Flachgauer Arbeitsmarkt bleibt stabil – Jugendliche profitieren von guten Chancen am Arbeits- und Lehrstellenmarkt

Der Arbeitsmarkt im Bezirk Salzburg-Umgebung präsentiert sich weiterhin stabil. Ende Oktober 2026 waren insgesamt 2.406 Personen arbeitslos vorgemerkt. Das entspricht einem Anstieg um 100 Personen beziehungsweise 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Mit einer Arbeitslosenquote von rund 3,3 Prozent liegt der Flachgau jedoch weiterhin deutlich unter dem Salzburger Landesdurchschnitt von rund 4,9 Prozent und behauptet damit seine vergleichsweise günstige Position am regionalen Arbeitsmarkt.


  • Veröffentlicht 02.11.2026
  • Bundesland Salzburg

Wirtschaftliche Zurückhaltung bremst die Entwicklung am Arbeitsmarkt

Die anhaltend verhaltene konjunkturelle Entwicklung hinterlässt zunehmend Spuren am regionalen Arbeitsmarkt. Viele Unternehmen agieren bei Neueinstellungen weiterhin zurückhaltend. Dadurch verliert die Beschäftigungsdynamik an Schwung, während die Arbeitslosigkeit leicht steigt.

Von dieser Entwicklung sind Frauen und Männer gleichermaßen betroffen, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß. Ende Oktober waren 1.265 Frauen arbeitslos vorgemerkt. Das entspricht einem Anstieg um 82 Personen beziehungsweise 7,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Bei den Männern fiel der Zuwachs mit 18 Personen beziehungsweise 1,4 Prozent deutlich geringer aus.

„Die wirtschaftliche Abschwächung wirkt sich zunehmend auf das Einstellungsverhalten der Betriebe aus. Umso wichtiger ist es, arbeitsuchende Menschen gezielt zu qualifizieren und Unternehmen bei der Suche nach geeigneten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bestmöglich zu unterstützen“, betont AMS-Geschäftsstellenleiterin Manuela Seidl.

Wir verbinden Mensch und Arbeit – gemeinsam Zukunft gestalten

Erfreuliche Entwicklungen zeigt der Arbeitsmarkt weiterhin bei jungen Menschen. Besonders positiv ist die Situation der unter 25-Jährigen: Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl der arbeitslos vorgemerkten Jugendlichen und jungen Erwachsenen um 15,5 Prozent auf 262 Personen gesunken. Besonders deutlich fällt der Rückgang bei den jungen Männern aus. Hier verzeichnete das AMS im Oktober 2026 ein Minus von 22,1 Prozent auf insgesamt 141 arbeitslos vorgemerkte Personen.

Das AMS begleitet Jugendliche und junge Erwachsene auf ihrem individuellen Weg in Ausbildung und Beruf. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen persönlichen Stärken, Interessen und Zielen. Gemeinsam werden berufliche Möglichkeiten ausgelotet und realistische Perspektiven für einen erfolgreichen Einstieg in die Arbeitswelt entwickelt.

Mit persönlicher Beratung, gezielter Berufsorientierung, bedarfsgerechten Qualifizierungsangeboten und individueller Vermittlungsunterstützung schafft das AMS konkrete Chancen für junge Menschen. Ziel ist es, ihnen den Zugang zu Ausbildung und Beschäftigung zu erleichtern, erste Berufserfahrungen zu ermöglichen und langfristige Perspektiven am Arbeitsmarkt zu eröffnen.

„Wir verbinden Mensch und Arbeit“ bedeutet für Jugendliche weit mehr als die Vermittlung eines Arbeitsplatzes. Es geht darum, Talente zu entdecken, Perspektiven zu eröffnen und Selbstvertrauen zu stärken. Das AMS begleitet junge Menschen individuell auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Berufsleben – mit dem Ziel, ihre Stärken zu fördern und gemeinsam die Weichen für eine erfolgreiche berufliche Zukunft zu stellen.

