Wechsel an der Spitze des AMS Bruck an der Leitha: Herbert Leidenfrost geht in Pension, Christoph Gebert folgt nach
Mit 1. September kommt es zu einem Wechsel an der Spitze der AMS-Geschäftsstelle Bruck an der Leitha: Herbert Leidenfrost tritt nach 43 Jahren im Arbeitsmarktservice und 29 Jahren als Geschäftsstellenleiter in den Ruhestand. Seine Nachfolge übernimmt Christoph Gebert, bisher stellvertreten-der Abteilungsleiter im Service für Unternehmen (SfU) im AMS Niederösterreich und stellvertreten-der Koordinator im Key Account Management (KAM) des AMS Niederösterreich.
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„Mit Herbert Leidenfrost verabschieden wir eine Führungspersönlichkeit, die das AMS Bruck an der Leitha über fast drei Jahrzehnte geprägt hat. Er hat Kundinnen und Kunden, Unternehmen und sein Team stets mit hoher Fachkenntnis, Verlässlichkeit und großem menschlichem Gespür begleitet“, würdigt Sandra Kern, Landesgeschäftsführerin des AMS Niederösterreich, den scheidenden Leiter.
Herbert Leidenfrost begann seine Laufbahn 1983 beim damaligen Arbeitsamt in Bruck an der Leitha. Was mit einem eher zufälligen Kontakt nach der Matura begann, wurde zu einer 43-jährigen beruflichen Laufbahn im Dienst von Arbeitsuchenden und Unternehmen. Zunächst war Leidenfrost als Jugendberater tätig, 1994 wechselte er in das damals neu aufgebaute Betriebsservice. 1997 übernahm er die Leitung der Geschäfts-stelle Bruck an der Leitha. Unter seiner Führung wurde das AMS Bruck an der Leitha mehrfach ausgezeich-net, unter anderem fünfmal mit dem AMS-Award als beste Geschäftsstelle ihrer Größenklasse. Zu den prä-genden Projekten seiner Amtszeit zählt auch eine Anfang der 2000er-Jahre organisierte Krankenpflegeaus-bildung, aus der rund 150 ausgebildete Pflegekräfte hervorgingen.
Rückblickend hebt Leidenfrost besonders die Arbeit mit Menschen hervor: „Für mich persönlich war das Schönste, wenn sich Leute bei mir bedankt haben. Da sieht man, dass man etwas richtig gemacht hat und Menschen helfen konnte.“ Auch seinem Team spricht er große Anerkennung aus: „Die Arbeit erfordert einen wachen Geist und eine große persönliche Stabilität. Hut ab vor jenen, die sich dafür engagieren.“
„Herbert Leidenfrost hat das AMS Bruck an der Leitha mit ruhiger Hand, großer Erfahrung und echtem Ver-antwortungsgefühl geführt. Gerade in einem dynamischen Arbeitsmarkt braucht es Führung, die Orientierung gibt und zugleich nah bei den Menschen bleibt. Dafür danke ich ihm sehr herzlich“, so Kern.
Eine erfahrene Führungskraft an der Spitze des AMS Bruck/Leitha
Der 46-jährige Christoph Gebert aus Göttlesbrunn startete seine Laufbahn im AMS Bruck/Leitha vor 26 Jah-ren als Berater für Jugendliche. Er durchlief sämtliche Bereich in einer Geschäftsstelle: sowohl im Service für Arbeitsuchende als auch für Unternehmen. 2012 wechselte er in die Landesgeschäftsstelle des AMS NÖ, übernahm die Koordination des Key Account Management für Unternehmen und war seit 2025 stellver-tretender Abteilungsleiter im Service für Unternehmen. Der neue Brucker AMS-Chef kennt die Herausforde-rungen des Arbeitsmarktes im Bezirk: starkes Bevölkerungswachstum, ein hoher Anteil an Pendler_innen, eingeschränkte Mobilität, Sprachbarrieren, aber auch eine starke Nachfrage nach Teilzeitbeschäftigung aufgrund von Betreuungspflichten. „Ich bin Ansprechpartner für beide Seite: Arbeitskräfte und Jobsuchen-den wie Betriebe“, betont der neue Leiter. „Die Geschäftsstelle hat hervorragende Mitarbeiterinnen und Mit-arbeiter, die ich gut kenne – gemeinsam mit ihnen und unseren Partnern möchte ich die Zukunft des Ar-beitsmarktes im Bezirk gestalten.“
Sandra Kern zeigt sich überzeugt, dass der Wechsel an der Spitze der Geschäftsstelle gut gelingen wird: „Mit Christoph Gebert übernimmt ein engagierter AMS-Experte, der mit dem Bezirk gut vertraut ist, die Be-dürfnisse der Unternehmen kennt und zugleich weiß, wie wichtig gute Beratung und Vermittlung für arbeit-suchende Menschen sind. Ich bin überzeugt, dass er gemeinsam mit dem Team des AMS Bruck an der Leitha die kommenden Aufgaben mit Kompetenz, Klarheit und Offenheit angehen wird.“
Arbeitsmarkt im Bezirk Bruck an der Leitha bleibt herausfordernd
Der Wechsel an der Spitze erfolgt in einer Phase, in der der regionale Arbeitsmarkt weiterhin unter Druck steht. Ende Juli 2026 waren im Arbeitsmarktbezirk Bruck an der Leitha 1.421 Personen arbeitslos vorge-merkt. Das sind um 159 Personen beziehungsweise 12,6 Prozent mehr als im Juli des Vorjahres.
Gleichzeitig zeigte sich der Stellenmarkt verhaltener: Im Juli 2026 waren 226 sofort verfügbare offene Stel-len gemeldet und damit um 13,9 Prozent unter dem Vorjahreswert.
„Die Zahlen zeigen klar: Der Arbeitsmarkt in Bruck an der Leitha verlangt weiterhin vollen Einsatz. Umso wichtiger ist es, dass die Geschäftsstelle mit Christoph Gebert von einer Führungskraft übernommen wird, die den Kontakt zu Unternehmen, die Anforderungen des regionalen Arbeitsmarkts und die Vermittlungsar-beit aus der Praxis kennt“, betont Kern.
Rückfragehinweis für die Redaktion:
AMS NÖ, Mag. Siegfried Hirsch; Tel.: 050 904 300 132; 0664/966 02 03
Diese Seite wurde aktualisiert am: 03. September 2026