Der Pongau weist Ende August eine Arbeitslosenquote von 3,1 Prozent auf
Im Arbeitsmarktbezirk Pongau liegt die Arbeitslosenquote Ende August bei 3,1 Prozent (vorläufig geschätzt, die genauen Zahlen liegen Mitte des Monats vor). Das ist ein Rückgang um 0,1 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Landesweit liegt die Arbeitslosenquote bei 4,1 Prozent und im Bundesdurchschnitt bei 7,2 Prozent.
Im Pongau sind Ende August rund 38.700 Menschen unselbstständig beschäftigt (vorläufig geschätzt), das sind um 0,5 Prozent bzw. 211 Personen weniger als im Vorjahr.
Arbeitslosigkeit
Ende August sind 1.258 Personen beim Arbeitsmarktservice Bischofshofen zur Arbeitssuche vorgemerkt, das sind um 1,1 Prozent weniger als im Vorjahr (-14 Personen). Die Arbeitslosigkeit bei den Frauen ist weiterhin rückläufig (-5,9 Prozent bzw. -40 auf 636 Personen). Einen Anstieg um 4,4 Prozent gab es in diesem Monat bei der Männerarbeitslosigkeit, betroffen sind 622 Männer. In Aus- und Weiterbildung während der Suche nach einer neuen Beschäftigung stehen 259 Personen, ein Anstieg um 1,6 Prozent zum August des Vorjahres. Im Berichtsmonat entwickelte sich die Arbeitslosigkeit nach Altersgruppen unterschiedlich. Ältere Arbeitsuchende profitieren von sinkenden Arbeitslosenzahlen (-3,9 Prozent bzw. -15 auf 365 Personen im Alter 50plus), während bei jüngeren Menschen ein deutlicher Zuwachs zu beobachten ist (+12,8 Prozent bzw. 25 auf 221 junge Erwachsene unter 25 Jahren).
Ende August waren 208 Personen langzeitbeschäftigungslos und damit seit mehr als einem Jahr ohne Arbeit. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem moderaten Anstieg von 2,0 Prozent.
Positiv entwickelt sich hingegen die Zahl der arbeitslosen Menschen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen, die um 1,5 Prozent auf 392 Personen zurückgegangen ist.
Die intensive Beratungs-, Betreuungs- und Qualifizierungsarbeit des AMS trägt zu dieser Entwicklung bei. Da die Arbeitslosigkeit von Personen mit Vermittlungseinschränkungen weiterhin mehr als ein Drittel aller Arbeitslosen ausmachen, bleibt die nachhaltige Integration dieser Personengruppe ein zentraler Schwerpunkt. „Wir werden unsere Unterstützungs- und Qualifizierungsangebote weiterhin mit hoher Intensität fortführen, um die Chancen auf eine rasche und dauerhafte Arbeitsmarktintegration zu erhöhen", betont Thomas Burgstaller, Leiter des AMS Bischofshofen.
Arbeitslosigkeit nach Wirtschaftsklassen
„Die von Arbeitslosigkeit am meisten betroffenen Branchen sind gleichzeitig auch jene, in den die Arbeitslosigkeit sinkt“, berichtet Thomas Burgstaller, Leiter des AMS Bischofshofen: Die Beherbergung- und Gastronomie (-8,4 Prozent auf 217 Vorgemerkte), der Handel (-3,8 Prozent auf 202 Vorgemerkte) und die „Herstellung von Waren“ (-0,8 Prozent auf 124 Vorgemerkte).
Stellenmarkt und Lehrstellenmarkt
863 sofort zu besetzende Stellenausschreibungen der Pongauer Wirtschaft sind beim AMS Bischofshofen gemeldet, weiterhin rückläufig um 13,9 Prozent bzw. 139 Stellenausschreibungen. „Es fehlt an konjunkturellen Impulsen, um diesen Trend umzukehren“, berichtet der Arbeitsmarktexperte. „Der stete Kontakt zu den Pongauer Unternehmen bildet die Grundlage für eine rasche Besetzung offener Stellen. Auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten erweist sich das AMS Bischofshofen als wichtiger Partner der Betriebe und unterstützt durch Qualifizierungsangebote die Entwicklung zukünftiger Fachkräfte“, weiß Thomas Burgstaller.
Auf dem Lehrstellenmarkt sind zum Monatsstichtag 38 sofort verfügbare Lehrstellensuchende beim AMS Bischofshofen, um 13,6 Prozent bzw. sechs Personen weniger als im Vorjahr, vorgemerkt. Auf sie warten 179 sofort verfügbare, offene Lehrstellen (-24,8 Prozent) zur Besetzung.
Diese Seite wurde aktualisiert am: 28. September 2026