Qualifizierungsförderung für Beschäftigte im Rahmen des ESF (Ziel 2)

Das Arbeitsmarktservice (AMS) fördert mit dieser Beihilfe die Kosten der Qualifizierungsmaßnahmen von ArbeitnehmerInnen. (Stand: 01/2013)
Ziel ist es, einerseits die Beschäftigung von ArbeitnehmerInnen durch Qualifizierung zu sichern, andererseits die Weiterbildungsaktivitäten für die Arbeitgeber zu erleichtern.

Wer?

Diese Förderung können alle Arbeitgeber – ausgenommen sind das Arbeitsmarktservice, sonstige juristische Personen öffentlichen Rechts, politische Parteien, der Bund, die Länder, die Gemeinden und Gemeindeverbände sowie radikale Vereine - erhalten.

Bei Vorlage eines Bildungsplanes sind folgende Personen förderbar:

  • ArbeitnehmerInnen ab 45 Jahre,
  • Frauen mit höchstens Lehrausbildung oder mittlerer Schule,
  • WiedereinsteigerInnen, die sich in einem vollversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis bzw. in Elternkarenz befinden.

Wer nicht?

Nicht förderbar sind:

  • UnternehmenseigentümerInnen,
  • Mitglieder der zur Geschäftsführung berufenen Organe,
  • ArbeitnehmerInnen in einem unkündbaren Arbeitsverhältnis (BeamtInnen oder ArbeitnehmerInnen in definitiv gestellten Arbeitsverhältnissen),
  • Lehrlinge,
  • überlassene ArbeiterInnen von gewerblichen Arbeitskräfteüberlassern, für die der Kollektivvertrag für das Gewerbe der Arbeitskräfteüberlassung gilt.

Was?

Gefördert werden kann die Teilnahme an Qualifizie-rungsmaßnahmen mit einer Mindestdauer von 16 Unter-richtseinheiten, die von externen Qualifizierungseinrichtungen/ TrainerInnen durchgeführt werden. Die Auswahl der Maßnahme erfolgt durch das Unternehmen in Absprache mit den ArbeitnehmerInnen. Die Beihilfe kann nur nach Vorlage eines Bildungsplanes gewährt werden, wenn die gewählte Qualifizierungsmaßnahme als arbeitsmarktpolitisch sinnvoll einzustufen ist und das Be-gehren vor Beginn der Qualifizierungsmaßnahme(n) eingebracht wird.

Wie viel?

  • Die Höhe der Förderung beträgt 70% der Kursgebühren für ArbeitnehmerInnen ab 50 Jahre.
  • Die Höhe der Förderung beträgt 60% der Kursgebühren für
    - ArbeitnehmerInnen ab 45 bis 49 Jahre
    - Frauen, die als höchste abgeschlossene Ausbildung eine Lehre oder eine mittlere Schule aufweisen
    - WiedereinsteigerInnen

Die Höhe der maximal anerkennbaren Kursgebühren beträgt EUR 300,- pro Tag und 10.000,- pro Teilnehme-rIn und Begehren.

Der max. anerkennbare TrainerInnentagsatz ist mit EUR 1.500,-- begrenzt. Bei einer Schulung bis zu fünf TeilnehmerInnen reduziert sich der max. anerkennbare Tagsatz auf die Anzahl der SchulungsteilnehmerInnen mal EUR 300,-.
Die Finanzierung erfolgt je zur Hälfte aus Mitteln des AMS und ESF.

Wo?

Die Zuständigkeit der Geschäftsstelle des Arbeitsmarktservice richtet sich nach der personaldisponierenden Stelle des Betriebes. Die vollständige Begehrenseinbringung muss vor Kursbeginn im Original oder per eAMS erfolgen.