Aktuelles vom niederösterreichischen Arbeitsmarkt - Dezember 2025

Weiter steigende Arbeitslosen- und Stagnation der Beschäftigungszahlen zu Jahresende


  • Veröffentlicht 02.01.2026
  • Bundesland Niederösterreich

Ende Dezember 2025 sind 54.971 Personen beim AMS in Niederösterreich arbeitslos vorgemerkt und damit um 1.996 oder 3,8% mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Inklusive Schulungsteilnehmer_innen befanden sich 64.650 Personen in Niederösterreich auf Jobsuche (+4,4% gegenüber demVorjahr).

Im Jahresdurchschnitt 2025 zeigt sich in Niederösterreich im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Höhe von 4,2%. Österreichweit fällt der Anstieg mit einem Plus von 6,6% stärker aus.

Der Bestand an unselbständig Beschäftigten (geschätzt) in Niederösterreich liegt Ende Dezember bei 643.000 Personen. Davon waren 295.000 Frauen (+1,0%) und 348.000 Männer (-0,7%). Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein gleichbleibendes Niveau.

Die Arbeitslosenquote liegt in Niederösterreich aktuell bei 7,9% und damit 0,3%-Pkt. über dem Wert im Vorjahr. Österreichweit beträgt die Arbeitslosenquote 8,4% (+0,2%-Pkt.). 

„Zum aktuellen Zeitpunkt Ende Dezember 2025 sind gegenüber dem Vorjahr um 3,8% mehr Personen arbeitslos gemeldet. Darüber hinaus ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber Dezember des Vorjahres um 11,6% gestiegen, österreichweit sogar um 24,8%. Gleichzeitig haben 73.377 Jobsuchende im Jahr 2025 eine Arbeit aufgenommen, 2.405 von ihnen wurden davor bereits ein Jahr oder länger vom AMS betreut. Laut rezenten Prognosen erwarten wir im kommenden Jahr ein leichtes Wirtschaftswachstum von über 1% - dadurch sollte sich kommendes Jahr erstmals nach 2022 wieder ein leicht rückläufiger Bestand der Arbeitslosigkeit ausgehen.“
AMS NÖ-Landesgeschäftsführerin Sandra Kern

Die Zahl der arbeitslosen Personen hat sowohl bei Frauen (+6,3% bzw. +1.343) als auch bei Männern (+2,1% bzw. +653) zugenommen.
Ältere Personen ab 50 Jahre weisen ebenso eine Steigerung der Arbeitslosigkeit auf (+5,9% bzw. +1.061) wie Personen im Haupterwerbsalter (+3,4% bzw. +979). Bei den Jugendlichen im Alter bis 24 Jahre ist ein Rückgang von -0,8% (auf 5.800 Personen) zu beobachten.

Nach Branchen steigt im Gesundheits- und Sozialwesen (+10,9% bzw. +337), in der Warenherstellung (+7,8% bzw. +417) und im Handel (+5,2% bzw. +452) die Arbeitslosigkeit überproportional stark. Hingegen steigt die Arbeitslosigkeit in der Beherbergung/Gastronomie (+1,5% bzw. +64) und den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (v.a. Arbeitskräfteüberlassung und Gebäudebetreuung) (+1,5% bzw. +130) weniger stark als im Durchschnitt von NÖ bzw. sinkt die Arbeitslosigkeit im Bauwesen (-1,2% bzw. -88).

„Das Angebot an freien Arbeitsplätzen bleibt nach wie vor hoch. Im Vergleich zum Niveau vor der Pandemie 2019 liegt das Niveau weiterhin um 9,7% höher. Außerdem wurden im heurigen Jahr rund 76.375 offene dem AMS NÖ gemeldete Stellen erfolgreich mit einer passenden Arbeitskraft besetzt. Um Angebot und Nachfrage am Arbeitsmarkt optimal zu vereinen, unterstützt das Land NÖ Beschäftigte mit einem breiten Spektrum an Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen, um ihnen zusätzliche Karrierechancen zu eröffnen und ihre beruflichen Perspektiven nachhaltig zu stärken.“
Arbeitsmarkt-Landesrat, Susanne Rosenkranz

Aktuell sind 10.217 freie Stellen beim AMS gemeldet. Das sind um 19,9% weniger als im Dezember des Vorjahres. Am Lehrstellenmarkt zeigt sich mit insgesamt 811 offenen Lehrstellen ein Rückgang um 27,5% gegenüber dem Vorjahr.

Beinahe in allen Branchen geht die Anzahl der offenen Stellen zurück. Beispielsweise sind starke Rückgänge im Bereich Verkehr/Lagerei (-26,3% bzw. -166), den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (v.a. Arbeitskräfteüberlassung und Gebäudebetreuung) (-25,7% bzw. -746) sowie in der öffentlichen Verwaltung (-21,4% bzw. -181) zu beobachten.

 

Rückfragehinweis für die Redaktionen: AMS NÖ, Mag. Martina Fischlmayr; 0664/83 50 517

Diese Seite wurde aktualisiert am: 02. Januar 2026