Tourismuskontingentdialog in Bischofshofen: Tourismus bleibt Beschäftigungsmotor im Innergebirg

Der Arbeitsmarkt im Salzburger Tourismus bleibt dynamisch und stellt Betriebe vor große Herausforderungen bei der Personalgewinnung. Beim Tourismuskontingentdialog des AMS im Stadtsaal Bischofshofen informierten sich mehr als hundert Unternehmer_innen und Personalverantwortliche aus der Region über aktuelle Entwicklungen, rechtliche Rahmenbedingungen und Möglichkeiten zur nachhaltigen Sicherung ihres Personalbedarfs.


  • Veröffentlicht 22.06.2026
  • Bundesland Salzburg

In ihrem Vortrag präsentierten AMS-Landesgeschäftsführerin Julia Kröll und ihr Stellvertreter Helge Röder aktuelle Arbeitsmarktdaten und Entwicklungen im Tourismus. Einige Fakten, die die Dynamik am Salzburger Arbeitsmarkt verdeutlichen: 60 Prozent der vorgemerkten arbeitslosen Personen finden innerhalb von drei Monaten wieder eine Arbeit; die durchschnittliche Verweildauer in der Arbeitslosigkeit beträgt 89 Tage (bisheriges Jahr 2026); rund 80 Prozent der gemeldeten Stellen werden innerhalb von drei Monaten mit Hilfe des AMS wieder besetzt (in der Branche „Beherbergung und Gastronomie“ sogar 92 Prozent). 

Gleichzeitig bleibt die Personalgewinnung eine zentrale Herausforderung. Vor allem in den Tourismusregionen führen saisonale Schwankungen regelmäßig zu einem hohen Bedarf an Arbeitskräften. Um diese Spitzen abzufedern, kommt dem Tourismuskontingent eine wichtige Rolle zu. „Die Entwicklung zeigt, dass der Tourismus weiterhin zu den wichtigsten Beschäftigungsbranchen Salzburgs zählt. Im Jahr 2025 arbeitete im Bundesland Salzburg etwa jeder Zehnte unselbstständig Beschäftigte in der Beherbergung und Gastronomie, nämlich exakt 28.342 Personen“, so die beiden Arbeitsmarktexperten. 

Im Anschluss diskutierten Julia Kröll, Thomas Burgstaller (Leiter der AMS-Geschäftsstelle Bischofshofen), Elke Steinbacher (Bezirksstellenobfrau der Wirtschaftskammer Pongau), Samed Aksu (Leiter der AK-Bezirksstelle Pongau) und Julian Scharfetter (Unternehmer aus Bad Hofgastein) über aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze am Arbeitsmarkt. Dabei wurde deutlich, dass eine enge Zusammenarbeit aller Akteure entscheidend ist, um den Personalbedarf der Tourismusbetriebe langfristig zu sichern.

In kleineren Gruppen konnten die Themen nachhaltige Personalarbeit, Rekrutierungsmöglichkeiten am europäischen Arbeitsmarkt (EURES), die erfolgreiche Personalsuche und eServices des AMS sowie Beratungsangebote für Unternehmen vertieft werden. Ein weiterer Schwerpunkt war die praktische Umsetzung des Tourismuskontingents. Die Teilnehmer_innen erhielten Informationen zu Beschäftigungsbewilligungen, Fristen, Meldepflichten und zum Ersatzkraftverfahren. Darüber hinaus wurden häufige Fehlerquellen und bewährte Praxisbeispiele vorgestellt. 

„Der Tourismuskontingentdialog hat gezeigt, wie groß das Interesse an praxisnahen Informationen und am persönlichen Austausch ist. Gerade in einer Branche, die stark vom Zugang zu qualifizierten Arbeitskräften abhängt, sind Vernetzung, Information und Beratung wichtige Erfolgsfaktoren“, betont AMS-Landesgeschäftsführerin Julia Kröll.

Beim Tourismuskontingentdialog informierten AMS-Landesgeschäftsführerin Julia Kröll und ihr Stellvertreter Helge Röder über aktuelle Entwicklungen und Arbeitsmarktdaten im Tourismus. Foto: AMS/Ebner
Thomas Burgstaller (Leiter der AMS-Geschäftsstelle Bischofshofen), AMS-Landesgeschäftsführerin Julia Kröll, Julian Scharfetter (Unternehmer aus Bad Hofgastein), Elke Steinbacher (Bezirksstellenobfrau der Wirtschaftskammer Pongau) und Samed Aksu (Leiter der AK-Bezirksstelle Pongau)
v.l.: Thomas Burgstaller (Leiter der AMS-Geschäftsstelle Bischofshofen), AMS-Landesgeschäftsführerin Julia Kröll, Julian Scharfetter (Unternehmer aus Bad Hofgastein), Elke Steinbacher (Bezirksstellenobfrau der Wirtschaftskammer Pongau) und Samed Aksu (Leiter der AK-Bezirksstelle Pongau Foto: AMS/Ebner

Diese Seite wurde aktualisiert am: 23. Juni 2026