Geschäftsbericht 2020

Die Covid-19-Pandemie hat den Arbeitsmarkt völlig verändert. Anfang des Jahres 2020 ist das AMS noch davon ausgegangen, dass die Arbeitslosenzahlen konstant bleiben würden und im Jahresdurchschnitt mit rund 9.700 arbeitslosen Personen zu gerechnet ist. Mit dem ersten Lockdown im März 2020 kam die dramatische Wende am Arbeitsmarkt, und die Zahl der Arbeitslosen ist im April auf 17.928 Personen gestiegen. Ein historischer Höchststand.


  • Veröffentlicht 08.04.2021
  • Bundesland Vorarlberg

Die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen hat sich im Jahresschnitt 2020 um 46 Prozent auf 13.817 Personen erhöht, die Zahl der Beschäftigten ist um 2 Prozent auf 165.000 gesunken. Die Arbeitslosigkeit nahm 2020 in allen Bezirken deutlich zu. Betroffen waren Frauen wie Männer aller Altersklassen, unabhängig vom Bildungsniveau. Besonders hoch war der Anstieg bei Personen in den Wirtschaftsbereichen Hotellerie und Gastronomie sowie Handel.
Die Arbeitsmarktkrise hatte auch massive Auswirkungen auf das Arbeiten im AMS. Stand noch bis Februar 2020 die Vermittlungmit dem Ziel einer raschen Beschäftigungsaufnahme und der Verhinderung lang andauernder Arbeitslosigkeit im Mittelpunkt, sohatte ab März 2020 die Existenzsicherung, unter deutlich erschwerten Bedingungen durch Lockdowns und Social Distancing, sowiedie Abwicklung der Kurzarbeitsbeihilfe zur Sicherung möglichst vieler Jobs oberste Priorität. Das AMS war gefordert, neue Prozesse aufzustellen und bestehende Prozesse anzupassen, um die gewaltigen Anforderungen zu bewältigen. So wurden im Bereich der Arbeitslosenversicherung 48.641 Leistungsanträge (+9,1 %) bearbeitet, bis Jahresende 9.992 Kurzarbeitsprojekte abgewickelt undrund 259 Millionen Euro Kurzarbeitsbeihilfe an die Unternehmen ausbezahlt. 

Wenn Sie den gesamten Geschäftsbericht 2020 des AMS Vorarlberg erhalten möchten, dann wenden Sie sich bitte an: ursula.igerz(at)ams.at

 

 

Diese Seite wurde aktualisiert am: 08. April 2021