Lehrstellenmarkt im Flachgau: Gute Chancen für Jugendliche

Der Lehrstellenmarkt im Flachgau bietet Jugendlichen weiterhin vielfältige Möglichkeiten: Aktuell stehen 143 offenen Lehrstellen lediglich 92 Lehrstellensuchende gegenüber. Damit übersteigt das Angebot die Nachfrage deutlich – beste Voraussetzungen für einen gelungenen Start ins Berufsleben.

„Jungen Menschen eröffnet sich derzeit eine breite Auswahl an Ausbildungsmöglichkeiten. Wer bei der Lehrstellensuche flexibel bleibt und auch Angebote außerhalb des unmittelbaren Wohnumfelds in Betracht zieht, kann seine Chancen auf einen passenden Ausbildungsplatz zusätzlich erhöhen“, betont AMS-Geschäftsstellenleiterin Manuela Seidl.

Ältere Arbeitsuchende besonders gefordert

Die Arbeitslosigkeit bei über 50-Jährigen entwickelt sich zunehmend unterschiedlich: Bei den Männern über 50 Jahren stieg die Arbeitslosigkeit um 2,8 Prozent auf insgesamt 435 Personen. Deutlich stärker fiel der Anstieg bei den Frauen dieser Altersgruppe aus: Hier verzeichnete das AMS ein Plus von 24,8 Prozent auf 362 arbeitslos vorgemerkte Personen. 

Besonders gesundheitliche Einschränkungen erschweren häufig den Wiedereinstieg ins Berufsleben. „Gerade bei älteren Arbeitsuchenden braucht es individuelle Lösungen, gezielte Qualifizierung und eine längerfristige Begleitung, um neue berufliche Perspektiven zu schaffen“, betont AMS-Geschäftsstellenleiterin Manuela Seidl.

Das AMS setzt daher auf persönliche Beratung und passgenaue Förderangebote, um die Chancen älterer Menschen auf eine nachhaltige Rückkehr ins Berufsleben zu stärken.

Qualifizierung schafft Perspektiven – gemeinsam den Arbeitsmarkt stärken

Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist im Flachgau leicht rückläufig. Aktuell sind 1.697 offene Stellen beim AMS gemeldet, um 72 beziehungsweise 4,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Umso wichtiger werden Ausbildung, Weiterbildung und gezielte Qualifizierung.

„Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist es entscheidend, in Menschen und ihre Fähigkeiten zu investieren. Durch eine enge Zusammenarbeit mit den Unternehmen können wir Fachkräfte sichern, Potenziale fördern und neue Beschäftigungsperspektiven schaffen“, betont AMS-Geschäftsstellenleiterin Manuela Seidl.

Das AMS Salzburg-Umgebung setzt daher auf gezielte Qualifizierung, eine starke Lehrlingsausbildung und nachhaltige Beschäftigungsmodelle. Gemeinsam mit den Betrieben sollen Fachkräftebedarfe gedeckt und Arbeitsuchende bestmöglich auf ihrem Weg zurück ins Berufsleben unterstützt werden. Denn ein starker Arbeitsmarkt entsteht dort, wo Menschen, Unternehmen und das AMS an einem Strang ziehen.

Fazit - Zusammenarbeit als Schlüssel für einen starken Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt im Flachgau steht vor unterschiedlichen Herausforderungen: Während die wirtschaftliche Zurückhaltung die Beschäftigungsdynamik bremst und insbesondere ältere Arbeitsuchende Unterstützung benötigen, eröffnen sich jungen Menschen weiterhin gute Chancen. Das AMS Salzburg-Umgebung setzt deshalb auf individuelle Beratung, gezielte Qualifizierung und enge Zusammenarbeit mit den Betrieben. Gemeinsam sollen Beschäftigungsperspektiven geschaffen und die Fachkräfte von morgen gestärkt werden.

Diese Seite wurde aktualisiert am: 02. November 2026