Der steirische Arbeitsmarkt: April 2026

Mit Ende April 2026 waren in der Steiermark 38.000 Personen beim Arbeitsmarktservice als arbeitslos vorgemerkt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Anstieg von 1.350 Personen bzw. +3,7 Prozent.


  • Veröffentlicht 04.05.2026
  • Bundesland Steiermark

Mit Ende April 2026 waren in der Steiermark 38.000 Personen beim Arbeitsmarktservice als arbeitslos vorgemerkt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Anstieg von 1.350 Personen bzw. +3,7 Prozent.

Die Zahl der Schulungsteilnehmer_innen erhöhte sich um 434 Personen auf 8.707 (+5,2 Prozent). Insgesamt waren somit 46.707 Personen ohne Beschäftigung (+4,0 Prozent bzw. +1784 Personen). Die geschätzte Zahl der unselbständig Beschäftigten lag im April 2026 bei rund 545.000 Personen, das entspricht einem Anstieg um 2.000 Personen bzw. +0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die geschätzte Arbeitslosenquote beträgt somit 6,5 Prozent und liegt damit um 0,2 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert.

Akademiker_innen nicht mehr immun gegen steigende Arbeitslosigkeit:

Akademische Abschlüsse bieten am Arbeitsmarkt keinen automatischen Schutz mehr vor Arbeitslosigkeit. Die aktuelle Arbeitsmarktstatistik für die Steiermark zeigt: Von 1.350 zusätzlichen arbeitslosen Personen im Vergleich zum Vorjahr verfügen 811 – rund 60 Prozent – über einen akademischen Abschluss.

Während die Gesamtarbeitslosigkeit Ende April moderat um 3,7 Prozent auf rund 38.000 Personen stieg, legte die Arbeitslosigkeit unter Akademikerinnen und Akademikern deutlich stärker zu: plus 28,6 Prozent auf insgesamt 3.648 Personen.

Karl-Heinz Snobe, Landesgeschäftsführer AMS Steiermark: „In den kommenden Wochen soll genauer analysiert werden, aus welchen Branchen diese zusätzlichen Arbeitslosen stammen. Die Entwicklung rückt das Thema Künstliche Intelligenz (KI) verstärkt in den Fokus. KI wird zwar bestehende Jobs verdrängen, gleichzeitig aber auch Investitionen, neue Geschäftsmodelle und höhere Produktivität ermöglichen. Der Arbeitsmarkt steht daher weniger vor einem Einbruch als vor einem tiefgreifenden Umbruch – mit stark veränderten Tätigkeitsprofilen.

Diese Transformation lässt sich nicht aufhalten. Entscheidend ist, nach vorne zu modernisieren und gezielt in neue Kompetenzen zu investieren. Steigende Arbeitslosigkeit bei Hochqualifizierten ist daher kein Grund zur Resignation: Gerade ihre Stärken liegen in Anpassungsfähigkeit und Weiterentwicklung. Der Blick sollte nicht darauf gerichtet sein, was KI übriglässt, sondern darauf, welche neuen Aufgaben Menschen künftig übernehmen können.“

 

Diese Seite wurde aktualisiert am: 04. Mai 2026