Robuster Arbeitsmarkt im Sommer
Niedrige Arbeitslosenquote, mehr Beschäftigung, Arbeitslosigkeit nur leicht gestiegen
Mit Stichtag 31.08.2026 waren in Tirol 13.347 Personen arbeitslos
vorgemerkt. Im Vergleich zum Vorjahr sind das um +446 Menschen mehr (+3,5 %). Mehr als die Hälfte der arbeitslos vorgemerkten Personen (55,8 %) sindseit weniger als 3 Monaten arbeitslos vorgemerkt. Österreichweit ist die Arbeitslosigkeit um +3,3 % gestiegen und aktuell sind in Österreich 311.448 Menschen arbeitslos vorgemerkt. [Arbeitslose im August 2022: 10.903 | 2023: 10.498 | 2024: 12.191 | 2025: 12.901 | 2026: 13.347]
„Der Tiroler Arbeitsmarkt präsentiert sich weiterhin stabil. Die Arbeitslosigkeit ist zwar leicht gestiegen, Tirol weist mit einer Arbeitslosenquote von 3,5 Prozent aber erneut den niedrigsten Wert aller Bundesländer auf. Gleichzeitig bleibt die Beschäftigung auf einem hohen Niveau.“ Johannes Schranz, stv. Landesgeschäftsführer AMS Tirol
Bei 13.347 Arbeitslosen und geschätzt 367.000 unselbständig Beschäftigten betrug die Arbeitslosenquote im August 2026 in Tirol 3,5 %. Im Bundesländervergleich ist das der niedrigste Wert. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosenquote in Tirol um +0,1-Prozentpunkte gestiegen. [Arbeitslosenquote im August 2022: 3,0 % | 2023: 2,8 % | 2024: 3,2 % | 2025: 3,4 % | 2026: 3,5 %]
Anstieg bei offenen Stellen
Die Anzahl der beim AMS Tirol zur Besetzung gemeldeten offenen Stellen ist im Vorjahresvergleich gestiegen. Ende August waren beim AMS Tirol 7.340 sofort verfügbare offene Stellen gemeldet, was einem Anstieg von +3,4 % oder +243 Stellen entspricht. Besonders stark fiel der Anstieg in der Arbeitskräfteüberlassung (+344 bzw. +43,7 %) und in der Warenherstellung (+105 bzw. +11,3 %) aus. Auch in der öffentlichen Verwaltung (+70 bzw. +54,3 %) und in der Baubranche (+38 bzw. +5,2 %) ist die Anzahl der gemeldeten offenen Stellen gestiegen. Im Handel (-166 bzw. -10,9 %), im Gesundheits- und Sozialwesen (-120 bzw. -25,3 %) und in der Beherbergung und Gastronomie (-46 bzw. -4,1 %) sind hingegen weniger offene Stellen zur sofortigen Besetzung gemeldet als vor einem Jahr. [Offene Stellen (sofort verfügbar) im August 2022: 9.937 | 2023: 8.074 | 2024: 7.403 | 2025: 7.097 | 2026: 7.340]
„Die steigende Zahl offener Stellen ist ein positives Signal für den Tiroler
Arbeitsmarkt. Besonders die starke Nachfrage in der Arbeitskräfteüberlassung und in der Warenherstellung zeigt, dass viele Unternehmen weiterhin Personal suchen.“ Johannes Schranz.
Arbeitslosigkeit im Handel und Tourismus gestiegen
Gestiegen ist die Arbeitslosigkeit im Handel (+157 bzw. +6,6 %), in der Beherbergung und Gastronomie (+135 bzw. +8,1 %), im Gesundheits- und Sozialwesen (+69 bzw. +5,5 %) und in der Baubranche (+51 bzw. +6,9 %). In der Warenherstellung (-94 bzw. -6,7 %) und in der Arbeitskräfteüberlassung (-33 bzw. - 5,4 %) liegt die Arbeitslosigkeit hingegen unter dem Niveau des Vorjahres.
- Arbeitslosigkeit gestiegen ↑ +446 | +3,5 % auf 13.347 Personen Beschäftigung gestiegen
- ↑ +2.000 | +0,7 % auf 367.000 unselbständig Beschäftigte Arbeitslosenquote gestiegen
- ↑ +0,1 %-Punkte auf 3,5 %
ÜBERSICHT - Der Tiroler Arbeitsmarkt im AUGUST 2026
Robuster Arbeitsmarkt im Sommer
Arbeitslosigkeit bei Frauen stärker gestiegen
Die Zahl der arbeitslos vorgemerkten Männer ist im Vergleich zum Vorjahr um +2,1 % auf 6.809 gestiegen. Bei den Frauen konnte ein Anstieg um +4,9 % auf 6.538 beobachtet werden. Die Arbeitslosenquote der Männer liegt mit 3,4 % etwas unter jener der Frauen (3,6 %). Bei beiden Geschlechtern liegt die Arbeitslosenquote um +0,1 %-Punkte über dem Vorjahresniveau.
