AMS Burgenland sichert Fortsetzung der überbetrieblichen Lehrausbildung für Jugendliche in Eisenstadt und Neusiedl
Lösung für die nächsten zehn Wochen gefunden
Das AMS Burgenland hat eine Übergangslösung gefunden und damit die Fortsetzung der Ausbildung der über 100 Jugendlichen aus Eisenstadt und Neusiedl sichergestellt. Die Teilnehmer_innen können ihre überbetriebliche Lehrausbildung (ÜBA) in den kommenden zehn Wochen beim Burgenländischen Schulungszentrum (BUZ) Neutal weiterführen.
Möglich wird dies durch einen aufrechten Vertrag des AMS Burgenland mit dem BUZ Neutal. Damit bleibt die Ausbildung über den 31. Juli hinaus gesichert. Bis Ende des Monats laufen noch die derzeit vom Land Burgenland finanzierten Maßnahmen.
„Für das AMS und alle beteiligten Institutionen steht das Wohl der Jugendlichen im Mittelpunkt. Unser wichtigstes Ziel ist es, ihnen eine möglichst lückenlose Lehrausbildung zu ermöglichen und ihre beruflichen Perspektiven ohne Zeitverlust zu erhalten“, betont Landesgeschäftsführerin des AMS Burgenland Mag.a Helene Sengstbratl.
Vergabeverfahren führten zu schwieriger Ausgangssituation
Für die ÜBA in Eisenstadt und Neusiedl laufen derzeit zwei offene Verfahren des AMS. Bildungsträger können dafür ihre Angebote erarbeiten und einbringen. Am 12. Oktober sollen die überbetrieblichen Lehrausbildungen in Eisenstadt und Neusiedl wieder starten.
Für die Beauftragung entsprechender Bildungsmaßnahmen sind öffentliche Ausschreibungen erforderlich. Eine erste Ausschreibung des AMS musste wegen eines Formalfehlers zurückgezogen werden. Um die Lücke von zehn Wochen bis zum Start der Neu-Ausschreibung abzudecken, wurde eine Interimsvergabe geplant. Diese wurde aufgrund eines Nachprüfungsantrags jedoch untersagt. Auch diese Ausschreibung wurde mittlerweile zurückgezogen.
Ausbildungskontinuität für Jugendliche hat oberste Priorität
Mit der nun gefundenen Lösung können die Jugendlichen ihren Lehrlingsstatus aufrechterhalten, die vorgesehene Berufsschulklasse besuchen und ihre bereits bestehenden praktischen Ausbildungen in den Betrieben fortsetzen.
Gerade diese Kontinuität ist für einen erfolgreichen Ausbildungsverlauf entscheidend. Die überbetriebliche Lehrausbildung bietet Jugendlichen, die keine betriebliche Lehrstelle gefunden haben, eine wichtige Chance auf einen qualifizierten Berufsabschluss und einen anschließenden Einstieg in den Arbeitsmarkt.
Großer Einsatz aller Beteiligten
Die Umsetzung der Übergangslösung stellt alle Beteiligten vor große Herausforderungen. Das BUZ Neutal übernimmt kurzfristig zusätzliche ÜBA-Teilnehmer_innen und hat dafür einen erheblichen organisatorischen Aufwand zu bewältigen.
Auch für die Jugendlichen bedeutet der Wechsel eine Umstellung, etwa durch neue Trainer_innen. Gleichzeitig überwiegt der Vorteil, dass sie ihre Ausbildung ohne Unterbrechung fortsetzen können.
„Alle Beteiligten leisten derzeit Außerordentliches, um den Jugendlichen ihre Ausbildung zu sichern. Dafür gilt unser ausdrücklicher Dank. Entscheidend ist, dass diese jungen Menschen ihre Ausbildung fortsetzen können und dadurch keine Nachteile für ihren weiteren Berufsweg entstehen“, so Sengstbratl.
Transparente Vergaben und faire Chancen
Das AMS Burgenland bekennt sich weiterhin zu transparenten, rechtssicheren und fairen Vergabeverfahren. Öffentliche Aufträge werden nach klaren und nachvollziehbaren Kriterien vergeben. Gleichbehandlung, Nichtdiskriminierung und die Vermeidung von Interessenkonflikten bilden dabei zentrale Grundsätze.
„Im Mittelpunkt stehen für uns die Jugendlichen und ihre berufliche Zukunft. Unser Auftrag ist es, jungen Menschen Perspektiven zu eröffnen und sie am Weg in eine qualifizierte Beschäftigung zu unterstützen. Die nun gefundene Lösung stellt sicher, dass die Lehrausbildung der betroffenen Jugendlichen im Rahmen einer überbetrieblichen Lehrausbildung fortgeführt werden kann, bis die neue Ausschreibung abgeschlossen ist“, erklärt AMS-Landes-geschäftsführerin Mag.a Helene Sengstbratl.
Diese Seite wurde aktualisiert am: 28. Juli 2026