Niedrigste Arbeitslosenquote im Bundesländervergleich (3,3 %)

Arbeitslosigkeit im Handel gestiegen, mehr offene Stellen und Lehrstellen


  • Veröffentlicht 03.08.2026
  • Bundesland Tirol

Mit Stichtag 31.07.2026 waren in Tirol 12.828 Personen arbeitslos vorgemerkt. Im Vergleich zum Vorjahr sind das um +225 Menschen mehr (+1,8 %). Fünf von zehn arbeitslos vorgemerkten Personen (53,2 %) sind seit weniger als 3 Monaten arbeitslos vorgemerkt. 8,3 % haben aktuell eine Einstellzusage von einem Betrieb, 18,1 % waren zuletzt im Handel beschäftigt und 13,7 % in der Beherbergung und Gastronomie. 
Österreichweit ist die Arbeitslosigkeit um +3,1 % gestiegen und aktuell sind in Österreich 298.885 Menschen arbeitslos vorgemerkt. [Arbeitslose im Juli 2022: 9.983 | 2023: 9.815 | 2024: 11.636 | 2025: 12.603 | 2026: 12.828]

„Die Wirtschaftsprognose 2026 ging von einem deutlichen Beschäftigungswachstum aus und ließ ab der Jahresmitte eine sinkende Arbeitslosigkeit erwarten. Der bisherige Jahresverlauf in Tirol bestätigt dies nur für die Beschäftigungszahlen. Aktuell verzeichnen wir nach wie vor steigende Arbeitslosigkeit.“ Sabine Platzer-Werlberger, Landesgeschäftsführerin AMS Tirol

Bei 12.828 Arbeitslosen und geschätzten 372.000 unselbständig Beschäftigten betrug die Arbeitslosenquote im Juli 2026 in Tirol 3,3 %. Im Bundesländervergleich ist das der niedrigste Wert. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosenquote in Tirol auf dem Niveau des Vorjahres. [Arbeitslosenquote im Juli 2022: 2,7 % | 2023: 2,6 % | 2024: 3,1 % | 2025: 3,3 % | 2026: 3,3 %]

2.507 Personen nehmen aktuell an Schulungsmaßnahmen des AMS Tirol teil. Das sind im Vorjahresvergleich um +246 Personen oder +10,9 % mehr. [Schulungsteilnehmer_innen im Juli 2022: 1.923 | 2023: 1.765 | 2024: 1.964 | 2025: 2.261 | 2026: 2.507]

Anstieg bei offenen Lehrstellen nur in Tirol
Die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden ist Ende Juli 2026 im Vorjahresvergleich um +19,3% auf 501 gestiegen. Der Bestand an sofort verfügbaren offenen Lehrstellen ist im Vergleich zum Vorjahr um +19,6 % auf insgesamt 1.251 gestiegen. Damit unterscheidet sich der Lehrstellenmarkt in Tirol von allen anderen Bundesländern, in denen die Anzahl offener Lehrstellen rückläufig ist.. [Offene Lehrstellen (sofort verfügbar) im Juli 2022: 1.436 | 2023: 1.430 | 2024: 1.392 | 2025: 1.046 | 2026: 1.251], [Lehrstellensuchende (sofort verf., ohne Einstellzusage) im Juli 2022: 385 | 2023: 379 | 2024: 455 | 2025: 420 | 2026: 501]

Zwei Drittel der Lehrstellensuchenden erfolgreich vermittelt - 60% der gemeldeten Lehrstellen besetzt
Im Jahr 2025 hat das AMS Tirol 1.418 Menschen auf eine Lehrstelle vermittelt. Das waren um 8% mehr Menschen als im Jahr 2024. Dabei zeigen die Zahlen, dass sowohl Lehrstellensuchende als auch die offenen Lehrstellen zum größten Teil innerhalb der ersten 3 Monate abgehen.

„Dies unterstreicht den Erfolg der Early-Intervention-Strategie und die Bedeutung rascher Vermittlungsaktivitäten. Mit Blick auf den September, der traditionell die höchste Dynamik am Lehrstellenmarkt aufweist, ist es entscheidend, diese intensive Betreuung fortzuführen.“ Sabine Platzer-Werlberger, Landesgeschäftsführerin AMS Tirol

  • Arbeitslosigkeit gestiegen ↑ +225 |+1,8 % auf 12.828 Persone
  • Beschäftigung gestiegen ↑ +3.000 | +0,8 % auf 372.000 unselbständig Beschäftigte
  • Arbeitslosenquote gleichbleibend 0,0 %-Punkte auf 3,3 %

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ÜBERBICK
Der Tiroler Arbeitsmarkt im JULI 2026
Arbeitslosenquote liegt in Tirol bei 3,3 Prozent

Arbeitslosigkeit bei Männern leicht gesunken
Die Zahl der arbeitslos vorgemerkten Männer ist im Vergleich zum Vorjahr um -0,2 % auf 6.758 gesunken. Bei den Frauen konnte ein Anstieg um +4,1 % auf 6.070 beobachtet werden. Die Arbeitslosenquote der Männer ist mit 3,4 % im Vergleich zum Vorjahr gleichbleibend, bei den Frauen liegt sie mit +0,1% über dem Vorjahreswert (3,3 %).

