Die Arbeitslosenquote im Bundesland Salzburg liegt Ende März bei 4,5 Prozent

Mit einer Arbeitslosenquote von 4,5 Prozent (vorläufig geschätzt, genaue Daten liegen wie immer zur Monatsmitte vor) hat das Bundesland Salzburg nach Tirol (4,3 Prozent) den zweitniedrigsten Wert in Österreich. Auf Platz 3 folgt Oberösterreich mit 5,5 Prozent. Bundesweit liegt die Arbeitslosenquote bei 7,5 Prozent.


  • Veröffentlicht 01.04.2026
  • Bundesland Salzburg

Im Bundesland sind 274.000 Personen (vorläufig geschätzt) unselbstständig beschäftigt, um 0,9 Prozent bzw. 3.000 Menschen mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres.

Ende März sind im Bundesland Salzburg 12.860 Personen arbeitslos beim AMS vorgemerkt (+93 Personen). „Insgesamt hat sich der Anstieg der Arbeitslosigkeit verlangsamt und steigt aktuell im Bundesland um 0,7 Prozent“, erklärt AMS-Landesgeschäftsführerin Julia Kröll. Während bei den Frauen die Arbeitslosigkeit steigt (+2,0 Prozent auf 5.695), fällt sie bei den Männern* (-0,3 Prozent auf 7.165). 

2.459 Personen sind langzeitbeschäftigungslos, also länger als 365 Tage ohne Beschäftigung. Das sind um 18,9 Prozent bzw. 391 betroffene Personen mehr als im Vorjahr. „Weiterhin auffällig ist, dass die Mehrheit dieser Personengruppe gesundheitliche Vermittlungseinschränkungen aufweist. Das erschwert den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zusätzlich“, erläutert Julia Kröll.

In den Arbeitsmarktbezirken Salzburg-Stadt (+3,7 Prozent auf 5.297), Salzburg-Umgebung (+3,4 Prozent auf 2.501) sowie im Lungau (+2,1 Prozent auf 287) steigt die Arbeitslosigkeit. „Im Pongau, Pinzgau und Tennengau ist Ende März ein Rückgang der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen“, freut sich Arbeitsmarktexpertin Julia Kröll.In absoluten Zahlen gibt es den größten Zuwachs an arbeitslosen Personen im Handel (5,3 Prozent bzw. +109 auf 2.180 Personen), gefolgt vom „Gesundheits- und Sozialwesen“ (9,3 Prozent bzw. +66 auf 774 Personen). In der „Beherbergung und Gastronomie“ ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr um 7,6 Prozent bzw. 208 auf 2.514 arbeitslose Personen gesunken. Leichte Entspannung macht sich derzeit im Bau und in der „Herstellung von Waren“ bemerkbar.  

Mit Ausnahme des Tennengaus ist in allen Arbeitsmarktbezirken ein Rückgang an sofort verfügbaren, offenen Stellen zu verzeichnen. Im Bundesland Salzburg sind 5.504 offene Stellen gemeldet, das sind um 17,4 Prozent bzw. 1.158 weniger als vor einem Jahr. Salzburg-Stadt, Salzburg-Umgebung und Zell am See sind besonders stark von der Abnahme betroffen. Die meisten Stellen fallen im Handel (-22,3 Prozent bzw. -285 auf 995) sowie in der „Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ (-16,0 Prozent bzw. -261 auf 1.375) weg.

Ende März stehen im Bundesland Salzburg 402 Lehrstellensuchende (+7,2 Prozent bzw. 27 Personen) den 668 sofort verfügbaren, offenen Lehrstellen (-21,8 Prozent bzw. -186 offene Lehrstellen) gegenüber. „Betrachtet man die Arbeitslosigkeit nach Ausbildung, so verzeichnet das AMS Salzburg bei Personen mit Lehrabschluss den stärksten Rückgang in der Höhe von 3,8 Prozent. Eine berufspraktische Ausbildung bietet beste Chancen am Arbeitsmarkt“, weiß Julia Kröll. Um Berufsorientierung bestmöglich leisten zu können, ist es von zentraler Bedeutung möglichst das gesamte Angebot an vorhandenen Lehrstellen im Bundesland darzustellen. Darum appelliert die Arbeitsmarktexpertin an die Wirtschaft, die offenen (Lehr-)Stellen dem AMS Salzburg zu melden.

AMS Business Tour: „Überall unterwegs“

Von 13. April bis 15. Mai ist das AMS Salzburg mit der diesjährigen Business Tour in hunderten Betrieben unterwegs. Ziel ist es, den persönlichen Kontakt mit Unternehmen zu intensivieren und nachhaltige Lösungen für die Personalarbeit anzubieten. Dabei wird der Bogen von der betrieblichen Lehrausbildung als ein Schlüssel zu qualifizierten Fachkräften bis hin zur Beschäftigung älterer Arbeitnehmer_innen gespannt. Dazu bringen die AMS-Berater_innen kompakte Informationen, innovative Lösungsansätze und attraktive Förderangebote wie die Aktion 55+ zu den Betrieben mit.

„Die Anforderungen an Personalpolitik verändern sich rasant: Demografischer Wandel, Fach- und Arbeitskräftemangel, ökologischer Strukturwandel und betriebliche Krisensituationen stellen Unternehmen vor Herausforderungen. Umso wichtiger ist eine vorausschauende, nachhaltige Personalarbeit“, so Julia Kröll. Genau hier setzen die Dienstleistungen und Förderungen des AMS an. Sie unterstützen Betriebe dabei, Mitarbeiter_innen zu gewinnen, zu qualifizieren und langfristig zu halten. 

Diese Seite wurde aktualisiert am: 01. April 2026