ARBEITSMARKT BURGENLAND, JULI 2026
Ende Juli waren im Burgenland 9.705 Personen beim AMS arbeitslos gemeldet oder in Schulungen, das sind +4,3% mehr als im Juli des Vorjahres
- 8.029 Burgenländer_innen waren beim AMS Burgenland Ende Juli als arbeitslos vorgemerkt (+4,5% im Vorjahresvergleich). Zusätzlich waren 1.676 Personen in Schulungen (+3,5%). Insgesamt waren 9.705 Personen im Burgenland ohne Beschäftigung (+4,3%).
- Nach ersten Schätzungen lag die Zahl der unselbstständigen Beschäftigten bei rund 116.000 (-0,2%).
- Unterschiedliche Entwicklungen in den Bezirken: Im Vorjahresvergleich gab es den höchsten Anstieg der Arbeitslosigkeit im Bezirk Stegersbach/Jennersdorf (+9,6%), einen leichten Rückgang verzeichnet hingegen der Bezirk Neusiedl am See (-2,8%).
- Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen sank im Vergleich zum Vorjahr (-2,1%).
- Die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden ging im Vorjahresvergleich etwas zurück (-5,4%), der Bestand an sofort verfügbaren offenen Lehrstellen ebenfalls (-14,2%).
Verhaltene Konjunktur prägt auch den Arbeitsmarkt im Burgenland
„Trotz eines Anstiegs der Arbeitslosigkeit um 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gibt es auch positive Signale: Die Jugendarbeitslosigkeit ist rückläufig und die Zahl der Offenen Stellen bleibt auf einem beachtlichen Niveau. Besonders gefordert sind wir bei der Unterstützung von langzeitarbeitslosen Personen sowie Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Mit einem laufenden Forschungsprojekt zur nachhaltigen Arbeitsaufnahme wird derzeit untersucht, wie Wiedereinstiege in den Arbeitsmarkt dauerhaft abgesichert und Beschäftigungsverhältnisse langfristig stabilisiert werden können.“ kommentiert Mag.a Helene Sengstbratl, Landesgeschäftsführerin des AMS Burgenland.
Arbeitslosigkeit: Rückgang bei Jugendlichen unter 25 Jahre, überdurchschnittlich betroffen sind Langzeitbeschäftigungslose
8.029 Personen waren mit Stichtag Ende Juli 2026 im Burgenland arbeitslos gemeldet. Das sind um +4,5% mehr als im Juli des Vorjahres. Österreichweit stieg die Zahl der Arbeitslosen auf insgesamt 298.885 Personen (+3,1%).
Im Juli 2026 gab es im Vorjahresvergleich bei den Männern um 3,3%, bei den Frauen um 5,6% mehr Arbeitslose.
Die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen erhöhte sich um +9,8%, jene der arbeitslosen Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen um +6,5%. Bei den Jugendlichen unter 25 Jahre wurde ein Rückgang um -3,1% verzeichnet, während die Arbeitslosigkeit bei Personen ab 50 Jahren um 3,8% anstieg.
Nach Branchen betrachtet verzeichnete der Bereich Gesundheits- und Sozialwesen mit +21,1% den stärksten Anstieg an Arbeitslosigkeit. Einen Rückgang gab es in den Bereichen Herstellung von Waren (-4,4%), Beherbergung und Gastronomie (-4,0%) und bei Arbeitskräfteüberlassern (-2,8%).
Unterschiedliche Entwicklungen in den burgenländischen Bezirken
Am stärksten stieg die Arbeitslosigkeit in den Bezirken Stegersbach/Jennersdorf (+9,6%) und Eisenstadt (+9,0%). Entspannter zeigt sich die Situation in den Bezirken Neusiedl am See
(-2,8%) und Oberwart (+1,9%).
Branchenentwicklung - offene Stellen:
Arbeitskräfteüberlasser, Handel und Tourismus melden die meisten offenen Stellen
Der Bestand der beim AMS Burgenland gemeldeten offenen Stellen lag zum Stichtag Ende Juli bei 1.496 Stellen (-2,1% im Vorjahresvergleich).
Der Bestand an offenen Stellen absolut betrachtet war bei Arbeitskräfteüberlassern (279) und im Handel (224) am größten.
Der Juli zeigt einen deutlichen Überhang an Lehrstellensuchenden:
Bei den offenen Lehrstellen (Basis Bestand, jeweils sofort verfügbar) gab es mit Stichtag Ende Juli im Vorjahresvergleich einen deutlichen Rückgang von -14,2%. Bei den Lehrstellensuchenden gab es ebenfalls einen leichten Rückgang von -5,4%.
Dem AMS waren Ende Juli 151 (-25) Lehrstellen als offen gemeldet – demgegenüber suchten 246 (-14) junge Menschen einen Ausbildungsplatz.
Diese Seite wurde aktualisiert am: 03. August 2026