Deutliches Plus bei den Jüngeren und Menschen mit Behinderung
Die Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen unter 25 Jahren ist mit +5,5 % bzw. mit +87 auf 1.677 gestiegen. Die Arbeitslosigkeit von Älteren (50 Jahre und älter) verzeichnete im Vorjahresvergleich ebenso einen Anstieg (+1,2 % bzw. +46).
Ein deutliches Plus der Arbeitslosigkeit ist bei Personen mit einer anerkannten Behinderung zu verzeichnen (+14,5 %).

Langzeitbeschäftigungslosigkeit steigt weiter
Aktuell sind in Tirol 2.430 Menschen von Langzeitbeschäftigungslosigkeit betroffen, was einem Anstieg von +17,7 % bzw. +366 Personen gegenüber dem Vorjahr entspricht. Mehr als die Hälfte der Langzeitbeschäftigungslosen (55,6 %) hat gesundheitliche Einschränkungen oder eine Behinderung, die ihre Vermittlungschancen beeinträchtigen. 48,5 % verfügen maximal über einen Pflichtschulabschluss und fast jede zweite betroffene Person ist älter als 50 Jahre (48,3 %).

Arbeitslosigkeit im Handel gestiegen
Im Handel (+69 bzw. +3,1 %), im Gesundheits- und Sozialwesen (+65 bzw. +5,4 %), bei der Erbringung von sonstigen Dienstleistungen (+60 bzw. +20,5 %), bei der Erbringung von wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (+59 bzw. +13,6 %) und in der Beherbergung und Gastronomie (+57 bzw. +3,4 %) liegt die Arbeitslosigkeit über dem Niveau des Vorjahres. Auch der Baubereich musste einen Anstieg (+51 bzw. 6,9 %) verzeichnen. In der Öffentlichen Verwaltung (-65 bzw. -12,7 %), bei der Warenherstellung (-60 bzw. -4,4 %) und im Verkehrsbereich (-32 bzw. -3,3 %) konnte hingegen ein Rückgang erreicht werden.  

Anstieg bei offenen Stellen, Rückgang im Handel
Die Anzahl der beim AMS Tirol zur Besetzung gemeldeter offener Stellen liegt im Juli über dem Vorjahresniveau. Ende Juli waren beim AMS Tirol 7.434 sofort verfügbare offene Stellen gemeldet, was einem Plus von 6,2 % oder 431 Stellen spricht. Das stärkste Plus konnte der Bereich der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (+398 bzw. 38,9 %) - darunter der Bereich der Arbeitskräfteüberlasser (+354 bzw. +47,5 %), die Warenherstellung (+142 bzw. 16,5 %) und die Beherbergung und Gastronomie (+107 bzw. +9,1 %) verzeichnen. Im Bau lag der Anstieg bei +77 bzw. +11,7 %) . Vom Rückgang betroffen sind der Handel (-152 bzw. -10,1 %), das Verkehrs- (-96 bzw. -19,6 %) und Gesundheitswesen (-90 bzw. -18,6 %). [Offene Stellen (sofort verfügbar) im Juli 2022: 10.877 | 2023: 8.271 | 2024: 7.720 | 2025: 7.003 | 2026: 7.434]

Beschäftigtendaten Juni 2026 (Vormonat)
Ende Juni 2026 waren in Tirol 362.636 unselbständige Beschäftigungsverhältnisse gemeldet. Das sind um +1.504 bzw. +0,4 % mehr als im Vorjahr. 
Bei den Frauen (+846 bzw. +0,5 %) ist die unselbständige Beschäftigung stärker gestiegen als bei den Männern (+658 bzw. +0,3 %).
Im Gesundheits- und Sozialwesen (+937 bzw. +2,3 %), in der Beherbergung und Gastronomie (+532 bzw. +1,3 %), im Erziehungs- und Unterrichtswesen (+313 bzw. +3,5 %), im Handel (+312 bzw. +0,7 %) und bei den wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (+248 bzw. +1,6 %) ist die unselbständige Beschäftigung im Vorjahresvergleich spürbar gestiegen. 
In der Warenherstellung (-339 bzw. -0,6 %) und im Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei (-41 bzw. -0,2 %) ging die Anzahl der Jobs hingegen zurück.
Die unselbständige Beschäftigung von Menschen mit nicht-österreichischer Staatsbürgerschaft ist im Vorjahresvergleich um +2.725 bzw. +2,7 % gestiegen. Bei den österreichischen Staatsangehörigen konnte ein Rückgang um -1.221 bzw. -0,5 % beobachtet werden. [unselbständige Beschäftigung im Juni 2022: 352.454 | 2023: 357.558 | 2024: 358.906 | 2025: 361.132 | 2026: 362.636] 

Diese Seite wurde aktualisiert am: 03. August 2026