ARBEITSMARKT BURGENLAND, JUNI 2026

Ende Juni waren im Burgenland 9.516 Personen beim AMS arbeitslos gemeldet oder in Schulungen, das sind +3,2% mehr als im Juni des Vorjahres


  • Veröffentlicht 01.07.2026
  • Bundesland Burgenland

  • 7.676 Burgenländer_innen waren beim AMS Burgenland Ende Juni als arbeitslos vorgemerkt (+2,9% im Vorjahresvergleich). Zusätzlich waren 1.840 Personen in Schulungen (+4,3%). Insgesamt waren 9.516 Personen im Burgenland ohne Beschäftigung (+3,2%).
  • Nach ersten Schätzungen lag die Zahl der unselbstständigen Beschäftigten bei rund 115.000 (-0,5%).
  • Unterschiedliche Entwicklungen in den Bezirken: Im Vorjahresvergleich gab es den höchsten Anstieg der Arbeitslosigkeit im Bezirk Eisenstadt (+10,6%), einen leichten Rückgang verzeichneten hingegen die Bezirke Oberwart (-1,7%) und Mattersburg (-1,5 %).
  • Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen stieg im Vergleich zum Vorjahr (+0,7%).
  • Die Zahl der Lehrstellensuchenden ging im Vorjahresvergleich deutlich zurück (-39,1%), der Bestand an sofort verfügbaren offenen Lehrstellen sank im Vorjahresvergleich ebenfalls deutlich (-24,0%).
     

Aussicht auf leichtes Wirtschaftswachstum und potenzielle Entspannung im Nahen Osten geben Grund zur Zuversicht

„Ein Hauch Zuversicht und erste positive Signale aus der Industrie könnten die lang ersehnte Trendwende für den Wirtschaftsstandort Österreich einläuten. Der Arbeitsmarkt wird erfahrungsgemäß erst mit einiger Zeitverzögerung darauf reagieren. Voraussetzung bleibt eine nachhaltige Entspannung des Konflikts im Nahen Osten und die damit einhergehende Reduktion der globalen Unsicherheiten,“ kommentiert DIin (FH) Karin Steiner, stv. Landesgeschäftsführerin des AMS Burgenland.
  

Arbeitslosigkeit: Rückgang bei Jugendlichen unter 25 Jahre, überdurchschnittlich betroffen sind Langzeitbeschäftigungslose

7.676 Personen waren mit Stichtag Ende Juni 2026 im Burgenland arbeitslos gemeldet. Das sind um +2,9% mehr als im Juni des Vorjahres. Österreichweit stieg die Zahl der Arbeitslosen auf insgesamt 295.457 Personen (+2,4%).

Im Juni 2026 gab es im Vorjahresvergleich bei den Männern um 3,1%, bei den Frauen um 2,7% mehr Arbeitslose.

Die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen erhöhte sich um +9,2%, jene der arbeitslosen Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen um +5,8%. Bei den Jugendlichen unter 25 Jahre wurde ein Rückgang um -7,7% verzeichnet, während die Arbeitslosigkeit bei Personen ab 50 Jahren um 3,4% anstieg.

Nach Branchen betrachtet verzeichnete der Bereich Gesundheits- und Sozialwesen mit +19,0% den stärksten Anstieg an Arbeitslosigkeit.
 

Unterschiedliche Entwicklungen in den burgenländischen Bezirken

Am stärksten stieg die Arbeitslosigkeit in den Bezirken Eisenstadt (+10,6%) und Stegersbach/Jennersdorf (+8,0%). Entspannter zeigt sich die Situation in den Bezirken Oberwart (-1,7%) und Mattersburg (-1,5%).

 

Branchenentwicklung - offene Stellen:

Arbeitskräfteüberlasser, Handel und Tourismus melden die meisten offenen Stellen

Der Bestand der beim AMS Burgenland gemeldeten offenen Stellen lag zum Stichtag Ende Juni bei 1.622 Stellen (+0,7% im Vorjahresvergleich).

Der Bestand an offenen Stellen absolut betrachtet war bei Arbeitskräfteüberlassern (275) und im Handel (267) am größten.
 

Der Juni zeigt einen kleinen Lehrstellenüberhang: etwas mehr verfügbare offene Lehrstellen als Lehrstellensuchende

Bei den offenen Lehrstellen (Basis Bestand, jeweils sofort verfügbar) gab es mit Stichtag Ende Juni im Vorjahresvergleich einen deutlichen Rückgang von -24,0%. Bei den Lehrstellensuchenden gab es ebenfalls einen merklichen Rückgang von -39,1%.

Dem AMS waren Ende Juni 130 (-41) Lehrstellen als offen gemeldet – demgegenüber suchten 123 (-79) junge Menschen einen Ausbildungsplatz.

Diese Seite wurde aktualisiert am: 01. Juli 2026