Ende April weist das Bundesland Salzburg eine Arbeitslosenquote von 5,3 Prozent auf
Die Arbeitslosenquote liegt im Bundesland Salzburg Ende April bei 5,3 Prozent (wie immer vorläufig geschätzt, die genauen Zahlen liegen Mitte des Monats vor) – gleich wie im Vergleich zum Vorjahr. Im Bundesländervergleich befindet sich Salzburg damit auf Platz 2 nach Oberösterreich mit einer Arbeitslosenquote von 5,2 Prozent und vor Tirol mit 5,8 Prozent. Der Österreichschnitt liegt bei 7,5 Prozent.
Im Bundesland sind 267.000 Personen unselbstständig beschäftigt (vorläufig geschätzt), das sind 1,3 Prozent bzw. 3.000 Personen mehr als im Vorjahresvergleich.
Ende April sind in Salzburg 14.957 Personen arbeitslos beim AMS Salzburg vorgemerkt, um 1,4 Prozent mehr als vor einem Jahr (+211 Personen). Während bei den Frauen die Arbeitslosigkeit nach wie vor steigt (+3,6 Prozent auf 7.297), ist sie bei den Männern* leicht rückläufig (-0,6 Prozent auf 7.660). Die höchste Steigerung – um 9,5 Prozent bzw. 90 Personen – weist die Alterskohorte von 60 bis unter 65 Jahre auf.
Nach Ausbildungsmerkmalen gibt es den größten prozentuellen Zuwachs der Arbeitslosigkeit bei Personen mit akademischer Ausbildung. Ende April waren 1.332 Akademiker_innen beim AMS Salzburg vorgemerkt, um 13,7 Prozent bzw. 161 Personen mehr als im April 2025. „Diese Zunahme ist mit auch eine Konsequenz des steigenden Bildungsniveaus bzw. der wachsenden Akademisierung im Land. Noch immer haben Personen mit Hochschulabschluss die besten Arbeitsmarktchancen aller Ausbildungsgruppen und dennoch zeigt sich – auch durch die KI-Transformation –, dass berufspraktische (Lehr-)Berufe an Bedeutung gewinnen“, weiß AMS-Landesgeschäftsführerin Julia Kröll.
Von den 14.957 vorgemerkten arbeitslosen Personen sind 2.425 Personen langzeitbeschäftigungslos und somit seit mehr als 365 Tagen ohne Job (+17,7 Prozent bzw. +365 Personen mehr als im Vorjahr).
Der Pongau verzeichnet Ende April einen Rückgang der Arbeitslosigkeit (-3,8 Prozent bzw. -108 auf 2.753 Personen). In den anderen fünf Arbeitsmarktbezirken gibt es jedoch mehr arbeitssuchende Personen, die Betroffenheit ist in Salzburg Stadt (+3,0 Prozent bzw. +146 auf 5.090 Personen) und in Salzburg-Umgebung (+4,5 Prozent bzw. 104 auf 2.406 Personen) am höchsten.
Die Baubranche verzeichnet Ende April im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang der Arbeitslosigkeit (-12,4 Prozent bzw. -82 Personen) auf 581 arbeitslose Personen. Den größten Zuwachs an arbeitslosen Menschen gibt es im Handel (+5,4 Prozent bzw. +116 Personen gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres) auf 2.267 arbeitslose Menschen. „Erklären lässt sich dies mit einer unterschiedlichen Branchenentwicklung: Während der Bau rückläufige Arbeitslosenzahlen aufweist, steigt die Arbeitslosigkeit im Handel sowie im Gesundheits- und Sozialwesen, also in zwei Bereichen, in denen überwiegend Frauen beschäftigt sind, deutlich an“, so Arbeitsmarktexpertin Julia Kröll.
