Trotz Rückgang der Arbeitslosigkeit im März noch keine Entspannung in Sicht
Mit einer Arbeitslosenquote von 4,2 Prozent zeigte die Arbeitslosenstatistik im Pongau einen Rückgang von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum an. Die Zahl der unselbständig Beschäftigten betrug im März 38.573 Männer* und Frauen, ein Plus von 339 Personen bzw. 0,9 Prozent, dem gegenüber stehen 1.696 arbeitslos vorgemerkte Personen, ein Rückgang von 82 Menschen bzw. minus 4,6 Prozent.
Personenbezogene Arbeitslosigkeit
Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit profitieren beide Geschlechter, Männer mit minus 4,9 Prozent auf 930 sowie Frauen mit minus 4,3 Prozent auf 766. Nach Alterskohorten betrachtet zeigt sich ein erfreulicher Rückgang um 13,3 Prozent der Menschen im Alter 50 plus auf 503 Betroffene, die Jugendarbeitslosigkeit (unter 25 Jahre) sinkt um 2,7 Prozent auf 213 Jugendliche bzw. junge Erwachsene.
199 Personen sind langzeitbeschäftigungslos, also länger als 365 Tage ohne Beschäftigung. Das sind 21,3 Prozent bzw. 35 betroffene Personen mehr als im Vorjahr. „Weiterhin auffällig ist, dass mehr als zwei Drittel dieser Personengruppe gesundheitliche Vermittlungseinschränkungen aufweist. Das erschwert den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zusätzlich“, erläutert Thomas Burgstaller, Leiter des AMS Bischofshofen.
Rückläufig ist die Zahl der Schulungsteilnahmen, diese lag zum Stichtag Ende März bei 373 Personen (-8,6 Prozent). „Auch im März zeigt sich eine hohe Dynamik am Arbeitsmarkt: Arbeitslos wurden 834 Personen, ein Minus von 140 Personen (-14,4 Prozent), die Arbeitslosigkeit in Beschäftigung verließen 781 Personen, um 24 weniger als noch im März 2025“, erklärt Thomas Burgstaller.
Arbeitslosigkeit nach Wirtschaftsklassen
In der „Beherbergung und Gastronomie“ sinkt die Arbeitslosigkeit – durch bessere Beschäftigungs- und Witterungslage im Vergleich zum März des Vorjahres – um minus 15,8 Prozent auf 567 arbeitslose Menschen. Rückgänge der Arbeitslosigkeit gibt es auch in der Warenherstellung um 18,2 Prozent auf 139 Personen sowie in der Arbeitskräfteüberlassung (um 35,9 Prozent) auf 41 arbeitslos vorgemerkte Personen. Stagnierend die Arbeitslosigkeit im Handel, derzeit sind wie im Vorjahresvergleich 178 Personen vorgemerkt. „Leicht getrübt wird das Ergebnis vom verzögerten Start in die Bausaison, die Arbeitsmarktdaten dazu zeigen ein Plus von 40 Personen auf 240 vorgemerkte Bauarbeitskräfte“, so Thomas Burgstaller.
Trotz zuletzt positiver Arbeitslosenzahlen bleibt der Ausblick auf die weitere Entwicklung am Arbeitsmarkt für den Leiter des Pongauer AMS verhalten. Hintergrund ist die rückläufige Nachfrage nach Arbeitskräften – den Stellenmeldungen, die auf eine zunehmende Zurückhaltung der Betriebe bei Neueinstellungen hinweist. Ob sich die aktuelle Stabilisierung nachhaltig fortsetzt, wird maßgeblich von der konjunkturellen Entwicklung in den kommenden Monaten abhängen.
Weiterhin ist ein Rückgang an sofort verfügbaren, offenen Stellen zu verzeichnen. Im Pongau sind 893 offene Stellen gemeldet, das sind um 3,4 Prozent bzw. 31 weniger als vor einem Jahr.Die meisten Stellen fallen im Handel (-8,5 Prozent auf 140) sowie in der „Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ (-22,5 Prozent auf 148) weg.Auf dem Niveau des Vorjahres bewegen sich die zu besetzenden offenen Stellen in der Warenherstellung und „Beherbergung und Gastronomie“ (konstant bei 127).
Ende März stehen im Bezirk 35 Lehrstellensuchende (+19 Personen) den 126 sofort verfügbaren, offenen Lehrstellen (-37 offene Lehrstellen) gegenüber. „Betrachtet man die Arbeitslosigkeit nach Ausbildung, so verzeichnet das AMS Bischofshofen bei Personen mit Lehrabschluss den stärksten Rückgang in der Höhe von 15,1 Prozent. Eine berufspraktische Ausbildung bietet beste Chancen am Arbeitsmarkt“, weiß Thomas Burgstaller.
AMS Business Tour: „Überall unterwegs“
Von 13. April bis 15. Mai ist das AMS Bischofshofen mit der diesjährigen Business Tour in nahezu 200 Betrieben unterwegs. Ziel ist es, den persönlichen Kontakt mit Unternehmen zu intensivieren und nachhaltige Lösungen für die Personalarbeit anzubieten. Dabei wird der Bogen von der betrieblichen Lehrausbildung als ein Schlüssel zu qualifizierten Fachkräften bis hin zur Beschäftigung älterer Arbeitnehmer_innen gespannt. Dazu bringen die AMS-Berater_innen innovative Lösungsansätze und attraktive Förderangebote wie die Aktion 55+ zu den Betrieben mit.
Diese Seite wurde aktualisiert am: 20. April 2026