Zum Jahresende sind 5.476 Personen in der Stadt Salzburg ohne Beschäftigung

Ende Dezember sind 5.476 Personen aus der Stadt Salzburg beim AMS arbeitslos gemeldet. Der Anstieg im Vergleich zum Dezember des Vorjahres liegt bei 4,9 Prozent. Die Arbeitslosenquote beträgt 7,5 Prozent (vorläufig geschätzt, die genauen Zahlen liegen Mitte des Monats vor), jene im Bundesland Salzburg 4,7 Prozent und der Österreichschnitt liegt bei 8,4 Prozent.


  • Veröffentlicht 05.01.2026
  • Bundesland Salzburg

Die Zahlen im Detail zeigen deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern und Altersgruppen. Ende Dezember sind 2.268 Frauen aus der Stadt Salzburg arbeitslos, was einem Anstieg von 9,6 Prozent bzw. 198 Frauen entspricht. Bei den Männern* liegt der Anstieg bei nur 1,9 Prozent bzw. 60 Personen auf 3.208. Einen noch geringeren Anstieg, nämlich 1,3 Prozent, gibt es Ende Dezember bei Jugendlichen unter 25 (+8 Jugendliche auf 643 Personen), während der Anstieg bei den über 50-Jährigen mit 8,9 Prozent bzw. 130 Personen auf 1.590 am stärksten unter den Altersgruppen ausfällt. Einen moderaten Zuwachs von 3,8 Prozent bzw. 120 auf 3.243 Personen gibt es in der Altersgruppe der 25- bis unter 50-Jährigen.  

„Durch einen deutlichen Rückgang arbeitslos vorgemerkter Männer im Bau sowie der Arbeitskräfteüberlassung verzeichnen wir Ende Dezember einen nur geringen Anstieg bei dieser Personengruppe“, so Franz Huber, Leiter des AMS Salzburg-Stadt. Am stärksten rückläufig in absoluten Zahlen sind Ende Dezember der Bau (-13,5 Prozent bzw. -66 Personen auf 422), die Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (-27,7 Prozent bzw. -18 Personen auf 47) sowie die Arbeitskräfteüberlassung (-9,5 Prozent bzw. -51 Personen auf 488). „Den höchsten Anstieg gibt es weiterhin im Handel, hier sind Ende Dezember um 113 Personen bzw. 13,2 Prozent mehr arbeitslos als im Vorjahr“, informiert Huber.

Stark gestiegen ist auch die Langzeitbeschäftigungslosigkeit: 1.333 Personen sind Ende Dezember schon ein Jahr oder länger ohne Arbeit, das sind um 21,4 Prozent bzw. 235 Personen mehr als im Dezember des Vorjahres. Rund 40 Prozent davon waren zuletzt im Handel (250 Personen), in der Arbeitskräfteüberlassung (153 Personen) oder in der Gebäudebetreuung (139 Personen) beschäftigt. „Das sind genau jene Branchen, in denen wir in den letzten Monaten deutliche Rückgänge bei den gemeldeten offenen Stellen verzeichnen und wo auch die Zahl der unselbständig Beschäftigten aus der Stadt Salzburg sinkt“, erklärt Arbeitsmarktexperte Huber. (Anmerkung: Bestand Beschäftigter nach dem Wohnortprinzip im Durchschnitt der Monate Jänner bis November 2025). Erfreulich: Auch im Dezember sind weniger Menschen arbeitslos geworden als im Vergleichsmonat des Vorjahres (-89 Personen bzw. -6,1 Prozent auf 1.378 Personen).

Stellen- und Lehrstellenmarkt

Beim AMS Salzburg-Stadt sind Ende Dezember 1.544 sofort verfügbare offene Stellen gemeldet, das entspricht einem Rückgang von 31,8 Prozent bzw. 720 Stellen. Weiterhin besonders stark ist der Rückgang in der Arbeitskräfteüberlassung (-48,5 Prozent auf 248 Stellen). Während die Zahl der Lehrstellensuchenden Ende Dezember um 12,8 Prozent auf 203 Personen steigt, sinkt die Zahl der sofort verfügbaren offenen Lehrstellen um 37,0 Prozent auf 80 Stellen. 

„Ich blicke vorsichtig optimistisch auf die Entwicklung des Arbeitsmarkts in der Stadt Salzburg im Jahr 2026. Die Situation bleibt für langzeitbeschäftigungslose Personen, gering Qualifizierte und Ältere aber herausfordernd, weshalb es gerade für diese Gruppen aktive Arbeitsmarktpolitik und starke Kooperation mit unseren Salzburger Unternehmen braucht“, so der Leiter des AMS Salzburg-Stadt.

Diese Seite wurde aktualisiert am: 05. Januar 2026