Mit 3,9 Prozent hat Salzburg die zweitniedrigste Arbeitslosenquote Österreichs
Das Bundesland Salzburg verzeichnet Ende Juni eine Arbeitslosenquote von 3,9 Prozent (vorläufig geschätzt, die genauen Zahlen liegen Mitte des Monats vor), das ist ein Anstieg von 0,1 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Im Bundesländervergleich hat Salzburg damit die zweitniedrigste Arbeitslosenquote nach Tirol mit 3,7 Prozent und vor Oberösterreich mit 4,9 Prozent. Österreichweit liegt die Arbeitslosenquote bei 6,9 Prozent.
Rund 275.000 unselbständig Beschäftigte (vorläufig geschätzt) sind im Bundesland gemeldet, was einem leichten Zuwachs von 1.000 Personen bzw. 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Insgesamt sind in Salzburg 11.123 Personen als arbeitslos beim AMS vorgemerkt, das ist ein Anstieg um 3,2 Prozent bzw. 349 Personen gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres. Die Arbeitslosigkeit steigt bei Männern* (+1,6 Prozent bzw. 90 Personen auf 5.886) deutlich weniger an als bei den Frauen (+5,2 Prozent bzw. 259 Personen auf 5.237). Eine erfreuliche Entwicklung ist bei arbeitslosen Personen unter 25 Jahren zu beobachten: hier sinkt die Arbeitslosigkeit um 5,6 Prozent (bzw. -77 Personen auf 1.299). Besonders stark steigt die Arbeitslosigkeit bei älteren Arbeitnehmer_innen: bei den Über-50-Jährigen um 6,5 Prozent bzw. 211 Personen auf 3.474. In der Alterskohorte „50 bis unter 55 Jahren“ gibt es sogar einen Anstieg um 11,0 Prozent bzw. 112 Personen auf 1.126. „Ältere Arbeitnehmer_innen verfügen über wertvolle Erfahrung und Kompetenzen“, appelliert AMS-Landesgeschäftsführerin Julia Kröll an Unternehmen, das Potenzial älterer Beschäftigter auszuschöpfen: „Angesichts des demografischen Wandels werden erfahrene Fachkräfte für den Wirtschaftsstandort Salzburg immer wichtiger. Unser Ziel ist es, Mensch und Arbeit zu verbinden und somit möglichst rasch nachhaltige Beschäftigungsperspektiven für die Betroffenen zu finden.“
Im Handel ist die Arbeitslosigkeit Ende Juni rückläufig mit -1,2 Prozent bzw. -24 Personen auf 2.055, ebenso wie bei der „Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ mit -1,3 Prozent bzw. -22 Personen auf 1.625. In den Branchen „Beherbergung und Gastronomie“ (+5,3 Prozent bzw. +87 Personen auf 1.714) sowie im „Gesundheits- und Sozialwesen“ (+10,8 Prozent bzw. +83 Personen auf 851) nimmt die Arbeitslosigkeit zu.
Während die Arbeitslosigkeit im Pongau sinkt (-2,6 Prozent bzw. -33 Personen auf 1.257), steigt sie in den anderen fünf Arbeitsmarktbezirken. Den stärksten prozentuellen Anstieg erlebt der Pinzgau mit einem Plus von 6,9 Prozent (bzw. 84 Personen auf 1.308), gefolgt vom Lungau mit 5,0 Prozent (bzw. elf Personen auf 233). In absoluten Zahlen ist der höchste Anstieg in Salzburg-Stadt zu verzeichnen (+4,3 Prozent bzw. +203 Personen auf 4.969).
Die sofort verfügbaren, offenen Stellen sind im Vergleich zum Vorjahr um -10,8 Prozent bzw. -751 auf 6.228 zurückgegangen. Besonders stark ist der Rückgang in Bischofshofen (-21,3 Prozent bzw. -260 auf 962) und im Pinzgau (-20,3 Prozent bzw. 220 auf 866). Lediglich im Lungau gibt es einen geringfügigen Zuwachs an sofort verfügbaren, offenen Stellen (+5,7 Prozent bzw. zwölf auf 223). Ende Juni sind im Bundesland Salzburg besonders die Branchen „Beherbergung und Gastronomie“ (-23,9 Prozent bzw. -319 auf 1.016), „Gesundheits- und Sozialwesen“ (-39,5 Prozent bzw. -188 auf 288) sowie der Handel (-13,2 Prozent bzw. -172 auf 1.132) vom Wegfall offener Stellen betroffen.
Qualität in der Berufsberatung bestätigt
Ende Juni sinkt die Zahl der Lehrstellensuchenden (-11,4 Prozent auf 312) ebenso wie die Zahl der sofort verfügbaren, offenen Lehrstellen (-9,4 Prozent auf 677) im Bundesland Salzburg. Hindernis im Matching bei der Vermittlung ist neben der fehlenden Mobilität - insbesondere auf den ersten und letzten Kilometern zwischen Wohnort und Arbeitsstätte - oftmals eine fehlende realistische Einschätzung der Anforderungen des Berufsalltags mit den persönlichen Kompetenzen und Interessen. Genau hier leisten die fünf BerufsInfoZentren des AMS Salzburg einen wesentlichen Beitrag durch umfassende Information und individuelle Beratung.
Julia Kröll: „Das AMS Tamsweg erhielt den 'Best of AMS‑Award' 2025 als bestes BerufsInfoZentrum Österreichs. Die Beratungsqualität im Bereich der Berufsinformation beweist, dass unsere engmaschige Qualitätssicherung direkt bei den Menschen am Arbeitsmarkt Wirkung zeigt. Wir dürfen nicht nur Kennzahlen stolz sein, sondern halten damit auch unser tief verankertes Versprechen für erstklassige berufliche Orientierung im gesamten Bundesland Salzburg.“
Diese Seite wurde aktualisiert am: 01. Juli 2026