Im Pongau setzt sich der Rückgang der Arbeitslosigkeit fort

Der Pongauer Arbeitsmarkt hält sich weiter sehr stabil, das zeigen die Arbeitsmarktdaten für Juni. Die Branchen „Tourismus und Gesundheitswesen“ sind der Jobmotor im Pongau. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen zeigen sich im Juni in der „Herstellung von Waren“ und im Handel positive Signale (Rückgänge in der Arbeitslosigkeit um 15,0 Prozent im industriellen Sektor bzw. 9,2 Prozent im Handel). „Diesen Aufwärtstrend unterstreicht der deutliche Rückgang der Arbeitslosigkeit in der Arbeitskräfteüberlassung mit minus 30,8 Prozent“, zieht Thomas Burgstaller, Leiter des AMS Bischofshofen, Bilanz.


  • Veröffentlicht 10.07.2026
  • Bundesland Salzburg

Dies spiegelt auch die Arbeitslosigkeit nach Personenmerkmalen im Vergleich zum Vorjahr: Bei der Frauenarbeitslosigkeit ist ein Rückgang um 2,0 Prozent bzw. minus 13 auf 636 Frauen zu beobachten, die Männer*arbeitslosigkeit nimmt etwas stärker - um 3,1 Prozent bzw. minus 20 auf 621 – ab. Die Arbeitslosigkeit bei Personen unter 25 Jahren sinkt um 24,6 Prozent bzw. 49 Menschen auf 150. Die Arbeitslosigkeit der Über-50-Jährigen verzeichnet einen Rückgang von 7,0 Prozent bzw. 31 Personen auf 410 Vorgemerkte.

Sorgenkinder am Arbeitsmarkt bleiben die langzeitbeschäftigungslosen Personen mit einem Plus von 4,3 Prozent auf 194 Männer und Frauen sowie die Arbeitslosigkeit von Menschen mit anerkannter Behinderung mit einem Plus von 25,6 Prozent bzw. 23 Personen auf 113 Vorgemerkte.

Der Pongau verzeichnet Ende Juni eine Arbeitslosenquote von 3,2 Prozent (vorläufig geschätzt, die genauen Zahlen liegen Mitte des Monats vor), das ist der gleiche Wertwie im Vergleichsmonat des Vorjahres.

Rund 38.600 unselbstständig Beschäftigte (vorläufig geschätzt) sind im Pongau gemeldet, was einem leichten Zuwachs von etwa 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Zur Arbeitslosigkeit und Dynamik des Pongauer Arbeitsmarktes

Insgesamt sind im Arbeitsmarktbezirk Pongau 1.257 Personen als arbeitslos beim AMS vorgemerkt, das ist ein Rückgang um 2,6 Prozent bzw. 33 Personen gegenüber dem Vorjahr. 

377 Personen (+3,3 Prozent) mussten im Juni den Weg in die Arbeitslosigkeit gehen (Zugang), 980 Personen traten nach einer durchschnittlichen Verweildauer in der Arbeitslosigkeitsphase von 71 Tagen (+ fünf Tage zum Vorjahresvergleich) wieder in das Erwerbsleben ein.

In Schulungen – Aus und Weiterbildungen, Fachkräfteausbildung wie berufsbedingte Neuorientierung – befinden sich 368 Personen, ein Rückgang von 14 Personen bzw. 3,7 Prozent im Vergleich zum Juni des Vorjahres.

Ein Blick auf den Stellenmarkt und die Lehrstellensituation im Bezirk

„Bei den sofort verfügbaren, offenen Stellen ist noch keine Trendumkehr in Sicht“, so Thomas Burgstaller vom AMS Bischofshofen. Im Vergleich zum Juni des Vorjahres sind die Job-Ausschreibungen um -21,3 Prozent bzw. -260 auf 962 zurückgegangen. Besonders stark ist der Rückgang in den Wirtschaftsbereichen im Handel mit minus 28,3 Prozent auf 129, in der öffentlichen Verwaltung, ein Minus von 62,2 Prozent sowie in der „Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ um 31,0 Prozent auf 167 sofort zu besetzende Arbeitsangebote, darunter die Arbeitskräfteüberlassung mit -36,1 Prozent.

Ende Juni steigt die Zahl der sofort verfügbaren, offenen Lehrstellensuchenden um ein Viertel (25,0 Prozent) auf 20 Jugendliche an. Die Zahl der sofort verfügbaren, offenen Lehrstellen reduziert sich ebenfalls um ein Viertel (-24,6 Prozent) auf 129 Ausbildungsplätze. „Die Lücke bleibt, denn regionale Mobilitätsproblematik zwischen Wohn- und Arbeitsstätte, teilweise fehlende realistische Einschätzung der Anforderungen des Berufsalltags mit den persönlichen Kompetenzen und Interessen, sorgen dafür, dass die Besetzungsquote nicht höher ist“, berichtet Thomas Burgstaller.

Genau hier setzt neben der Berufsberatung für Jugendliche das BerufsInfoZentrum (BIZ) des AMS Bischofshofen durch umfassende Information und individuelle Beratung an. „Derzeit wird das BIZ modernisiert. Aus diesem Grund ist es in der Zeit von 20. Juli bis 5. September im Multifunktionsraum untergebracht. Der Zugang ist über den Eingang Altbau (roter Eingang), vor Ort gibt es auch eine Beschilderung“, erklärt Thomas Burgstaller.

Diese Seite wurde aktualisiert am: 14. Juli 2026