Arbeitsprogramm 2026 des AMS Kärnten
Geopolitische Unsicherheiten, voranschreitende strukturelle Veränderungen, konjunktursensible Zeiten, hohe Dynamik und ein Arbeitsmarkt im Wandel. 2026 steht im Zeichen vieler Herausforderungen und sich ändernder Rahmenbedingungen. Um Arbeitsuchende wie Unternehmen in diesem Umfeld zu unterstützen, braucht es vorausschauende Lösungen, klare Strategien und gebündelte Vorgehensweisen. Das Arbeitsprogramm 2026 fasst die Schwerpunkte des AMS Kärnten für 2026 zusammen - für einen zukunftsfitten Arbeitsmarkt.
Von der Mobilitätsachse zur Jobachse
... unter diesem Titel steht das Arbeitsprogramm des AMS Kärnten für das Jahr 2026, das Ende Februar vom Landesdirektorium (Eigentümervertretung) beschlossen wurde.
Vorwort der Landesgeschäftsführung
Verstärkt durch geopolitische und geoökonomische Veränderungen erleben wir derzeit einen erhöhten dynamischen Wandel am Arbeitsmarkt. Die Komplexität und die Menge an Aufgabenbereichen, die auf das AMS prallen, nehmen zu. Politische Entscheidungen haben maßgeblich Einfluss auf unsere Tätigkeiten und werden 2026 vermehrt zu Veränderungen führen. Einige Beispiele dafür sind die Themenfelder geringfügige Beschäftigung, Weiterbildungsbeihilfe und Sozialhilfe NEU. Diesen vielen Herausforderungen müssen wir mit einem reduzierten Budget begegnen. All
das hat Auswirkungen auf die Strategien und operativen Maßnahmen des AMS Kärnten im Jahr 2026.
Ausgehend von den zentralen AMS-Zielgruppen legen wir 2026 ein besonderes Augenmerk auf Jugendliche und – im Zusammenhang mit der österreichweiten „Aktion 55+“ – ältere Arbeitslose. Darüber hinaus bleiben natürlich auch weitere arbeitsmarktpolitische Maßnahmen im Fokus: In Bezug auf die Gruppe der Langzeitarbeitslosen sind das etwa ablauforganisatorische Schwerpunkte wie die Forcierung der Bilanz- und Chancengespräche.
Die Veränderungen am Arbeitsmarkt, wie die Verschiebung des Arbeitskräftepotenzials zugunsten des Zentralraumes Klagenfurt / Villach, stellt auch das AMS Kärnten vor eine große Herausforderung. Es gilt, ausreichend und dem Wirtschaftsbedarf entsprechende Arbeitskräfte für die Randregionen zu sichern. Ein großer Schwerpunkt im Jahr 2026 ist demgemäß die Anpassung unserer Weiterbildungs- und Fördermaßnahmen.
Im Zuge der Koralmbahn ergibt sich eine weitere zentrale strategische Leitlinie für das AMS Kärnten. Unser mittelfristiges Ziel ist es, die Mobilitätsachse zur Jobachse zu entwickeln und einen starken Arbeitsmarkt Süd zu etablieren mit bestmöglichen Chancen für Arbeitsuchende und Betriebe. Dafür bauen wir auf die bereits bestehenden Kooperationen mit dem AMS Steiermark und den Sozialpartnern auf und werden die operative Zusammenarbeit im Jahresverlauf konsequent vertiefen.
Um unsere Schwerpunkte erfolgreich umsetzen zu können, benötigen wir ein engagiertes Team und starke Partner_innen. Glücklicherweise wissen wir beides an unserer Seite. Ein herzliches Dankeschön an unsere Mitarbeiter_innen, an das Land Kärnten und die Sozialpartner, an Trägerinstitutionen, lokale Organisationen, Bildungseinrichtungen, Unternehmen und an alle, die mit uns zusammenarbeiten.
In diesem geschlossenen Miteinander werden wir den Herausforderungen und Veränderungen am Kärntner Arbeitsmarkt positiv begegnen.
Mag. Peter Wedenig & MMag.a Melanie Jann
Geschäftsführung Arbeitsmarktservice Kärnten
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Diese Seite wurde aktualisiert am: 25. Februar 2026