MEDIENINFO: ARBEITSMARKT BURGENLAND, MÄRZ 2026
Ende März waren im Burgenland 10.769 Personen beim AMS arbeitslos gemeldet oder in Schulungen, das sind +3,0% mehr als im März des Vorjahres
- 8.829 Burgenländer_innen waren beim AMS Burgenland Ende März als arbeitslos vorgemerkt (+4,5% im Vorjahresvergleich). Zusätzlich waren 1.940 Personen in Schulungen (-3,2%). Insgesamt waren 10.769 Personen im Burgenland ohne Beschäftigung (+3,0%).
- Nach ersten Schätzungen lag die Zahl der unselbstständigen Beschäftigten bei rund 111.000 (-0,9%).
- Unterschiedliche Entwicklungen in den Bezirken: Im Vorjahresvergleich gab es den höchsten Anstieg der Arbeitslosigkeit im Bezirk Stegersbach/Jennersdorf (+15,4%), einen leichten Rückgang verzeichneten Mattersburg (-1,2 %) und Eisenstadt (-0,4%).
- Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen war rückläufig (-17,5% im Vergleich zum Vorjahr).
- Die Zahl der Lehrstellensuchenden stieg im Vorjahresvergleich leicht an (+0,7%), die Zahl der offenen Lehrstellen sank weiter (-29,6%).
Globale Krise – lokaler Austausch mit Betrieben wichtiger denn je
„Die aktuellen Entwicklungen am Arbeitsmarkt bleiben herausfordernd. Zusätzlich dämpft die angespannte weltpolitische Lage die wirtschaftliche Stimmung. Der deutliche Rückgang offener Stellen und Lehrstellen zeigt, dass Unternehmen ihre Personalplanung zunehmend vorsichtig gestalten. Das ist nachvollziehbar – insbesondere vor dem Hintergrund der unsicheren Frage, wie rasch sich die Lage stabilisieren wird. Umso wichtiger ist daher der direkte Austausch mit den Betrieben. Deshalb sind unsere Berater_innen ab dem 13. April wieder auf Businesstour, um die Unternehmen in dieser herausfordernden Situation bestmöglich und bedarfsorientiert zu unterstützen,“ so Mag.a Helene Sengstbratl, Landesgeschäftsführerin des AMS Burgenland.
Arbeitslosigkeit: Genereller Anstieg zu beobachten, besonders betroffen sind Ältere und Langzeitbeschäftigungslose
10.769 Personen waren mit Stichtag Ende März 2026 im Burgenland arbeitslos gemeldet. Das sind um +3,0% mehr als im März des Vorjahres. Österreichweit stieg die Zahl der Arbeitslosen auf insgesamt 322.727 Personen (+2,0%).
Während die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 2,2% anstieg, wurde bei den Frauen ein Anstieg um 7,1% registriert.
Ältere Personen waren besonders betroffen. Bei den über 60-jährigen Personen stieg die Arbeitslosigkeit um +11,0% zum Vorjahresvergleich an.
Die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen stieg um +8,9%, jene der arbeitslosen Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen um +3,9%. Jugendliche unter 25 Jahre verzeichneten eine geringe Reduktion um -1,0%, während die Arbeitslosigkeit bei Personen ab 50 Jahren um 3,1% anstieg.
Nach Branchen betrachtet verzeichnete der Bereich Gesundheits- und Sozialwesen mit +29,0% den stärksten Anstieg an Arbeitslosigkeit.
Unterschiedliche Entwicklungen in den burgenländischen Bezirken
Am stärksten stieg die Arbeitslosigkeit in den Arbeitsmarktregionen Stegersbach/Jennersdorf (+15,4%) und Oberpullendorf (+10,1%). Entspannter zeigt sich die Situation in Mattersburg mit einem Rückgang um-1,2%, und in Eisenstadt um -0,4%.
Branchenentwicklung - offene Stellen:
Handel und Tourismus meldeten die meisten offenen Stellen
Der Bestand der beim AMS Burgenland gemeldeten offenen Stellen lag zum Stichtag Ende März bei 1.206 Stellen (-17,5% im Vorjahresvergleich).
Der Bestand an offenen Stellen absolut betrachtet war im Handel (200) und im Tourismus (190) am größten.
Der März zeigt einen Überhang an Lehrstellensuchenden: mehr Lehrstellensuchende als offene Lehrstellen
Bei den offenen Lehrstellen (Basis Bestand, jeweils sofort verfügbar) gab es mit Stichtag Ende März im Vorjahresvergleich einen deutlichen Rückgang von -29,6%, bei den Lehrstellensuchenden gab es einen leichten Anstieg von +0,7%.
Dem AMS waren Ende März 131 (-55) Lehrstellen als offen gemeldet – demgegenüber suchten 139 (+1) junge Menschen einen Ausbildungsplatz.
Diese Seite wurde aktualisiert am: 01. April 2026