ARBEITSMARKT BURGENLAND, JÄNNER 2026

Ende Jänner waren im Burgenland 13.233 Personen beim AMS arbeitslos gemeldet oder in Schulungen, das sind +4,3% mehr als im Jänner des Vorjahres


  • Veröffentlicht 02.02.2026
  • Bundesland Burgenland

  • 11.313 Burgenländer_innen waren beim AMS Burgenland Ende Jänner als arbeitslos vorgemerkt (+4,8% im Vorjahresvergleich). Zusätzlich waren 1.920 Personen in Schulungen  (+1,1%).  Insgesamt waren 13.233 Personen im Burgenland ohne Beschäftigung (+4,3%).
  • Nach ersten Schätzungen lag die Zahl der Beschäftigten bei rund 108.000 (-0,5%).
  • Unterschiedliche Entwicklungen in den Bezirken: Im Vorjahresvergleich gab es den höchsten Anstieg der Arbeitslosigkeit im Bezirk Oberpullendorf (+8,1%), einen leichten Rückgang verzeichnete Mattersburg (-0,1%).
  • Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen war leicht rückläufig (-0,4% im Vergleich zum Vorjahr).
  • Die Zahl der Lehrstellensuchenden ging im Vorjahresvergleich zurück (-6,8%), die Zahl der offenen Lehrstellen ebenfalls (-22,2%).

Anhaltende Kälte lässt Arbeitslosigkeit am Bau deutlich steigen

 „Das wochenlange eisige Winterwetter, wie es das Burgenland seit Jahren nicht mehr erlebt hat, hat deutliche Spuren am Arbeitsmarkt - insbesondere in der Baubranche – hinterlassen. Mit plus 290 Personen im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen wir Ende Jänner am Bau den größten Zuwachs an Arbeitslosigkeit. Wir hoffen, dass das aktuelle Frühlingslüftchen, das derzeit für einen leichten wirtschaftlichen Aufschwung sorgt, bald auch einen Wetterumschwung und einen Aufschwung am Jobmarkt mit sich bringt,“ so AMS-Landesgeschäftsführerin Mag.a Helene Sengstbratl zur aktuellen Lage am Arbeitsmarkt.
 

Arbeitslosigkeit: Genereller Anstieg zu beobachten, besonders betroffen sind Ältere und Langzeitbeschäftigungslose

11.313 Personen waren mit Stichtag Ende Jänner 2026 im Burgenland arbeitslos gemeldet. Das sind um +4,8% mehr als im Jänner des Vorjahres. Österreichweit stieg die Zahl der Arbeitslosen auf insgesamt 379.771 Personen (+3,8%).

Während die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 4,0% anstieg, wurde bei den Frauen ein Anstieg um 6,2% registriert.

Ältere Personen waren besonders betroffen. Bei den über 60-jährigen Personen stieg die Arbeitslosigkeit um +10% zum Vorjahresvergleich an.

Die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen stieg um +10,5%, jene der arbeitslosen Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen um +5,1%. Jugendliche unter 25 Jahre verzeichneten einen Anstieg um +5,0%, während die Arbeitslosigkeit bei Personen ab 50 Jahren um 4,1% anstieg.

Nach Branchen betrachtet verzeichnete das Gesundheits- und Sozialwesen mit +21,7% den stärksten Anstieg an Arbeitslosigkeit.
 

Unterschiedliche Entwicklungen in den burgenländischen Bezirken

Am stärksten stieg die Arbeitslosigkeit in den Arbeitsmarktregionen Oberpullendorf (+8,1%) und Neusiedl (+8,0%). Entspannter zeigt sich die Situation in Mattersburg mit einem Rückgang um (-0,1%).
 

Branchenentwicklung - offene Stellen:

Handel und Arbeitskräfteüberlasser meldeten die meisten offenen Stellen

Der Bestand der beim AMS Burgenland gemeldeten offenen Stellen lag zum Stichtag Ende Jänner bei 1.229 Stellen (-5% im Vorjahresvergleich).

Der Bestand an offenen Stellen absolut betrachtet war bei den Arbeitskräfteüberlassern (239) und im Handel (220) am größten.
 

Der Jänner zeigt eine geringe Lehrstellenlücke: etwas mehr Lehrstellensuchende als verfügbare offene Lehrstellen

Bei den offenen Lehrstellen (Basis Bestand, jeweils sofort verfügbar) gab es mit Stichtag Ende Jänner im Vorjahresvergleich einen Rückgang von -22,2%, bei den Lehrstellensuchenden einen deutlichen Rückgang von -6,8%.

133 Lehrstellen waren Ende Jänner dem AMS als offen gemeldet – demgegenüber suchten 136 junge Menschen einen Ausbildungsplatz.

Diese Seite wurde aktualisiert am: 02. Februar 2026