5.634 sofort verfügbare, offene Stellen sind Ende April beim AMS Salzburg gemeldet. Das sind um 13,0 Prozent bzw. -842 weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Prozentuell der größte Rückgang wird in Zell am See mit -26,2 Prozent bzw. -261 auf 735 sofort verfügbare, offene Stellen verzeichnet, gefolgt von Salzburg-Stadt mit -18,9 Prozent bzw. -399 auf 1.715. Lediglich der Tennengau vermeldet einen Zuwachs an Stellenangeboten in Höhe von 7,6 Prozent bzw. +38 auf 539. Die meisten offenen Stellen fallen im „Gesundheits- und Sozialwesen“ weg (-43,9 Prozent bzw. -220 auf 281). Auch im Handel (-15,9 Prozent bzw. -195 auf 1.028) und in der „Beherbergung und Gastronomie“ (-20,8 Prozent bzw. -192 auf 733) gibt es deutlich weniger offene Stellen. Ende April sind 668 sofort verfügbare, offene Lehrstellen beim AMS Salzburg gemeldet, das ist ein Minus von 20,1 Prozent bzw. -168 gegenüber dem Vorjahr. Ihnen gegenüber stehen 386 Lehrstellensuchende (+6,6 Prozent bzw. +24).
Helge Röder wird stellvertretender Landesgeschäftsführer des AMS Salzburg
Der Verwaltungsrat des Arbeitsmarktservice (AMS) Österreich hat Helge Röder einstimmig zum stellvertretenden Landesgeschäftsführer des AMS Salzburg ernannt. Seine Funktionsperiode läuft von 1. Juni 2026 bis 30. Juni 2030.
Helge Röder ist seit Juli 1996 beim AMS beschäftigt, zunächst in der Geschäftsstelle in Gröbming, wo er 2006 die Leitung übernahm. Nach der Zusammenlegung der Geschäftsstellen des Bezirkes wurde er 2015 Chef des AMS Liezen inklusive der Zweigstellen Bad Aussee und Gröbming. Diese Funktion hatte er bis zum Jahr 2024 inne, ehe er in die Landesgeschäftsstelle nach Graz ging, um dort die Abteilung „Service für Unternehmen“ im AMS Steiermark zu leiten. Von dort aus wechselt er nun in die Landesgeschäftsführung nach Salzburg. „Mein Ziel ist, gemeinsam mit Landesgeschäftsführerin Julia Kröll das AMS Salzburg als zentralen Partner am Arbeitsmarkt zukunftsorientiert weiterzuentwickeln“, so der 49-Jährige. Das Bundesland Salzburg ist ihm nicht fremd. Helge Röder hat seine Matura in Radstadt absolviert, erste Arbeitserfahrungen bei den Bundesforsten in Abtenau gesammelt und einen Teil seines Präsenzdienstes in Salzburg absolviert. Darüber hinaus pflegte er eine enge Kooperation und Zusammenarbeit mit AMS-Geschäftsstellen im Bundesland Salzburg zu unterschiedlichen arbeitsmarktpolitischen Projekten und Themen.
„Mit Helge Röder ist die Landesgeschäftsführung des AMS Salzburg nun komplett. Als langjährige Führungskraft im AMS bringt er umfassende Erfahrung in strategischer und operativer Arbeitsmarktpolitik mit“, freut sich Landesgeschäftsführerin Julia Kröll auf die zukünftige Zusammenarbeit. „Die Herausforderungen des dynamischen Salzburger Arbeitsmarktes sind komplex, umso mehr freut es mich, mit Helge Röder einen engagierten und erfahrenen Arbeitsmarktexperten an meiner Seite zu haben. Gemeinsam werden wir die anstehenden Herausforderungen entschlossen meistern und wertvolle Akzente setzen können, um Mensch und Arbeit zu verbinden.“
Helge Röder ist verheiratet und hat zwei Töchter. Er wohnt mit seiner Familie im steirischen Ennstal.
Diese Seite wurde aktualisiert am: 04. Mai 2026