Die aktuelle Arbeitsmarktlage im Jänner 2026 im Arbeitsmarktbezirk Voitsberg

Entgegen dem Steiermark-Trend sinkt die Arbeitslosigkeit im Bezirk um 3,5%!


  • Veröffentlicht 03.02.2026
  • Bundesland Steiermark

Der leicht positive Trend am Arbeitsmarkt hat sich auch im ersten Monat des Jahres 2026 fortgesetzt. Die Arbeitslosigkeit ist um 3,5% gesunken und damit wurde landesweit in unserer Region nach Judenburg (- 4,5%) und Bruck/Mürzzuschlag (- 4,2%) der drittstärkste Rückgang registriert. Für die positive Entwicklung sind die Personalbedarfe bei den wirtschaftlichen Dienstleistern und bei den Leasern verantwortlich.

Ende Jänner waren 1.717 Personen, das sind um 63 oder 3,5% weniger als im Vorjahr, arbeitslos. In der gesamten Steiermark ist die Zahl der Arbeitslosen um durchschnittlich 3,9% gestiegen. Zu Jahresbeginn waren 619 Frauen, um 2 oder 0,3% mehr als im Vorjahr, ohne Beschäftigung. Im Gegensatz dazu, hat sich der Vorgemerktenstand bei den Männern* um 5,6% oder 65 Personen, auf 1.098 vermindert. Im Jahresvergleich hat sich die noch immer schwache Konjunktur, bei den unter 25-Jährigen mit einem Zuwachs von 5,9% sehr negativ ausgewirkt. Bei den Personen im Haupterwerbsalter (25 bis 49 Jahre) hat sich ein Minus von genau 5,0% und bei den über 50-Jährigen von 4,2% ergeben. Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass die Zahl der Arbeitslosen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen um 47 Personen oder 8,6% vermindert hat. Auch die Zahl der anerkannten Behinderten ist stabil und hat sich um eine Person auf 129 Vorgemerkte verringert.

Statistisch bedingt bezieht sich die Arbeitslosenquote auf den Dezember 2025 und liegt mit 7,6% um 0,1%-Punkte über dem Vorjahreswert. Die steirische Quote ist mit 7,9% geringfügig höher. Das leichte Absinken der Arbeitslosigkeit hat noch keine positiven Auswirkungen auf die Zahl der unselbstständig Beschäftigten. Im Dezember 2025 standen insgesamt 19.813 (- 0,3%) Personen, 9.699 Frauen und 10.114 Männer*, aus dem Bezirk in einem Beschäftigungsverhältnis.

Leicht verändert hat sich die sogenannte Dynamik am Arbeitsmarkt. Im abgelaufenen Monat sind 521 Personen – um eine mehr als im Jänner des Vorjahres – arbeitslos geworden. 483 Arbeitslose (+ 55) haben ihre Vormerkung beim AMS beendet und 232 (- 2) davon haben tatsächlich eine neue Beschäftigung gefunden.

Die Anzahl der offenen Stellen hat sich im Jahresvergleich von 420 auf 313 vermindert. Der Wert ist zwar nicht mehr so hoch wie in den letzten Jahren, dokumentiert aber trotzdem, dass die regionalen Unternehmen Personalbedarf haben. Die Herausforderung dabei ist, dass die von den Betrieben geforderten Mobilitätskriterien (örtlich und zeitlich) und Qualifikationen von den vorgemerkten Arbeitslosen, nicht im ausreichenden Maß erfüllt werden (können). Wegen dem schon seit Jahren bestehenden Fachkräftemangel ist die Nachfrage nach engagierten und motivierten Nachwuchskräften sehr groß und die betriebliche Berufsausbildung hat einen hohen Stellenwert. In den nächsten Wochen werden noch viele Lehrstellen für den Sommer und Herbst vergeben und man kann den Jugendlichen daher nur raten, sich spätestens in den Energieferien für eine Lehrstelle zu bewerben. Es gibt in praktisch allen Branchen ein Angebot an Lehrplätzen. Eine abgeschlossene Lehre ist ein gutes Fundament für das weitere Berufsleben und bietet ausgezeichnete Zukunftsperspektiven. Die Berater_innen im BerufsInfoZentrum Deutschlandsberg – https://biz-deutschlandsberg.ams.at – unterstützen bei der Entscheidungsfindung für einen passenden Lehrberuf. Aber auch direkt vor Ort kann man unter - rdj.mfzkjsvix@ams.at – eine Anmeldung für eine individuelle Beratung vornehmen. Die Jugendberaterin meldet sich umgehend, um einen Gesprächstermin zu vereinbaren.

*Männer und Personen mit alternativem Geschlechtseintrag

Diese Seite wurde aktualisiert am: 03. Februar 2026