Pongau verzeichnet einen Rückgang an Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosenquote liegt im Bezirk Ende April bei 7,2 Prozent – dies ein Rückgang von 0,3 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Im Bundesland beträgt die Arbeitslosenquote 5,2 Prozent. Der Österreichschnitt liegt bei 7,5 Prozent.


  • Veröffentlicht 19.05.2026
  • Bundesland Salzburg

Im Bezirk sind nach dem Auslaufen der Tourismussaison 35.396 Personen unselbstständig beschäftigt, das sind 0,1 Prozent weniger als im Vorjahresvergleich.

Ende April sind im Pongau 2.753 Personen arbeitslos beim AMS Bischofshofen vorgemerkt, um 3,8 Prozent weniger als vor einem Jahr (-108 Personen). Während bei den Frauen die Arbeitslosigkeit nach wie vor steigt (+1,0 Prozent auf 1.485), ist sie bei den Männern* rückläufig (-8,8 Prozent auf 1.268). Einen Anstieg der Arbeitslosigkeit – um 6,6 Prozent bzw. 22 Personen – weist die Alterskohorte von Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 25 Jahren auf. 

Für Thomas Burgstaller, Leiter des Arbeitsmarktservice Bischofshofen, zeigt sich eine Verfestigungstendenz: „Die deutliche Zunahme der Langzeitbeschäftigungslosigkeit um nahezu 30 Prozent sowie der Anstieg des Anteils von Personen mit Behinderungen weisen auf eine wachsende Bevölkerungsgruppe hin, die zunehmend Gefahr läuft, dauerhaft vom Beschäftigungssystem ausgeschlossen zu werden.“

Nach Ausbildungsmerkmalen zeigten sich deutliche Rückgänge der Arbeitslosigkeit bei Männern und Frauen mit einer Lehrausbildung – um 6,3 Prozent bzw. 69 Personen. „Zwar sank auch die Arbeitslosigkeit bei Menschen, die über keine Berufsausbildung verfügen, mit minus 4,8 Prozent bzw. 56 Personen auf 1.114, das sind rund 41 Prozent der Gesamtarbeitslosigkeit, dennoch bleibt das Risiko der wiederkehrenden Betroffenheit von Arbeitslosigkeit mit Abstand am höchsten“, so Thomas Burgstaller vom AMS Bischofshofen.

Arbeitslosigkeit nach Wirtschaftsklassen

Die „Herstellung von Waren“ baut Arbeitslosigkeit um 21,2 Prozent im Berichtsmonat auf 115 vorgemerkte Personen ab, der Bau verzeichnet Ende April im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang der Arbeitslosigkeit (-27,4 Prozent bzw. -32 Personen) auf 85 arbeitslose Personen. Auch in der „Beherbergung- und Gastronomie“ liegt nach Ende der Wintersaison eine geringere Arbeitslosigkeit (-3,6 Prozent auf 1.586 Männer und Frauen) als im April des Vorjahres vor. 

Die unterschiedliche Branchenentwicklung wirkt auf die geschlechterspezifische Verteilung der Arbeitslosigkeit: „Im Handel bleibt die Arbeitslosigkeit nahezu gleich (-2,4 Prozent), im ‚Gesundheits- und Sozialwesen‘ gibt es einen Anstieg um 10,7 Prozent auf 83 Personen, also in zwei Bereichen, in denen überwiegend Frauen beschäftigt sind“, berichtet Thomas Burgstaller.

Der Stellenmarkt im Pongau

855 sofort verfügbare, offene Stellen sind Ende April beim AMS Bischofshofen gemeldet, das sind um 10,3 Prozent bzw. -98 weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres.  „Auch die intensive Marktbearbeitung in Betriebsbesuchen, in der Akquisition von Arbeitsstellen, durch das ‚Service für Unternehmen‘ des AMS Bischofshofen, kann den Trend des Rückganges der Stellennachfrage (noch) nicht stoppen, die Nachfrage ist selektiver“, bilanziert Thomas Burgstaller. Die meisten Stellen fallen im Handel weg (-19,2 Prozent bzw. -33 auf 139. Auch im „Gesundheits- und Sozialwesen“ (-23,0 Prozent bzw. -20 auf 67) gibt es deutlich weniger offene Stellen. 

Ende April sind 119 sofort verfügbare, offene Lehrstellen beim AMS Bischofshofen gemeldet, das ist ein Minus von 27,4 Prozent bzw. -45 gegenüber dem Vorjahr. Ihnen gegenüber stehen 33 Lehrstellensuchende (+65 Prozent bzw. +13). 

Diese Seite wurde aktualisiert am: 19. Mai 2026