ARBEITSMARKT BURGENLAND, FEBRUAR 2026

Ende Februar waren im Burgenland 12.593 Personen beim AMS arbeitslos gemeldet oder in Schulungen, das sind +4,3% mehr als im Februar des Vorjahres


  • Veröffentlicht 03.03.2026
  • Bundesland Burgenland

  • 10.619 Burgenländer_innen waren beim AMS Burgenland Ende Februar als arbeitslos vorgemerkt (+5,3% im Vorjahresvergleich). Zusätzlich waren 1.974 Personen in Schulungen
    (-1,1%). Insgesamt waren 12.593 Personen im Burgenland ohne Beschäftigung (+4,3%).
  • Nach ersten Schätzungen lag die Zahl der unselbstständigen Beschäftigten bei rund 109.000 (-0,6%).
  • Unterschiedliche Entwicklungen in den Bezirken: Im Vorjahresvergleich gab es den höchsten Anstieg der Arbeitslosigkeit im Bezirk Oberpullendorf (+12,5%), einen leichten Rückgang verzeichnete Mattersburg (-0,9%).
  • Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen war rückläufig (-6,5% im Vergleich zum Vorjahr).
  • Die Zahl der Lehrstellensuchenden ging im Vorjahresvergleich zurück (-22,6%), die Zahl der offenen Lehrstellen ebenfalls (-29,0%).

 

Anhaltende Kälte ließ Arbeitslosigkeit am Bau deutlich steigen

Das anhaltende Winterwetter hatte auch im Februar das gesamte Burgenland fest im Griff. Dies macht sich insbesondere in der Baubranche mit einem plus 305 Arbeitslosen Personen im Vergleich zum Vorjahr deutlich bemerkbar. Mein Blick richtet sich aus aktuellem Anlass sorgenvoll auf den sich auswachsenden Konflikt im Nahen Osten. Die daraus resultierende globale Unsicherheit dämpft die zuletzt tendenziell positiven Signale aus der Wirtschaft aus heutiger Sicht deutlich. Entsprechend stehen uns wohl erneut große Herausforderungen am burgenländischen Arbeitsmarkt bevor,“ so Mag.a Helene Sengstbratl, Landesgeschäftsführerin des AMS Burgenland.

 

Arbeitslosigkeit: Genereller Anstieg zu beobachten, besonders betroffen sind Ältere und Langzeitbeschäftigungslose

12.593 Personen waren mit Stichtag Ende Februar 2026 im Burgenland arbeitslos gemeldet. Das sind um +4,3% mehr als im Februar des Vorjahres. Österreichweit stieg die Zahl der Arbeitslosen auf insgesamt 357.518 Personen (+2,9%).

Während die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 5,8% anstieg, wurde bei den Frauen ein Anstieg um 4,6% registriert.

Ältere Personen waren besonders betroffen. Bei den über 60-jährigen Personen stieg die Arbeitslosigkeit um +12,7% zum Vorjahresvergleich an.

Die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen stieg um +11,3%, jene der arbeitslosen Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen um +4,7%. Jugendliche unter 25 Jahre verzeichneten einen Anstieg um +4,3%, während die Arbeitslosigkeit bei Personen ab 50 Jahren um 3,6% anstieg.

Nach Branchen betrachtet verzeichnete der Bau mit +16,7% den stärksten Anstieg an Arbeitslosigkeit.

 

Unterschiedliche Entwicklungen in den burgenländischen Bezirken

Am stärksten stieg die Arbeitslosigkeit in den Arbeitsmarktregionen Oberpullendorf (+12,5%) und Stegersbach/Jennersdorf (+8,5%). Entspannter zeigt sich die Situation in Mattersburg mit einem Rückgang um (-0,9%).

Veränderung der Arbeitslosigkeit in % nach Regionen (Februar 2026 im Vergleich zu Februar 2025)

 

Branchenentwicklung - offene Stellen:

Handel und Arbeitskräfteüberlasser meldeten die meisten offenen Stellen

Der Bestand der beim AMS Burgenland gemeldeten offenen Stellen lag zum Stichtag Ende Februar bei 1.165 Stellen (-6,5% im Vorjahresvergleich).

Der Bestand an offenen Stellen absolut betrachtet war im Handel (215) und bei den Arbeitskräfteüberlassern (161) am größten.
 

Der Februar zeigt einen geringen Lehrstellenüberhang: etwas mehr verfügbare offene Lehrstellen als Lehrstellensuchende

Bei den offenen Lehrstellen (Basis Bestand, jeweils sofort verfügbar) gab es mit Stichtag Ende Februar im Vorjahresvergleich einen deutlichen Rückgang von -29,0%, bei den Lehrstellensuchenden gab es ebenfalls einen deutlichen Rückgang von -22,6%.

142 (-58) Lehrstellen waren Ende Februar dem AMS als offen gemeldet – demgegenüber suchten 123 (-36) junge Menschen einen Ausbildungsplatz.

Diese Seite wurde aktualisiert am: 03. März 2026