Kurzarbeit nicht ausgeschöpft und ist eine Verlängerung der Kurzarbeit erforderlich, können Sie ein Verlängerungsbegehren stellen. Der Kurzarbeitszeitraum muss spätestens am 31.03.2021 enden. Beachten Sie, dass zwischen dem Ende des Erstbegehrens und dem Beginn des Verlängerungsbegehrens maximal vier Kalendertage liegen dürfen. Bei einer längeren Unterbrechung kann ein neuerliches Begehren auf Erstgewährung gestellt werden.

Für das Verlängerungsbegehren bedarf es einer neuen Sozialpartnervereinbarung. Je nach Vereinbarung können Sie im Verlängerungsbegehren für mehr oder auch weniger Personen ansuchen.

Achtung: Der Beschäftigungsstand während Kurzarbeit und der Behaltefrist richtet sich nach der jeweiligen Sozialpartnervereinbarung. Sie müssen dem AMS daher sowohl für die Abrechnung des Erstbegehrens als auch für die Abrechnung des Verlängerungsbegehrens einen eigenen Durchführungsbericht vorlegen. Die abschließende Prüfung beider Berichte erfolgt nach Ende der Verlängerung.

Kein Verlängerungsbegehren ist zu stellen, wenn ein gänzlich anderer Betrieb oder Betriebsteil Ihres Unternehmens in Kurzarbeit geht. In diesem Fall ist ein Begehren auf Erstgewährung zu wählen.

Änderung einer laufenden Beihilfe

In folgenden Fällen können Sie ein Änderungsbegehren übermitteln:

Es fallen mehr Ausfallstunden an, als Sie geplant haben und die Ihnen zugesagte maximale Beihilfenhöhe wird dadurch überschritten. Das Begehren ist vor jener monatlichen Teilabrechnung einzubringen, mit der die Beihilfenhöhe überschritten wird. Bei der Begehrensstellung laden Sie anstelle der Sozialpartnervereinbarung den Nachweis über die einvernehmliche Reduzierung der in der Sozialpartnervereinbarung festgelegten Arbeitszeit hoch.
Überschreiten Sie mit der Änderung die Grenze von 70% Arbeitszeitausfall, ist die Beilage 2 „Unterschreitung der Mindestarbeitszeit“ der Sozialpartnervereinbarung auszufüllen und zu unterfertigen. Das Änderungsbegehren unterliegt einer Einzelfallprüfung durch die kollektivvertragsfähigen Körperschaften.

Achtung: Wird nur von einer Gruppe von Beschäftigten der Anteil an Ausfallzeit von 70% überschritten, kann für diese ein gesondertes Erstbegehren samt Sozialpartnervereinbarung eingebracht werden. Auch dieses Erstbegehren unterliegt einer Einzelfallprüfung durch die kollektivvertragsfähigen Körperschaften.

Sie wollen weitere Personen, die zunächst nicht von Kurzarbeit betroffen waren, in die Kurzarbeit einbeziehen.

Achtung: Voraussetzung ist, dass diese Personen ein Dienstverhältnis mit zumindest einem vollentlohnten Kalendermonat vor Beginn der Kurzarbeit in Ihrem Betrieb haben und von der angepassten Sozialpartnervereinbarung umfasst sind.

Beispiel:
Eine Arbeitnehmerin soll mit 15. Oktober 2020 in Kurzarbeit gehen. Die Kurzarbeit im Betrieb hat aber bereits am 1. Oktober 2020 begonnen. Die Arbeitnehmerin muss zumindest im ganzen September 2020 voll entlohnt bei Ihnen beschäftigt gewesen sein.

Das Begehren müssen Sie spätestens vor Übermittlung jener monatlichen Teilabrechnung stellen, in der Sie die neu von Kurzarbeit betroffenen Personen abrechnen wollen. In bereits abgerechnete Monate können keine weiteren Personen aufgenommen werden.

Kein Änderungsbegehren ist einzureichen, wenn

sich die Ausfallstunden reduzieren

die Kurzarbeit vorzeitig beendet wird.

Wenn weniger Ausfallstunden anfallen als geplant, rechnen Sie in den monatlichen Teilabrechnungen den realen Umständen entsprechend weniger Ausfallstunden ab. Dem Arbeitsmarktservice ist keine zusätzliche Information zu übermitteln.

Wollen Sie die Kurzarbeit vorzeitig beenden, ist das Arbeitsmarktservice über den genauen Beendigungstermin zu informieren. Verwenden Sie hierfür im Zuge der Übermittlung der letzten Monatsabrechnung das Textfeld „Inhalt“ und/oder übermitteln Sie uns die Information unter Verwendung der „Nachricht an das AMS“ aus dem Geschäftsfall zu Ihrer COVID-19 Kurzarbeitsbeihilfe.

Achtung: Beachten Sie bitte auch die erforderlichen Schritte, die aufgrund Ihrer Sozialpartnervereinbarung erforderlich sind.

Diese Seite wurde aktualisiert am: 12. Oktober 2020