Aktuelles vom niederösterreichischen Arbeitsmarkt - März 2026

Von Arbeitslosigkeit betroffene Jugendliche benötigen intensive Betreuung


  • Veröffentlicht 01.04.2026
  • Bundesland Niederösterreich

Ende März 2026 sind 48.055 Personen beim AMS in Niederösterreich arbeitslos vorgemerkt und damit um 2.527 oder 5,6% mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Inklusive Schulungsteilnehmer_innen befanden sich 58.690 Personen in Niederösterreich auf Jobsuche (+5,0% gegenüber dem Vorjahr).

Der Bestand an unselbständig Beschäftigten (geschätzt) in Niederösterreich liegt Ende März bei 650.000 Personen. Davon waren 294.000 Frauen (+0,1%) und 356.000 Männer (-0,9%). Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein rückläufiges Niveau (-0,4%).

Die Arbeitslosenquote liegt in Niederösterreich aktuell bei 6,9% und damit 0,4%-Pkt. über dem Wert im Vorjahr. Österreichweit beträgt die Arbeitslosenquote 7,5% (+0,1%-Pkt.).
 

"Aktuell sind 4.828 Jugendliche beim AMS NÖ arbeitslos vorgemerkt, das sind um 4,7% mehr als vor einem Jahr. Zusätzlich suchen 1.228 Personen eine Lehrstelle und auch das sind um 17,3% mehr als im Vorjahr.
Die Aufgabe des AMS ist junge Menschen bei der Arbeits- oder Lehrstellenmarktintegration eine passende und wirksame Begleitung zu bieten. Die Betreuung durch das AMS startet ab dem ersten Tag der Vormerkung. Ziel dabei ist es, dass möglichst alle Betroffenen spätestens drei Monate nach Vormerkungsbeginn einen passenden Lehr- oder Arbeitsplatz bzw. ein alternatives Angebot, wie beispielsweise den Einstieg in ein Jugendbildungszentrum oder in eine überbetriebliche Lehrausbildung, in Händen halten. 4.599 junge Menschen haben in den ersten drei Monaten dieses Jahres nach ihrer Vormerkung beim AMS in Niederösterreich einen Arbeitsplatz oder eine Lehrstelle gefunden. Durchschnittlich nutzen oder nutzten 4.408 Personen im heurigen Jahr ein Schulungsangebot des AMS, wie beispielsweise der Qualifizierung im Zuge der überbetrieblichen Lehre."
AMS NÖ-Landesgeschäftsführerin Sandra Kern


Die Zahl der arbeitslosen Personen hat sowohl bei Frauen (+9,5% bzw. +1.890) als auch bei Männern (+2,5% bzw. +637) zugenommen.

Ältere Personen ab 50 Jahre weisen ebenso eine Steigerung der Arbeitslosigkeit auf (+5,7% bzw. +950) wie Personen im Haupterwerbsalter (+5,6% bzw. +1.361). Der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen im Alter bis 24 Jahre fällt mit einem Plus von 4,7% (auf 4.828 Personen) niedriger als in den beiden anderen Altersgruppen aus.

Nach Branchen steigt im Gesundheits- und Sozialwesen (exkl. "sonstiges Sozialwesen" / ÖNACE R 8899) (+13,9% bzw. +186), in der Warenherstellung (+9,0% bzw. +431) und in der öffentlichen Verwaltung (+7,9% bzw. +172) die Arbeitslosigkeit überproportional stark. Hingegen steigt die Arbeitslosigkeit in den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (v.a. Arbeitskräfteüberlassung und Gebäudebetreuung) (+4,9% bzw. +350), in der Beherbergung/Gastronomie (+2,1% bzw. +83) und im Verkehr/Lagerei (+1,4% bzw. +31) weniger stark als im Durchschnitt von NÖ. Im Bauwesen (-1,3% bzw. -58) geht die Arbeitslosigkeit zurück.


"Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen zeigt sich am niederösterreichischen Arbeitsmarkt weiterhin ein Beschäftigungspotenzial. Viele offene Stellen konnten bereits erfolgreich mit geeigneten Arbeitskräften besetzt werden, gleichzeitig bleibt der Bedarf der Betriebe grundsätzlich hoch. Um diesen Umstand bestmöglich zu nutzen, setzt das Land Niederösterreich gezielt auf Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote. Damit unterstützen wir Beschäftigte dabei, neue berufliche Perspektiven zu erschließen, ihre Kompetenzen auszubauen und sich nachhaltig am Arbeitsmarkt zu positionieren. Klar ist: Eine fundierte Aus- und Weiterbildung bleibt der entscheidende Schlüssel für langfristige Beschäftigung und finanzielle Eigenständigkeit."
Arbeitsmarkt-Landesrätin Susanne Rosenkranz


Aktuell sind 11.820 freie Stellen beim AMS gemeldet. Das sind um 15,0% weniger als im März des Vorjahres. Am Lehrstellenmarkt zeigt sich mit insgesamt 969 offenen Lehrstellen ein Rückgang um 18,3% gegenüber dem Vorjahr.

Beinahe in allen Branchen geht die Anzahl der offenen Stellen zurück. Beispielsweise sind starke Rückgänge im Bereich Beherbergung und Gastronomie (-18,3% bzw. -185), Handel (-17,9% bzw. -432) sowie Bau (-14,7% bzw. -189) zu beobachten.

 

 

Rückfragehinweis für die Redaktionen: AMS NÖ, Mag. Martina Fischlmayr; 0664/83 50 517
 

Diese Seite wurde aktualisiert am: 01. April 2026