Erstmals leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit in Salzburg und mit 4,5 Prozent niedrigste Arbeitslosenquote

„Salzburg weist Ende Mai die niedrigste Arbeitslosenquote Österreichs auf und verzeichnet erstmals seit 39 Monaten einen leichten Rückgang an arbeitslos gemeldeten Personen“, freut sich AMS-Landesgeschäftsführerin Julia Kröll. Im Bundesland liegt die Arbeitslosenquote Ende Mai bei 4,5 Prozent (vorläufig geschätzt, die genauen Zahlen liegen Mitte des Monats vor). Auf Platz 2 folgen ex aequo Oberösterreich und Tirol mit jeweils 4,9 Prozent. Der Österreichschnitt liegt bei 7,1 Prozent.


  • Veröffentlicht 01.06.2026
  • Bundesland Salzburg

Im Bundesland sind 268.000 Personen unselbstständig beschäftigt (vorläufig geschätzt), um 0,3 Prozent bzw. 1.000 Personen weniger als im Vorjahresvergleich.

Ende Mai sind 12.519 Personen beim AMS Salzburg arbeitslos vorgemerkt, das sind um 0,2 Prozent weniger als im Vorjahr (-26 Personen). Während die Zahl der arbeitslos vorgemerkten Männer* im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 Prozent bzw. -65 auf 6.564 gesunken ist, ist bei den Frauen ein Anstieg um 0,7 Prozent bzw. +39 auf 5.955 zu verzeichnen. 

Erfreulich ist der Rückgang an vorgemerkten arbeitslosen Personen, die eine Lehrausbildung absolviert haben. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es um 3,4 Prozent bzw. -143 auf 4.062 arbeitssuchende Personen mit Lehrabschluss weniger.  

Ende Mai verzeichnet das Innergebirg – also die Bezirke Pongau (-9,8 Prozent bzw. -196 auf 1.811 Personen), Pinzgau (-1,7 Prozent bzw. -35 auf 2.072 Personen) und Lungau (-13,8 Prozent bzw. -51 auf 318 Personen) – Rückgänge an arbeitslosen Personen. Im Zentralraum gibt es hingegen einen Zuwachs an Arbeitslosigkeit: In Salzburg-Stadt um 3,0 Prozent bzw. +147 auf 4.980 Personen, in Salzburg-Umgebung um 3,3 Prozent bzw. +72 auf 2.286 Personen und im Tennengau um 3,6 Prozent bzw. +37 auf 1.052 Personen.

Den größten Rückgang an arbeitslosen Personen gibt es in der Branche „Beherbergung und Gastronomie“ mit -7,3 Prozent bzw. -223 auf 2.842 Personen. Auch im Bau (-4,7 Prozent auf 532 Personen) und in der Herstellung von Waren (-1,9 Prozent auf 1.025 Personen) geht die Arbeitslosigkeit zurück. Die größten Zuwächse an arbeitslosen Menschen gibt es im Handel (+3,5 Prozent bzw. +74 auf 2.193 Personen) und im „Gesundheits- und Sozialwesen“ (+6,5 Prozent bzw. +48 auf 791 Personen).

Im Bundesland Salzburg sind Ende Mai 6.038 sofort verfügbare, offene Stellen beim AMS Salzburg gemeldet. Das sind 10,1 Prozent weniger als im Vorjahr (-676). Die meisten Stellenrückgänge sind in Zell am See (-16,8 Prozent bzw. -178 auf 884), in Bischofshofen (-16,5 Prozent bzw. -194 auf 985) und in Salzburg-Stadt (-14,0 Prozent bzw. -286 auf 1.762) zu verzeichnen. Ein Zuwachs an offenen Stellen ist hingegen im Lungau (+20,2 Prozent auf 220) und im Tennengau (+9,9 Prozent auf 557) zu beobachten. 

Ende Mai gibt es im Bundesland weniger offene Stellen in der „Beherbergung und Gastronomie“ (-15,9 Prozent bzw. -196 auf 1.037), im Handel (-14,6 Prozent bzw. -182 auf 1.065) und im „Gesundheits- und Sozialwesen“ (-37,6 Prozent bzw. -176 auf 292). Mehr offene Stellen sind in der Branche „Verkehr und Lagerei“ (+29,6 Prozent bzw. +71 auf 311) gemeldet.  

Auf dem Lehrstellenmarkt stehen 685 sofort verfügbare, offene Lehrstellen (-10,5 Prozent bzw. -80 gegenüber dem Vorjahr) 338 Lehrstellensuchenden (+4,6 Prozent bzw. +15) zur Verfügung. 

Neue Landesgeschäftsführung nun vollständig

Mit dem heutigen 1. Juni übernimmt Helge Röder die Funktion des stellvertretenden Landesgeschäftsführers des AMS Salzburg und komplettiert somit neben Landesgeschäftsführerin Julia Kröll die Geschäftsführung. Die Funktionsperiode läuft bis 30. Juni 2030. „Wir werden die Herausforderungen, die auf den Salzburger Arbeitsmarkt zukommen, anpacken. Gemeinsam mit unseren Mitarbeiter_innen werden wir tragfähige Lösungen erarbeiten und Schritt für Schritt umsetzen. Unser Ziel ist es, Mensch und Arbeit bestmöglich miteinander zu verbinden. Mit dem innovativen Spirit und der konsequenten Arbeit des AMS-Teams werden wir in Kooperation mit unseren Sozialpartnern und Stakeholdern, wichtige Akzente am Arbeitsmarkt setzen“, blickt das Führungsduo zuversichtlich in die Zukunft.

Die AMS-Landesgeschäftsführung setzt sich mit voller Kraft dafür ein, dass der Arbeitsmarkt Salzburg nachhaltig und wirksam unterstützt wird. Gleichzeitig werden die Kund_innengruppen in allen Anliegen rund um das AMS verlässlich, kompetent und serviceorientiert begleitet. Inhaltlich steht der Arbeits- bzw. Fachkräftemangel auf der Prioritätenliste. Ebenso zentral sind Qualifizierung sowie Aus- und Weiterbildung, um Menschen in Beschäftigung zu bringen. Auch die Integration arbeitsmarktferner Gruppen, die Bewältigung saisonaler Effekte und die Digitalisierung sind wichtige Themen. „Das AMS bietet ein breites Spektrum an Dienstleistungen – von der Existenzsicherung und Beratung für Arbeitssuchende über die Berufsinformation in unseren BerufsInfoZentren bis hin zu vielfältigen Services für Unternehmen. Darauf sind wir stolz und wir werden diese Leistungen mit unseren Mitarbeitenden tagtäglich mit großem Engagement und Menschlichkeit umsetzen“, sind sich Julia Kröll und Helge Röder einig.

Diese Seite wurde aktualisiert am: 01. Juni 2026