Erfolgreiche Elementarpädagogikstiftung endet

AMS Tirol sieht weiterhin hohen Bedarf


  • Veröffentlicht 15.04.2026
  • Bundesland Tirol

Die Elementarpädagogikstiftung Tirol wird mit sofortiger Wirkung beendet. Das Projekt, das gemeinsam mit dem Land Tirol im Juni 2024 gestartet wurde, kann zwar eine äußerst positive Bilanz verweisen, eine Fortführung ist jedoch aufgrund fehlender Budgetmittel seitens des Landes derzeit nicht vorgesehen. Bereits laufende Ausbildungen können noch abgeschlossen werden, neue Eintritte sind jedoch nicht mehr möglich. Das AMS Tirol bedauert diesenSchritt zutiefst.

Finanzmittel erschöpft, Aufnahmestopp:
Die Stiftung Elementarpädagogik war vom Juni 2024 bis 30. Dezember 2026 angelegt, nun sind jedoch die Budgetmittel erschöpft und es können keine weiteren Ausbildungsplätze mehr zur Verfügung gestellt werden. Das AMS Tirol hätte dieses wichtige Projekt gerne weitergeführt.

Konkret haben:

  • 47 Personen haben eine Ausbildung zur Assistenzkraft absolviert (davon 1 Mann)
  • 24 Personen haben die 3-jährige Ausbildung zur pädagogischen Fachkraft begonnen (davon 2 Männer)
  • 12 Personen haben eine Ausbildung zuTageseltern absolviert (davon 2 Männer)

Insgesamt wurden über 450 Menschen bei Infoveranstaltungen über diese Ausbildungsmöglichkeit informiert. Zudem beteiligten sich 39 Kooperationsbetriebe aus ganz Tirol an dem Projekt und trugen maßgeblich zur praxisnahen Umsetzung bei.

Sabine Platzer-Werlberger, Landesgeschäftsführerin AMS Tirol: „Die Elementarpädagogikstiftung ist ein Beispiel dafür, wie wirksam gezielte Qualifizierung sein kann. Sie bringt Menschen in Beschäftigung und stärkt gleichzeitig ein für unsere Gesellschaft zentrales Berufsfeld. Umso bedauerlicher, dass dieses erfolgreiche Modell aktuell nicht weitergeführt werden kann.“

Aus Sicht des AMS Tirol wäre eine dauerhafte Stiftung sinnvoll gewesen, denn es besteht weiterhin ein klarer Bedarf an Qualifizierungsangeboten in der Elementarpädagogik, sowohl in Hinblick auf den steigenden Fachkräftebedarf als auch auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

„Wir nehmen die budgetären Entscheidungen des Landes zur Kenntnis. Gleichzeitig zeigt der Erfolg der Stiftung sehr deutlich, wie notwendig solche Angebote sind. Aus fachlicher Sicht würden wir eine Fortführung ausdrücklich empfehlen und wären bereit gewesen, diesen Weg weiterzugehen“ so Platzer-Werlberger.

Die Ergebnisse der vergangenen zwei Jahre unterstreichen, dass Investitionen in Qualifizierung im Bereich der Kinderbetreuung nicht nur arbeitsmarktpolitisch wirksam sind, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung Tirols leisten.

Die Implacementstiftung Elementarpädagogik Tirol setzte sich aktiv für die berufliche Weiterbildung arbeitsloser Menschen ein, indem sie ihnen die Möglichkeit bot, eine qualifizierte Ausbildung im Bereich Elementarpädagogik/Kinderbetreuung zu absolvieren. Gleichzeitig unterstützte die Stiftung Kinderbetreuungseinrichtungen dabei, ihren Personalbedarf mit hochqualifizierten Kräften zu decken.

Wie wurde die Stiftung finanziert?
Finanziert wurde die Implacementstiftung Elementarpädagogik vom Land Tirol von 2024 bis 2026 mit insgesamt rund 335.000 EUR. Dieses Budget deckte die Ausbildungskosten. Das AMS Tirol sicherte die Basisleistung der Teilnehmenden durch das sogenannte Stiftungsarbeitslosengeld. Zudem leisteten die Kooperationsbetriebe einen Beitrag. Davon wurde ein Teil für die Betreuungsleistung der amg-tirol aufgewendet und die Teilnehmenden erhielten eine sogenannte ausbildungsbedingte Zuschussleistung. 

Diese Seite wurde aktualisiert am: 15. April 2026