Arbeitslosenquote stabil, weniger offene Stellen

Die Arbeitslosenquote im Bezirk Zell am See liegt Ende April saisonbedingt bei 7,7 Prozent. Sie ist damit genau gleich hoch wie im Vergleichsmonat des Vorjahres. Das Bundesland Salzburg weist eine die Quote von 5,3 Prozent auf, bundesweit liegt sie bei 7,5 Prozent. Die Zahlen sind wie immer vorläufig geschätzt, die genauen Zahlen liegen Mitte des Monats vor.


  • Veröffentlicht 06.05.2026
  • Bundesland Salzburg

Ende April sind beim AMS 3.139 Personen arbeitslos vorgemerkt. Dies entspricht einem leichten Plus von 35 Personen oder 1,1 Prozent. Während der Bestand bei den Frauen mit 1.678 leicht rückläufig ist (-31 oder -1,8 Prozent), ist er beiden Männern mit 1.461 Personen um 66 Personen oder 4,7 Prozent gestiegen.

2.101 Zugänge in die Arbeitslosigkeit waren im April zu verzeichnen – ein Plus von 161 Personen oder 8,3%. Davon sind 1.681 Personen dem Fremdenverkehr zuzuordnen. 

„Sorge bereitet weiterhin die Gruppe der Langzeitbeschäftigungslosen, also jener Personen, die länger als 1 Jahr arbeitslos sind“, berichtet die Geschäftsstellenleiterin Karin Eiwan. Für Menschen mit multiplen Problemlagen (gesundheitliche Einschränkungen, Alter, Schulden, fehlende Ausbildung, etc.) wird es immer schwieriger, am Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. 191 Personen sind von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen – das sind um 54 Personen oder 39,4 Prozent mehr als im April des Vorjahres.

Stellenmarkt

Der Bestand an sofort verfügbaren offenen Stellen ist nun bereits den 5. Monat in Folge im Sinken. 735 Stellen bedeuten ein Minus von 261 oder 26,2 Prozent. Erfreulich ist jedoch im April das Plus im Zugang an offenen Stellen von 129 oder 15,6 Prozent auf 955. Dies spiegelt die enorme saisonale Dynamik am Pinzgauer Arbeitsmarkt wider.

Ein Plus im Zugang verzeichnen die Branchen Industrie und Gewerbe, Handel und Verkehr, sowie der Fremdenverkehr.

Lehrstellenmarkt

Der Bestand an vorgemerkten sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden ist mit 43 um 4 Personen oder 8,5 Prozent gesunken.

Dem gegenüber stehen 126 sofort verfügbare offene Lehrstellen. Das sind um 87 oder 40,8 Prozent weniger als im April des Vorjahres.

„Der Arbeitsmarkt befindet sich in einem starken Wandel“, informiert Karin Eiwan, „demografischer und gesellschaftlicher Wandel, globale Krisen, aber auch die Auswirkungen des immer stärker werdenden Einsatzes von KI, verändern Berufsbilder und deren Anforderungen. Hier gilt es die Menschen entsprechend zu schulen und auszubilden, um in diesem Wandel mithalten zu können.“

Diese Seite wurde aktualisiert am: 06. Mai 2026