Bundesland Salzburg weist Ende August eine Arbeitslosenquote von 4,1 Prozent auf
In Salzburg liegt die Arbeitslosenquote Ende August bei 4,1 Prozent (vorläufig geschätzt, die genauen Zahlen liegen Mitte des Monats vor). Das ist ein Anstieg um 0,2 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr und bedeutet die zweitniedrigste Arbeitslosenquote im Bundesländervergleich nach Tirol mit 3,5 Prozent und vor Oberösterreich mit 5,3 Prozent. Im Bundesdurchschnitt liegt die Arbeitslosenquote bei 7,2 Prozent.
Im Bundesland gibt es Ende August rund 277.000 unselbstständig Beschäftigte (vorläufig geschätzt), das sind um 0,4 Prozent bzw. 1.000 Personen mehr als im Vorjahr.
Ende August sind 11.708 Personen beim AMS Salzburg arbeitslos vorgemerkt, das sind um 4,9 Prozent mehr als im Vorjahr (+550 Personen). Die Arbeitslosigkeit nahm bei den Frauen etwas mehr zu (+5,2 Prozent bzw. 281 auf 5.711 Personen) als bei den Männern* (+4,7 Prozent bzw. 269 auf 5.997 Personen). Beim Blick auf die Altersgruppen ist eine positive Entwicklung bei den Arbeitslosen unter 25 Jahre zu beobachten (-3,1 Prozent bzw. -49 auf 1.507 Personen). Bei älteren Personen ab 50 Jahren steigt die Arbeitslosigkeit am stärksten (+10,5 Prozent bzw. +330 auf 3.487 Personen).
2.602 Personen sind langzeitbeschäftigungslos und somit länger als ein Jahr ohne Job. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg von 14,2 Prozent bzw. 324 Personen. „Nach wie vor große Sorge bereitet die Zunahme von arbeitssuchenden Menschen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen. Sie machen einen Anteil von 28,9 Prozent an allen arbeitslosen Personen aus, die Ende August in Salzburg vorgemerkt sind“, so Helge Röder, stellvertretender Landesgeschäftsführer des AMS Salzburg. 3.380 der vorgemerkten Arbeitslosen sind davon betroffen, das ist eine Zunahme von 7,7 Prozent bzw. +242 Personen seit dem Vorjahr.
Wie auch in den Vormonaten sinkt die Arbeitslosigkeit im Pongau. Beim AMS Bischofshofen sind 1.258 arbeitslosen Personen vorgemerkt, um 1,1 Prozent bzw. 14 Personen weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. In den fünf weiteren Arbeitsmarktbezirken des Bundeslandes steigt die Arbeitslosigkeit jedoch an. Prozentual am stärksten im Pinzgau mit 6,2 Prozent bzw. 74 auf 1.272 arbeitslose Personen. Nach absoluten Zahlen am meisten in Salzburg-Stadt mit 5,6 Prozent bzw. 274 auf 5.185 arbeitssuchende Menschen.
Die Branche, in der aktuell die meisten arbeitslosen Personen gemeldet sind, ist der Handel mit 2.233 Personen. In diesem Wirtschaftszweig gibt es aber auch mit minus 41 den höchsten Rückgang an arbeitslosen Personen, das sind -1,8 Prozent auf 2.233 arbeitslose Personen. Die größten Zunahmen an arbeitslosen Personen gibt es Ende August in der Branche „Beherbergung und Gastronomie" mit +9,8 Prozent bzw. +136 auf 1.530 Personen, in der Öffentlichen Verwaltung mit 24,4 Prozent bzw. +97 auf 494 Personen und im „Gesundheits- und Sozialwesen“ mit 6,4 Prozent bzw. +62 auf 1.029 Personen.
Ende August sind beim AMS Salzburg 6.206 sofort verfügbare, offene Stellen gemeldet. Das ist ein Rückgang um 6,1 Prozent (-403) im Vergleich zum August des Vorjahres. Mit Ausnahme des Lungaus (+37,3 Prozent bzw. +62 auf 228) sinken die Stellenangebote in allen Arbeitsmarktbezirken. „Derzeit werden 84 Prozent der offenen Stellen, die dem AMS Salzburg gemeldet werden, innerhalb von drei Monaten besetzt“, beschreibt Arbeitsmarktexperte Helge Röder ein überzeugendes Argument für die Unternehmen, dem AMS die Jobangebote zu melden. „Nur mit einem transparenten Arbeitsmarkt kann es gelingen, arbeitssuchende Menschen erfolgreich zu vermitteln und Potenziale für Fachausbildungen zu erschließen.“
Auf dem Lehrstellenmarkt sind Ende August 419 sofort verfügbare Lehrstellensuchende beim AMS Salzburg vorgemerkt, um 2,4 Prozent bzw. zehn mehr als im Vorjahr. Sie können rein rechnerisch aus 754 sofort verfügbaren, offenen Lehrstellen (-17,5 Prozent bzw. -160) wählen.
Diese Seite wurde aktualisiert am: 01. September 2026