Ende März sind 5.297 Personen beim AMS Salzburg-Stadt arbeitslos gemeldet
Die vorläufig geschätzte Arbeitslosenquote (genaue Zahlen liegen Mitte des Monats vor) beträgt 7,3 Prozent und liegt damit um 0,2 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Im Bundesland beträgt die Quote 4,5 Prozent, österreichweit 7,5 Prozent. Der Anstieg arbeitslos gemeldeter Personen Ende März beträgt 3,7 Prozent, das sind um 188 Personen mehr als im März des Vorjahres. Während die Zahl arbeitsloser Männer* nahezu am Niveau des Vorjahres liegt (+1,1 Prozent auf 3.035 Personen), steigt die Zahl arbeitsloser Frauen mit +7,3 Prozent weiter deutlich an (um 154 Personen auf 2.262).
„Insgesamt gesehen verzeichnen wir auch im März einen geringeren Anstieg bei der Arbeitslosigkeit, sehr unterschiedlich aber die Entwicklungen bei näherer Betrachtung. So sind Ende März beispielsweise um 3,6 Prozent weniger Männer ab 50 arbeitslos gemeldet (-34 auf 912 Personen), aber um 9,9 Prozent mehr Frauen dieser Altersgruppe (+51 auf 566 Personen). Oder nach Bildungsniveau betrachtet um -0,8 Prozent mit Lehrausbildung (-10 auf 1.282 Personen), aber um 20,7 Prozent mehr mit akademischer Ausbildung (+130 auf 758 Personen)“, berichtet Franz Huber, Leiter des AMS Salzburg-Stadt. Auch in den Branchen sind die Entwicklungen unterschiedlich. In den „Sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ (mit vor allem Arbeitskräfteüberlassung und Gebäudebetreuung) sinkt die Zahl arbeitsloser Personen um 2,7 Prozent auf 1.084 Personen, während sie im Handel um 5,0 Prozent auf 995 Personen steigt. Einen Rückgang verzeichnet auch die Beherbergung und Gastronomie mit -1,5 Prozent auf 725 Personen. „Aus diesen drei Bereichen stammt mehr als die Hälfte aller arbeitslos vorgemerkten Personen. Und auch im Bau ist die Zahl Ende März um 5,7 Prozent auf 248 Personen gesunken“, informiert Huber.
Ein Viertel der Ende März gemeldeten Personen ist bereits ein Jahr oder länger arbeitslos, das sind 1.311 Personen. Besonders betroffen sind gesundheitlich Beeinträchtigte sowie Ältere ab 50. „Auch die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen steigt nicht mehr so stark wie in den Vormonaten, liegt mit +12,1 Prozent aber immer noch auf hohem Niveau. Zur Einordnung aber auch interessant: Der Anstieg in Großstädten wie Linz, Graz oder Innsbruck liegt jenseits von 20 Prozent, österreichweit bei +13,4 Prozent. Der Anteil dieser Personengruppe an allen vorgemerkten arbeitslosen in der jeweiligen Region liegt in allen Großstädten inklusive Wien bei über 30 Prozent, nur in Innsbruck ist der Anteil mit 20,4 Prozent geringer als in der Stadt Salzburg“, so Arbeitsmarktexperte Franz Huber.
Stellen- und Lehrstellenmarkt
Weiterhin stark rückläufig ist die Zahl der sofort verfügbaren offenen Stellen. Ende März liegt sie bei 1.684 und damit um 22,3 Prozent unter dem Vorjahr. Wiederum ist die Zahl im Handel am stärksten rückläufig (-119 Stellen auf 325). „Auch hier ist ein näherer Blick wichtig, denn im März wurden uns um 2,4 Prozent mehr Stellen gemeldet als im Vorjahr (+27 auf 1.172) und die Besetzungszeit hat sich um 17 Tage auf 37 Tage reduziert. Wenn Stellen rasch besetzt werden können, sinkt auch die Zahl der laufend offenen Stellen – und mehr als zwei Drittel der im März besetzten Stellen wurden nach längstens einem Monat besetzt“, erklärt AMS-Stadt-Chef Huber. Die Zahl der sofort verfügbaren offenen Lehrstellen liegt Ende März bei 147 (-22 Stellen bzw. -13,0 Prozent) und es sind 187 Lehrstellensuchende gemeldet (+8 bzw. +4,5 Prozent).
„Überall unterwegs“ während der AMS Business Tour ab 13. April
Die AMS-Berater_innen aus dem Service für Unternehmen sind im 4-wöchigen Tourzeitraum bei über 200 Betrieben der Stadt Salzburg unterwegs. „Der Arbeitsmarkt ändert sich rasant und stellt vor allem auch Unternehmen vor Herausforderungen. In den Gesprächen geht es um nachhaltige Lösungen in der Personalarbeit und wie wir die Betriebe dabei unterstützen können“, informiert Franz Huber über die diesjährige Business Tour.
Diese Seite wurde aktualisiert am: 02. April 2026