Arbeitsmarkt im Flachgau bleibt stabil – starke Perspektiven für Jugendliche
Der Arbeitsmarkt im Bezirk Salzburg-Umgebung zeigt sich weiterhin widerstandsfähig. Ende September 2026 waren 2.456 Personen arbeitslos vorgemerkt. Das sind 123 Personen beziehungsweise 5,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Mit einer Arbeitslosenquote von rund 3,4 Prozent liegt der Flachgau dennoch weiterhin unter dem Salzburger Landesdurchschnitt von rund 4,3 Prozent.
Wirtschaftliche Zurückhaltung wirkt sich auf den Arbeitsmarkt aus
Der leichte Anstieg der Arbeitslosigkeit ist auf die anhaltend verhaltene Konjunktur zurückzuführen. Viele Unternehmen agieren bei Neueinstellungen vorsichtig, wodurch sich die Dynamik am Arbeitsmarkt abschwächt.
Von der Entwicklung sind beide Geschlechter betroffen. Ende Juli waren 1.198Frauen arbeitslos gemeldet – ein Plus von 70 Personen beziehungsweise 6,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei den Männern erhöhte sich die Zahl um 46 Personen (+3,8 Prozent) auf 1.258 Arbeitslose.
„Die wirtschaftliche Abschwächung wirkt sich zunehmend auf das Einstellungsverhalten der Betriebe aus. Umso wichtiger ist es, Menschen gezielt zu qualifizieren und Unternehmen bestmöglich bei der Personalsuche zu unterstützen“, betont AMS-Geschäftsstellenleiterin Manuela Seidl.
Wir verbinden Mensch und Arbeit – gemeinsam Zukunft gestalten
Erfreuliche Signale kommen weiterhin vom Arbeitsmarkt für junge Menschen. Besonders positiv entwickelt sich die Situation der unter 25-jährigen Personen: Ihre Arbeitslosigkeit ging im Jahresvergleich um 20,6 Prozent auf 266 Personen zurück. Das AMS unterstützt Jugendliche und junge Erwachsene dabei, den passenden Weg in Ausbildung, Beruf und Arbeitswelt zu finden. Dabei steht der Mensch im Mittelpunkt: Wir nehmen die individuellen Fähigkeiten, Interessen und persönlichen Ziele jedes Jugendlichen ernst und entwickeln gemeinsam realistische Perspektiven für die berufliche Zukunft.
Durch persönliche Beratung, Berufsorientierung, Qualifizierungsangebote und gezielte Vermittlung schaffen wir Möglichkeiten, erste berufliche Erfahrungen zu sammeln und nachhaltig in den Arbeitsmarkt einzusteigen.
„Wir verbinden Mensch und Arbeit“ bedeutet für Jugendliche mehr als nur die Vermittlung einer Arbeitsstelle. Es bedeutet, Talente zu erkennen, Chancen zu schaffen, Selbstvertrauen zu stärken und junge Menschen auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Berufsleben zu begleiten.
Unser Ziel ist es, Jugendliche dort abzuholen, wo sie stehen, ihre Potenziale zu fördern und gemeinsam mit ihnen den nächsten Schritt in eine erfolgreiche berufliche Zukunft zu gestalten.
Lehrstellenmarkt bietet beste Einstiegschancen
Der Lehrstellenmarkt im Flachgau zeigt sich weiterhin ausgesprochen aufnahmefähig. Aktuell stehen 156 offene Lehrstellen 78 Lehrstellensuchenden gegenüber. Damit bietet sich Jugendlichen eine breite Auswahl an Ausbildungsmöglichkeiten und gute Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben.
„Für junge Menschen bietet der Lehrstellenmarkt derzeit eine breite Palette an Möglichkeiten. Wer bei der Suche offen und flexibel bleibt und auch Lehrstellen außerhalb des unmittelbaren Umfelds in Betracht zieht, kann seine Chancen auf einen passenden Ausbildungsplatz deutlich erhöhen“, erklärt Seidl.
Ältere Arbeitsuchende weiterhin besonders gefordert
Eine besondere Herausforderung am Arbeitsmarkt bleibt die Situation älterer Arbeitsuchender. Bei den über 50-jährigen Frauen ist die Arbeitslosigkeit zuletzt um 18 Prozent auf 347 Personen gestiegen – das entspricht einem Plus von 53 Personen. Bei den Männern dieser Altersgruppe fiel der Anstieg mit 7 Prozent beziehungsweise 29 Personen vergleichsweise moderater aus.
Insbesondere für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen gestaltet sich die Rückkehr in Beschäftigung häufig schwieriger und erfordert individuelle sowie längerfristige Unterstützung.
„Gerade bei älteren Arbeitsuchenden ist es wichtig, frühzeitig anzusetzen und individuelle Perspektiven zu entwickeln. Sollte sich die wirtschaftliche Entwicklung weiter eintrüben, könnte sich das Risiko einer längeren Arbeitslosigkeit in dieser Gruppe weiter erhöhen“, erklärt Seidl.
Das AMS setzt daher gezielt auf individuelle Beratung, Qualifizierung und passgenaue Förderangebote. Ziel ist es, vorhandene Kompetenzen zu stärken, neue berufliche Perspektiven zu eröffnen und die nachhaltige Integration älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Arbeitsmarkt zu unterstützen.
Weniger offene Stellen, steigende Bedeutung von Qualifizierung
Auch die Nachfrage nach Arbeitskräften ist leicht rückläufig. Aktuell sind im Flachgau 1.818 offene Stellen gemeldet. Das sind 13 Stellen beziehungsweise 0,7 Prozent weniger als vor einem Jahr.
„Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sind Investitionen in Ausbildung, Qualifizierung und Beschäftigung entscheidend. Unternehmen und Arbeitsmarktservice müssen weiterhin eng zusammenarbeiten, um Fachkräfte langfristig zu sichern“, so Seidl.
Gemeinsam den Arbeitsmarkt stärken
Das AMS Salzburg-Umgebung setzt weiterhin konsequent auf Qualifizierung, eine starke Lehrlingsausbildung und nachhaltige Beschäftigungsmodelle. Ziel ist es, Unternehmen bei der Fachkräftesicherung zu unterstützen und Arbeitsuchenden neue Perspektiven zu eröffnen.
Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass ein stabiler Arbeitsmarkt nur durch das gemeinsame Engagement von Unternehmen, Beschäftigten und Arbeitsmarktservice gesichert werden kann. Ausbildung, Weiterbildung und Mobilität bleiben dabei die entscheidenden Erfolgsfaktoren.
Fazit - Gemeinsam Chancen nutzen und Beschäftigung sichern
Der Arbeitsmarkt im Flachgau bleibt trotz wirtschaftlicher Herausforderungen insgesamt stabil. Während Jugendliche derzeit von guten Ausbildungs- und Einstiegsmöglichkeiten profitieren, braucht es für ältere Arbeitsuchende gezielte Unterstützung. „Mit Qualifizierung, individueller Beratung und enger Zusammenarbeit mit den Betrieben schaffen wir Perspektiven und stärken den regionalen Arbeitsmarkt“, so AMS-Geschäftsstellenleiterin Manuela Seidl.
Diese Seite wurde aktualisiert am: 02. Oktober 2026