Förderung der Lehrausbildung

Sie suchen einen Lehrling? Dann nützen Sie das Förderungsangebot des Arbeitsmarktservice. (Stand: 16.03.2017)

Unternehmen oder Ausbildungseinrichtungen können für die Ausbildung von Jugendlichen und Erwachsenen einen pauschalierten Zuschuss zu den Kosten der Lehrausbildung bzw. der Lehrausbildung mit verlängerter Lehrzeit oder Teilqualifikation erhalten.

Wer?

Diese Förderung können Unternehmen und Ausbildungseinrichtungen, die nach dem Berufsausbildungsgesetz (BAG) bzw. dem Land- und forstwirtschaftlichen Berufsausbildungsgesetz (LFBAG) berechtigt sind, Lehrlinge bzw. TeilnehmerInnen an einer Lehrausbildung mit verlängerter Lehrzeit oder Teilqualifikation auszubilden, erhalten. Ausgenommen sind der Bund, politische Parteien sowie Anstalten im Sinne des § 29 BAG.

Was?

Gefördert werden kann die Lehrausbildung von
  • Mädchen/Frauen in Berufen mit geringem Frauenanteil,
  • Lehrstellensuchenden, die am Arbeitsmarkt benachteiligt sind,
  • TeilnehmerInnen an einer Lehrausbildung mit verlängerter Lehrzeit oder Teilqualifikation,
  • Erwachsenen (über 18-jährigen), deren Beschäftigungsproblem aufgrund von Qualifikationsmängeln durch eine Lehrausbildung gelöst werden kann oder Schulabbrecher/SchulabbrecherInnen.

Wieviel?

Die Förderung wird als monatlicher Zuschuss zu den Kosten der Lehrausbildung bzw. der Lehrausbildung mit verlängerter Lehrzeit oder Teilqualifikation (Lehrlingsentschädigung, Personal- und Sachaufwand) in pauschalierter Form ausbezahlt. Die Höhe der Beihilfe kann sich in folgendem Rahmen bewegen (siehe Tabelle unten).

Die Beihilfe wird jeweils für ein Lehr-/Ausbildungsjahr bewilligt. Sie kann für Mädchen in Lehrberufen mit geringem Frauenanteil um ein Jahr verlängert werden.

Für die förderbaren Personenkreise "Lehrstellensuchende, die ihre Schulpflicht zur Gänze oder teilweise in der Allgemeinen Sonderschule oder in einer Hauptschule/Neuen Mittelschule mit sonderpädagogischem Förderungsbedarf absolviert haben" und "Lernschwache PflichtschulabsolventInnen" kann die Beihilfe für maximal 3 Jahre bewilligt werden.

Für über 18-jährige, die eine kollektivvertraglich festgelegte höhere Lehrlingsentschädigung oder HilfsarbeiterInnenlohn erhalten, kann die Beihilfe für 3 Jahre gewährt werden.   Für die TeilnehmerInnen an einer Lehrausbildung mit verlängerter Lehrzeit oder Teilqualifikation kann die Beihilfe für die gesamte Lehrzeit gewährt werden.
Personengruppe Betrieb
Ausbildungseinrichtung
Förderdauer
Mädchen/Frauen in Lehrberufen mit geringem Frauenanteil EUR 300,-  2 Jahre

Benachteiligte Lehrstellensuchende (z.B. Lehrstellensuchende mit gesundheitlichen Einschränkungen)

Ausnahme:

  • Lehrstellensuchende, die ihre Schulpflicht zur Gänze oder teilweise in der Allgemeinen Sonderschule, oder in einer Hauptschule/Neuen Mittelschule mit sonderpädagogischem Förderungsbedarf absolviert haben
  • Lernschwache PflichtschulabsolventInnen
EUR 250,-

1 Jahr

Ausnahme:
max. 3 Jahre

Über 18-jährige SchulabbrecherInnen mit "regulärer" Lehrlingsentschädigung EUR 250,-  1 Jahr
Über 18-jährige mit kollektivvertraglich festgelegter „höherer“ Lehrlingsentschädigung oder kollektivvertraglich festgelegtem HilfsarbeiterInnenlohn (wenn das Beschäftigungsproblem aufgrund von Qualifikationsmängeln durch die Lehrausbildung gelöst werden kann)
EUR 755,- 3 Jahre
TeilnehmerInnen an einer Lehrausbildung mit verlängerter Lehrzeit oder Teilqualifikation EUR 400,-  3 Jahre
(max. für die Dauer der Lehrausbildung)

Wo?

Die Förderung ist an ein Beratungsgespräch zwischen AMS und Unternehmen oder Ausbildungseinrichtung bezüglich der zu fördernden Person gebunden. Dies erfordert, dass der/die FörderungswerberIn und die zu fördernde Person vor Aufnahme des Lehr-/Ausbildungsverhältnisses mit dem/der zuständigen BeraterIn der regionalen Geschäftsstelle des AMS Kontakt aufnimmt.

Regional unterschiedliche Förderungsvoraussetzungen möglich!