Ende Dezember liegt die Arbeitslosenquote im Pongau bei 4,5 Prozent

Die Arbeitslosenquote liegt Ende Dezember im Pongau bei 4,5 Prozent (vorläufig geschätzt, die genauen Zahlen liegen Mitte des Monats vor). Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg um 0,1 Prozentpunkte. Die Arbeitslosenquote im Bundesland liegt bei 4,7 Prozent, der Österreichschnitt liegt bei 8,4 Prozent.


  • Veröffentlicht 05.01.2026
  • Bundesland Salzburg

Im Bezirk sind 40.600 Frauen und Männer* unselbstständig beschäftigt (vorläufig geschätzt), das entspricht einem geringfügigen Plus von 0,4 Prozent im Vorjahresvergleich. „Die Beschäftigung im Baugewerbe bleibt stabil, im saisonalen Tourismus (Hotel- und Gastgewerbe, Seilbahnwirtschaft und Handel) zeigt sich ein leichtes Wachstum. In der Warenherstellung setzt sich der Beschäftigtenrückgang auch im Dezember fort – das spiegelt sich in den Arbeitslosenzahlen wider“, so Thomas Burgstaller, Leiter des AMS Bischofshofen.

Ende Dezember sind im Bezirk 1.908 Personen arbeitslos beim AMS Bischofshofen vorgemerkt, 1,4 Prozent mehr als vor einem Jahr (+27 Personen). Bei den Frauen (+7,3 Prozent auf 590) steigt die Arbeitslosigkeit, bei den Männern* reduziert sich die Arbeitslosigkeit um 1,0 Prozent (-13 auf 1.318). Hinzuzurechnen sind 290 Personen (-14 Menschen bzw. -4,6 Prozent) die sich in Aus- und Weiterbildung befinden.

Arbeitslosigkeit nach Personenmerkmalen

Personen ab 50 Jahren weisen die höchste Steigerung der Arbeitslosigkeit auf (+5,5 Prozent bzw. +28 auf 540 Personen), gefolgt von Personen im Alter von 25 bis 49 Jahren (+3,0 Prozent bzw. +33 auf 1.134 Personen). Bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 25 Jahren ist ein Rückgang zu beobachten (-12,7 Prozent bzw. -34 auf 234 Personen).

Von den 1.908 vorgemerkten arbeitslosen Personen haben 414 gesundheitliche Vermittlungseinschränkungen, das ist eine Zunahme von 13,4 Prozent (+49 Personen), darunter 109 Personen mit anerkannter Behinderung (+39,7 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr.

Der Trend beim Anstieg der Langzeitbeschäftigungslosigkeit setzt sich fort. Ende Dezember gibt es 212 Personen, die länger als ein Jahr ohne Beschäftigung sind. Das entspricht gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres einer Steigerung von 30,9 Prozent bzw. +50 Personen. 

Arbeitslosigkeit nach Wirtschaftszeigen

Der Bau verzeichnet Ende Dezember im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit (-0,3 Prozent bzw. -2 Personen) auf 634 arbeitslose Bauarbeitskräfte. Die Tourismussaison hat Fahrt aufgenommen, in der „Beherbergung und Gastronomie“ sinken die Arbeitslosenzahlen um 3,4 Prozent, in dessen Sog auch im Handel um 1,9 Prozent, davon im Einzelhandel um 10,6 Prozent.

Zuwächse an arbeitslosen Menschen gibt es in der „Herstellung von Waren“ mit +4,8 Prozent und in der Arbeitskräfteüberlassung mit 8,6 Prozent sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (+40,9 Prozent), wenngleich auf verhältnismäßig niedrigem Niveau, dies wirkt sich insbesondere auf die Frauenarbeitslosigkeit aus.

Stellenmarkt

„Der Stellenmarkt zeigt sich weiterhin zurückhaltend. Der Tiefstand von November mit 851 offenen Stellen konnte zwar überwunden werden, dennoch liegen die Aufträge im Dezember unter dem Vorjahresniveau“, so Thomas Burgstaller vom AMS Bischofshofen.1.042 sofort verfügbare, offene Stellen sind Ende Dezember beim AMS Bischofshofen ausgeschrieben, um 9,8 Prozent (-113) weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Teilweise deutliche Rückgänge in der Nachfrage sind in der „Herstellung von Waren“ mit minus 19,4 Prozent bzw. -21 auf 87 sowie in der „Beherbergung und Gastronomie“ mit minus 22,5 Prozent bzw. -97 auf 334 aktuelle Stellenausschreibungen zu verzeichnen. „Auch der Handel reduziert um 21,0 Prozent bzw. -37 auf 139 Jobs das Angebot“, so Thomas Burgstaller. 

Positives vom Lehrstellenmarkt: 140 sofort verfügbare, offene Lehrstellen, ein Plus von 8,5 Prozent stehen 32 lehrstellensuchenden Menschen (- 11,1 Prozent) gegenüber. 

„In den vergangenen Monaten verdichtet sich die Zunahme der Arbeitslosigkeit auch bei Personen mit höherer Ausbildung und ein generell rückläufiges Stellenangebot. Die Dynamik am Arbeitsmarkt wird auch 2026 hoch bleiben“, so Thomas Burgstaller. „Die Stellenakquisition und -besetzung, der Abbau von Alters- und Langzeitbeschäftigungslosigkeit werden auch 2026 die größten Herausforderungen am Arbeitsmarkt sein“, erläutert der Leiter des Arbeitsmarktservice Bischofshofen.

Diese Seite wurde aktualisiert am: 05. Januar 2026