Höchststand arbeitsloser Personen in der Stadt Salzburg Ende Jänner – 5.844 Personen ohne Beschäftigung

Im Jahresverlauf verzeichnet der Arbeitsmarkt im Jänner stets den Höchststand an arbeitslosen Personen. In der Stadt Salzburg liegt die Zahl Ende Jänner bei 5.844 Personen. Der Anstieg im Vergleich zum Jänner des Vorjahres beträgt 4,9 Prozent bzw. 274 Personen. Rechnet man die Schulungsteilnehmenden hinzu (-13,3 Prozent bzw. -141 Personen auf 920), sind im Jänner insgesamt 6.764 Personen ohne Job (+2,0 Prozent). Die Arbeitslosenquote beträgt 8,0 Prozent (vorläufig geschätzt, die genauen Zahlen liegen Mitte des Monats vor) und liegt damit um 0,3 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Im Bundesland Salzburg beträgt die Arbeitslosenquote 5,2 Prozent, der Österreichschnitt liegt bei 8,8 Prozent.


  • Veröffentlicht 09.02.2026
  • Bundesland Salzburg

Auch im Jänner zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Während die Zahl der 3.474 arbeitslosen Männer* gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres nur um 46 Personen bzw. 1,3 Prozent gestiegen ist, beträgt der Anstieg bei Frauen 228 Personen bzw. 10,6 Prozent. Insgesamt sind Ende Jänner 2.370 Frauen in der Stadt Salzburg arbeitslos. Unter den Altersgruppen verzeichnen die 25- bis unter 50-Jährigen mit 4,0 Prozent den geringsten Anstieg (+133 auf 3.473 Personen), während bei den über 50-Jährigen mit 6,6 Prozent der höchste Anstieg zu beobachten war (+105 auf 1.692 Personen).

„Die Zahl arbeitsloser Männer ist im Jänner quer über alle Branchen nur leicht höher als im Vorjahr und geht im Bau sowie in den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen wie der Arbeitskräfteüberlassung sogar um insgesamt 65 Personen zurück“, berichtet Franz Huber, Leiter des AMS Salzburg-Stadt. Den höchsten Anstieg in absoluten Zahlen gibt es bei Frauen im Handel. Mit 511 arbeitslosen Frauen liegt der Wert um 58 Personen bzw. 12,8 Prozent über dem Vorjahr. „Knapp 60 Prozent der arbeitslosen Personen im Jänner kommen aus den Bereichen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (1.090 Personen), Handel (1.015), Beherbergung und Gastronomie (774) sowie dem Bau (582)“, so Huber.

Die Zahl jener Personen, die bereits ein Jahr oder länger ohne Beschäftigung sind, liegt im Jänner bei 1.333. „Das sind um 200 Personen bzw. 17,7 Prozent mehr als im Jänner des Vorjahres. Damit bremst sich der Anstieg zwar auf hohem Niveau, aber nach Raten von 25 Prozent und mehr doch deutlich ein“, informiert Arbeitsmarktexperte Franz Huber.

Stellen- und Lehrstellenmarkt

Die Zahl der sofort verfügbaren offenen Stellen sinkt weiter: Ende Jänner sind beim AMS Salzburg-Stadt 1.463 offene Stellen gemeldet. Das entspricht einem Rückgang von 30,6 Prozent bzw. 644 Stellen. Wie schon in den Vormonaten ist auch im Jänner der Rückgang in den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen wie der Arbeitskräfteüberlassung am stärksten (-237 Stellen bzw. -38,5 Prozent auf 379 Stellen).

Die Zahl der Lehrstellensuchenden liegt Ende Jänner mit 183 Personen leicht über dem Vorjahreswert (+4,6 Prozent bzw. +8 Personen). Dem stehen 106 sofort verfügbare offene Lehrstellen gegenüber (-32,1 Prozent bzw. -50 Stellen). „Die Stabilisierung des Stellenmarkts wird im neuen Jahr eine große Herausforderung sein und stark davon abhängen, wie positiv die Unternehmen die wirtschaftliche Entwicklung einschätzen. In den nächsten Wochen setzen wir jedenfalls einen Schwerpunkt auf die Akquise von Lehrstellen, vor allem für den Herbst, und beraten die Unternehmen entsprechend“, berichtet Franz Huber.

Die arbeitsmarktpolitischen Schwerpunkte für 2026 werden im Februar im Regionalbeirat des AMS Salzburg-Stadt beschlossen. Ihm gehören Vertreter_innen der Arbeitgeberinnen und Arbeitnehmer unter dem Vorsitz des Leiters des AMS an. In einem Pressegespräch am Dienstag, den 17. Februar, um 13:30 Uhr (AMS Salzburg-Stadt, Itzling, Ebene 3, Raum Gaisberg) stellt der AMS-Stadt-Chef das Arbeitsprogramm vor. Bitte um Anmeldung per E-Mail an wireq.ylsvi@ams.at.

Diese Seite wurde aktualisiert am: 09. Februar 2026