MEDIENINFO: ARBEITSMARKT BURGENLAND, APRIL 2026
Ende April waren im Burgenland 10.055 Personen beim AMS arbeitslos gemeldet oder in Schulungen, das sind +4,5% mehr als im April des Vorjahres
- 8.077 Burgenländer_innen waren beim AMS Burgenland Ende April als arbeitslos vorgemerkt (+6,3% im Vorjahresvergleich). Zusätzlich waren 1.978 Personen in Schulungen
(-2,3%). Insgesamt waren 10.055 Personen im Burgenland ohne Beschäftigung (+4,5%). - Nach ersten Schätzungen lag die Zahl der unselbstständigen Beschäftigten bei rund 114.000 (+0,6%).
- Unterschiedliche Entwicklungen in den Bezirken: Im Vorjahresvergleich gab es den höchsten Anstieg der Arbeitslosigkeit im Bezirk Stegersbach/Jennersdorf (+13,5%), einen leichten Rückgang verzeichneten hingegen Mattersburg (-2,1 %).
- Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen war rückläufig (-7,1% im Vergleich zum Vorjahr).
- Die Zahl der Lehrstellensuchenden stieg im Vorjahresvergleich (+10,6%), die Zahl der offenen Lehrstellen sank weiter (-20,8%).
Anhaltende globale Krise beendet die erwartete Trendumkehr am Arbeitsmarkt
„Seit mehr als zwei Monaten stellt der Iran-Krieg die Weltwirtschaft vor große Herausforderungen. Auch die zuletzt angedrohten Zollerhöhungen der USA dämpfen das erwartete Wirtschaftswachstum zusätzlich und setzen den Arbeitsmarkt spürbar unter Druck. Im Burgenland stieg die Anzahl der Arbeitslosen mit Ausnahme der Warenherstellung über alle Branchen hinweg. Auffällig ist die starke Zunahme in Bereichen mit hohem Frauenanteil wie das Gesundheits- und Sozialwesen und der Handel. Entsprechend nahm die Arbeitslosigkeit der Frauen im Vorjahresvergleich überdurchschnittlich stark zu,“ so Mag.a Helene Sengstbratl, Landesgeschäftsführerin des AMS Burgenland.
Arbeitslosigkeit: Genereller Anstieg zu beobachten, überdurchschnittlich betroffen sind Frauen und Langzeitbeschäftigungslose
10.055 Personen waren mit Stichtag Ende April 2026 im Burgenland arbeitslos gemeldet. Das sind um +4,5% mehr als im April des Vorjahres. Österreichweit stieg die Zahl der Arbeitslosen auf insgesamt 320.316 Personen (+2,7%).
Während die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 4,0% anstieg, wurde bei den Frauen ein Anstieg um 8,9% registriert.
Die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen stieg um +8,5%, jene der arbeitslosen Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen um +5,0%. Jugendliche unter 25 Jahre verzeichneten einen geringen Anstieg um +1,8%, während die Arbeitslosigkeit bei Personen ab 50 Jahren um 4,3% anstieg.
Nach Branchen betrachtet verzeichnete der Bereich Gesundheits- und Sozialwesen mit +29,0% den stärksten Anstieg an Arbeitslosigkeit.
Unterschiedliche Entwicklungen in den burgenländischen Bezirken
Am stärksten stieg die Arbeitslosigkeit in den Arbeitsmarktregionen Stegersbach/Jennersdorf (+13,5%) sowie Oberpullendorf (+9,0%) und Oberwart (+9,0%). Entspannter zeigt sich die Situation in Mattersburg mit einem Rückgang um -2,1%.
Branchenentwicklung - offene Stellen:
Arbeitskräfteüberlasser, Tourismus und Handel melden die meisten offenen Stellen
Der Bestand der beim AMS Burgenland gemeldeten offenen Stellen lag zum Stichtag Ende April bei 1.444 Stellen (-7,1% im Vorjahresvergleich).
Der Bestand an offenen Stellen absolut betrachtet war bei Arbeitskräfteüberlassern (248) und im Tourismus (237) am größten.
Der April zeigt eine Lehrstellenlücke: etwas mehr Lehrstellensuchende als offene Lehrstellen
Bei den offenen Lehrstellen (Basis Bestand, jeweils sofort verfügbar) gab es mit Stichtag Ende April im Vorjahresvergleich einen deutlichen Rückgang von -20,8%. Bei den Lehrstellensuchenden gab es einen Anstieg von +10,6%.
Dem AMS waren Ende April 145 (-38) Lehrstellen als offen gemeldet – demgegenüber suchten 125 (+12) junge Menschen einen Ausbildungsplatz.
Diese Seite wurde aktualisiert am: 04. Mai 2026