Arbeitsmarkt im Flachgau: Jugend in Bewegung – Tag der Lehre, 3. März 2026 Herausforderung im Haupterwerbsalter bleibt

Die aktuelle Arbeitsmarktstatistik zeigt für den Bezirk Salzburg-Umgebung (Flachgau) einen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Ende Februar 2026 waren 2.960 Personen arbeitslos gemeldet – das entspricht einem Zuwachs von 6,4 Prozent bzw. 177 Personen gegenüber dem Vorjahr. Die Arbeitslosenquote im Bundesland Salzburg liegt bei geschätzt 4,8 Prozent, im Flachgau bei geschätzt 4,2 Prozent.


  • Veröffentlicht 02.03.2026
  • Bundesland Salzburg

Anstieg im Haupterwerbsalter: Unternehmen agieren zurückhaltender

Derzeit sind 2.960 Personen beim Arbeitsmarktservice (AMS) als arbeitslos vorgemerkt, darunter 1.174 Frauen (+8,4 %) und 1.786 Männer (+5,1 %).

„Die konjunkturelle Abschwächung wirkt sich regional zunehmend spürbar aus und prägt das Rekrutierungsverhalten vieler Betriebe“, betont AMS-Geschäftsstellenleiterin Manuela Seidl.

Auffallend ist, dass die aktuelle Entwicklung verstärkt auch gut qualifizierte Arbeitskräfte erfasst. Insbesondere Akademikerinnen und Akademiker sowie Personen in leitenden Funktionen sind von den angespannten Rahmenbedingungen betroffen. Trotz hoher Ausbildung und Berufserfahrung gestaltet sich die Rückkehr in den Arbeitsmarkt für viele derzeit deutlich herausfordernder.

Jetzt zählt Bewegung: Jugend nutzt Chancen am Arbeitsmarkt

Starke Signale kommen vom Arbeitsmarkt für junge Erwachsene: Die Arbeitslosigkeit der unter-24-jährigen ist zuletzt um 7,7 Prozent gesunken. Besonders deutlich zeigt sich der Rückgang bei jungen Frauen mit 131 vorgemerkten Personen (-17,1 %), bei jungen Männern liegt die Zahl bei 227 (-1,3 %).

Noch erfreulicher präsentiert sich der Lehrstellenmarkt: 174 offene Lehrstellen stehen aktuell 115 Lehrstellensuchenden gegenüber – beste Chancen für alle, die jetzt durchstarten wollen.

„Gerade für junge Menschen zahlt sich Mobilität aus. Wer seinen Suchradius erweitert, entdeckt neue Perspektiven und erhöht seine Chancen auf einen erfolgreichen Berufseinstieg deutlich“, betont Manuela Seidl.

Das Arbeitsmarktservice Salzburg-Umgebung unterstützt Jugendliche mit individueller Beratung, praxisnaher Berufsorientierung und gezielter Vermittlung. Wer flexibel ist, Initiative zeigt und auch Angebote außerhalb der eigenen Gemeinde nutzt, schafft sich jetzt beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche berufliche Zukunft.

„Generation 50+: Stark bleiben, Chancen nutzen – Strategien gegen Langzeitarbeitslosigkeit“

Im Februar waren im Flachgau 937 Personen über 50 Jahre ohne Job. Besonders gefordert sind jene, die zusätzlich mit gesundheitlichen Einschränkungen leben. „Sollte sich die wirtschaftliche Entwicklung weiter verschärfen, droht gerade in dieser Altersgruppe ein spürbarer Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit“, warnt AMS-Leiterin Seidl.

Das Arbeitsmarktservice Salzburg-Umgebung setzt deshalb konsequent auf aktive Unterstützung: persönliche Begleitung, passgenaue Qualifizierung und gezielte Förderprogramme für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Ziel ist es, Erfahrung und Potenzial im Arbeitsmarkt zu halten, Perspektiven zu schaffen und den Wiedereinstieg nachhaltig zu sichern.

55plus gewinnt: Mit Erfahrung zurück in Beschäftigung

Mit der Initiative „Aktion 55plus“ setzt das Arbeitsmarktservice ein starkes Zeichen für die Bedeutung von Erfahrung und Kompetenz älterer Arbeitskräfte. Das Programm richtet sich gezielt an Menschen ab 55 Jahren und unterstützt sie aktiv beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt.

Im Mittelpunkt stehen individuelle Beratung, passgenaue Qualifizierungsangebote sowie finanzielle Förderungen für Unternehmen, die älteren Arbeitssuchenden eine Chance geben. So werden konkrete Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen und Betriebe gleichzeitig bei der Sicherung dringend benötigter Fachkräfte unterstützt.

„Ziel der Initiative ist es, bestehende Vorurteile abzubauen, das wertvolle Know-how erfahrener Arbeitskräfte bestmöglich zu nutzen und einen nachhaltigen Beitrag zur Fachkräftesicherung zu leisten. Denn eines ist klar: Erfahrung zählt – für Unternehmen ebenso wie für den gesamten Wirtschaftsstandort“, weiß Manuela Seidl.

Rückgang bei offenen Stellen erhöht Handlungsbedarf

Der regionale Arbeitsmarkt steht zusätzlich unter Druck: Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen ist deutlich gesunken. Mit einem Minus von 528 Positionen (-26,6 Prozent) stehen derzeit nur noch 1.456 Jobs zur Verfügung. Das verringert die Chancen für Arbeitssuchende spürbar und erhöht den Handlungsbedarf.

„Der deutliche Rückgang an Stellenangeboten verschärft die Situation weiter. Umso wichtiger ist es, dass Betriebe weiterhin auf Ausbildung und Beschäftigung setzen und Arbeitsuchende die vielfältigen Unterstützungsangebote aktiv nutzen“, betont Seidl.

Das Arbeitsmarktservice Salzburg-Umgebung setzt gerade jetzt auf gemeinsames Handeln. Investitionen in Qualifizierung, Lehrlingsausbildung und nachhaltige Beschäftigung sind entscheidende Hebel, um Fachkräfte zu sichern und den Wirtschaftsstandort langfristig zu stärken. In herausfordernden Zeiten braucht es Engagement auf allen Seiten – von Unternehmen, Arbeitsuchenden und Institutionen gleichermaßen.

Einladung zum Tag der Lehre am 3. März 2026 

Der Tag der Lehre in Eugendorf bietet Jugendlichen, Eltern und Interessierten die Möglichkeit, Lehrberufe hautnah zu erleben und regionale Ausbildungsbetriebe kennenzulernen.

„Gemeinsam mit Betrieben aus der Region zeigt das AMS Salzburg-Umgebung, welche Chancen eine Lehrausbildung bietet und wie junge Menschen erfolgreich in ihre berufliche Zukunft starten können“, erklärt Manuela Seidl.

Fazit: 

Qualifizierung und Zusammenarbeit: Die Schlüssel zu neuen Optionen in herausfordernden Zeiten

Diese Seite wurde aktualisiert am: 03. März 2026