Tourismuskontingentdialog im Pinzgau: Gemeinsam Lösungen für den Arbeitsmarkt entwickeln
Erfolgreiche Arbeitsmarktpolitik gelingt nur gemeinsam. Mit dem Tourismuskontingentdialog, der kürzlich im Hilfswerk Zell am See stattgefunden hat, schuf das AMS eine Plattform für Austausch und Zusammenarbeit mit den Unternehmen im Pinzgau, um gegenseitiges Verständnis zu fördern. Gute Lösungen entstehen dort, wo die Bedürfnisse der Unternehmen bekannt sind, das gilt insbesondere im Umgang mit internationalen Arbeitskräften. Der Tourismuskontingentdialog zeigte auf, welche Unterstützung das AMS anbieten kann und erläuterte Abläufe und Rahmenbedingungen. Die Veranstaltung bot Raum für Information und Orientierung, aber auch für konkrete Impulse, neue Ideen und den persönlichen Austausch.
Die Tourismuswirtschaft ist ein zentraler Job-Motor im Pinzgau. Gleichzeitig stehen die Unternehmen vor zunehmend größeren Herausforderungen: Das Arbeitskräfteangebot wird durch die demografische Entwicklung knapper und verändert die Zusammensetzung des Arbeitskräfteangebotes markant. Hinzu kommen Digitalisierung und KI sowie die Grüne Transformation. Das AMS Salzburg leistet mit einer proaktiven und wirksamen Arbeitsmarktpolitik einen wichtigen Beitrag, diesen Job-Motor mit den benötigten Arbeitskräften zu versorgen. Dazu gehören die gezielte Vermittlung und Bereitstellung von Arbeitskräften ebenso wie eine bedarfsgerechte Arbeitsmigration, die über transparente Verfahren und unter fairen Bedingungen erfolgt. Ergänzt wird dieses Angebot durch individuelle Beratung, um gemeinsam mit den Unternehmen passende und nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen am Arbeitsmarkt zu entwickeln.
In seinem Vortrag präsentierte Helge Röder, stellvertretender Landesgeschäftsführer des AMS Salzburg, aktuelle Arbeitsmarktdaten, Trends und Entwicklungen am Salzburger Arbeitsmarkt mit Fokus auf Beherbergung und Gastronomie. Einige Fakten: 70 Prozent der vorgemerkten arbeitslosen Personen finden innerhalb von drei Monaten wieder eine Arbeit (Auswertung Jänner bis August 2026). Die durchschnittliche Verweildauer in der Arbeitslosigkeit beträgt 93 Tage (bisheriges Jahr 2026). Rund 83 Prozent der gemeldeten Stellen werden innerhalb von drei Monaten mit Hilfe des AMS wieder besetzt, in der Branche „Beherbergung und Gastronomie“ sogar 92 Prozent.
Thomas Pelka, Leiter des Ausländer_innenfachzentrums des AMS Salzburg, präsentierte Zahlen zur Ausländer_innenbeschäftigung und zur Saisonkontingentbewirtschaftung inklusive Antragstellung und Abwicklung. Im Anschluss diskutierten Helge Röder und Karin Eiwan, Leiterin des AMS Zell am See, mit Andreas Dertnig (HR-Manager Das Alpenhaus Hotels & Resort) über aktuelle Herausforderungen und die zukünftige Entwicklung am Arbeitsmarkt in der Tourismus-Branche. „Der offene und konstruktive Dialog mit unseren Unternehmen ermöglicht unsere erfolgreiche Zusammenarbeit“, freut sich Karin Eiwan. Danach wurden in drei Stationen die Themen Arbeitskräfte aus Europa (EURES), Personalsuche mit dem AMS und Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte in kleineren Gruppen gemeinsam erörtert.
„Ein transparenter Arbeitsmarkt und möglichst vollständige Stellenmeldungen bleiben wichtige Schlüssel für unsere effiziente und passgenaue Vermittlung. Veranstaltungen wie der Tourismuskontingentdialog im Pinzgau spielen dabei eine entscheidende Rolle“, dankt Helge Röder den teilnehmenden Unternehmen und dem Organisationsteam des AMS Zell am See.
Diese Seite wurde aktualisiert am: 28. September 2026