Langzeitbeschäftigungslosigkeit steigt weiter deutlich
Aktuell sind in Tirol 2.461 Menschen von Langzeitbeschäftigungslosigkeit betroffen, was einem Anstieg von +18,0 % bzw. +375 Personen gegenüber dem Vorjahr entspricht. Mehr als die Hälfte der Langzeitbeschäftigungslosen (54,6 %) hat gesundheitliche Einschränkungen, die ihre Vermittlungschancen beeinträchtigen. Fast jede zweite betroffene Person verfügt maximal über einen Pflichtschulabschluss (48,6 %) oder ist älter als 50 Jahre (48,2 %).
Höherqualifizierung ist bestes Mittel gegen Arbeitslosigkeit
Ende August hatten 40,3 % der vorgemerkten Arbeitslosen maximal einen Pflichtschulabschluss. Diese Personen arbeiteten hauptsächlich in Hilfsberufen und besitzen weder einen Lehrabschluss noch eine
höhere Schulbildung. Die Arbeitslosenquote von Menschen mit maximal
Pflichtschulabschluss betrug zuletzt 10,0 %. Bei Personen mit abgeschlossener Lehrausbildung lag dieser Wert bei 2,7 % und bei
Akademiker_innen bei 2,1 %. 2.507 Personen nehmen aktuell an Schulungsmaßnahmen des AMS Tirol teil. Das sind im Vorjahresvergleich um +346 Personen oder +16,0 % mehr. [Schulungsteilnehmer_innen im August 2022: 1.819 | 2023: 1.691 | 2024: 1.961 | 2025: 2.161 | 2026: 2.507]
Deutlich mehr offene Lehrstellen als Lehrstellensuchende
In Tirol ist der Bestand an sofort verfügbaren offenen Lehrstellen im Vergleich zum Vorjahr um +15,7 % auf insgesamt 1.476 gestiegen. Damit unterscheidet sich der Lehrstellenmarkt in Tirol von allen anderen Bundesländern, in denen die Anzahl offener Lehrstellen rückläufig ist. Die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden ist im Vorjahresvergleich um -3,1 % auf 500 gesunken. Die Zahl der offenen Lehrstellen übersteigt damit deutlich die Zahl der Lehrstellensuchenden. Diese Diskrepanz unterstreicht den fortbestehenden Bedarf an Fachkräften. [Offene Lehrstellen (sofort verfügbar) im August 2022: 1.646 | 2023: 1.696 | 2024: 1.595 | 2025: 1.276 | 2026: 1.476] [Lehrstellensuchende (sofort verf., ohne Einstellzusage) im August 2022: 444 | 2023: 383 | 2024: 472 | 2025: 516 | 2026: 500]
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Beschäftigtendaten Juli 2026 (Vormonat)
Ende Juli 2026 waren in Tirol 370.267 unselbständige Beschäftigungsverhältnisse gemeldet. Das sind um +1.142 bzw. +0,3 % mehr als im Vorjahr. Im Bundesländervergleich konnte Tirol hinter Wien (+0,6 %) und gleichauf mit Salzburg das zweitstärkste Beschäftigungswachstum verzeichnen. Bei den Frauen (+668 bzw. +0,4 %) ist die unselbständige Beschäftigung stärker gestiegen als bei den Männern (+474 bzw. +0,2 %). Im Gesundheits- und Sozialwesen (+866 bzw. +2,1 %), in der Beherbergung und Gastronomie (+787 bzw. +1,7 %), im Handel (+399 bzw. +0,8 %) und im Bereich Erziehung und Unterricht (+244 bzw. +2,7 %) ist die unselbständige Beschäftigung im Vorjahresvergleich in absoluten Zahlen besonders spürbar gestiegen. In der Warenherstellung (-551 bzw. -1,0 %), im Bereich Verkehr und Lagerei (-150 bzw. -0,7 %) und bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (-132 bzw. -1,0 %) ging die Beschäftigung hingegen zurück.
Die unselbständige Beschäftigung von Menschen mit nicht-österreichischer Staatsbürgerschaft ist im Vorjahresvergleich um +2.720 bzw. +2,6 % gestiegen. Bei den österreichischen Staatsangehörigen konnte ein Rückgang um -1.578 bzw. -0,6 % beobachtet werden. Nach Nationalität betrachtet fiel die Integration in den Tiroler Arbeitsmarkt aus den Herkunftsländern Deutschland (+1.166 bzw. +4,9 %), Syrien (+348 bzw. +13,6 %), der Ukraine (+289 bzw. +14,2 %), Nepal (+208 bzw. +50,1 %) und Rumänien (+187 bzw. +3,5 %) besonders stark aus. [unselbständige Beschäftigung im Juli 2022: 359.408 5 | 2026: 370.267]
Diese Seite wurde aktualisiert am: 01. September 2026