Jahresbilanz 2022: Geringste Arbeitslosenquote seit 2001

Im Jahr 2022 waren durchschnittlich 8.975 Personen arbeitslos vorgemerkt. Dies entsprach einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 2.649 Personen oder 22,8 Prozent. Frauen und Männer konnten mit 23,6 und 22,1 Prozent gleichermaßen von diesem Rückgang profitieren.


  • Veröffentlicht 10.01.2023
  • Bundesland Vorarlberg

Bei den langzeitbeschäftigungslosen Personen war die Entwicklung noch erfreulicher. Im Jahr 2021 waren noch durchschnittlich 2.997 Personen langzeitbeschäftigungslos. Die Anzahl hat sich im Jahr 2022 deutlich auf 1.878 Personen verringert (minus 1.118 Personen oder 37,3 Prozent). Die Arbeitslosenquote von durchschnittlich 5,0 Prozent im Jahr 2022 ist um 1,5 Prozentpunkte, im Vergleich zum Jahr 2021, gesunken. Damals lag die Quote bei 6,5 Prozent. „Letztmalig lag die Arbeitslosenquote vor 21 Jahren mit 4,3 Prozent unter der 5,0 Prozent-Marke,“ informiert der AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter, über die erfreuliche Entwicklung. Der Anteil vorgemerkter Arbeitsloser, die als maximal höchste abgeschlossene Ausbildungsform eine Pflichtschule absolviert haben, ist nach wie vor sehr hoch. Im Jahr 2022 lag dieser Anteil bei 45,9 Prozent. Dies entsprach einem Zuwachs von 0,3 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr.

 Zuwachs an offenen Stellen

Auf dem Vorarlberger Stellenmarkt gab es im Jahr 2022 mit durchschnittlich 5.433 offenen Stellen einen Zuwachs von 1.366 Stellen (33,6 Prozent) gegenüber dem Jahr 2021. Insgesamt wurde im Jahr 2022 ein Stellenbedarf von 21.984 offenen Stellen gemeldet (dies entsprach einem Zuwachs von 3.938 Stellen gegenüber dem Vorjahr). Bei der Zahl der Schulungsteilnehmenden reduzierte sich die Anzahl der Personen, von 2.199 Personen (2021) auf 2.154 Personen im Jahr 2022. Das sind um 46 Personen (-2,1 Prozent) weniger, die eine Schulungs­maßnahme absolvieren konnten.

Ausbildung und Qualifizierung

Trotz dem Zuwachs an offenen Stellen haben gesundheitlich Belastete, Ältere, Geringqualifizierte und langzeitarbeitslose Personen nach wie vor Schwierigkeiten, sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren. „Aufgrund der hohen Vormerkungsrate bei uns von rund 46 Prozent mit maximal Pflichtschulabschluss, setzen wir im Jahr 2023 verstärkt auf die Qualifizierung von Personen ohne Bildungsabschluss“, informiert AMS Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter. Dazu werden arbeitsmarktpolitische Instrumente, die zu einer Fachkräfteausbildung wie Lehrabschluss oder zu einem höheren formalen Ausbildungsabschluss führen, in enger Kooperation mit Unternehmen (wie z.B. AQUA-Modelle, Stiftungsmodelle) ausgebaut und attraktiver gestaltet. Mit diesen Ausbildungsangeboten leistet das AMS Vorarlberg einen wichtigen Beitrag zur Besetzung offener Fachkräftestellen. „Insbesondere werden wir Qualifizierungsschwerpunkte in Zukunftsfeldern wie Metall, Elektro, IT, Umwelt, Pflege und Gesundheit sowie Soziales setzen. Mit der gezielten Höherqualifizierung von arbeitslosen Personen mit maximal Pflichtschulabschluss, verbessern wir ihre Arbeitsmarktchancen deutlich und leisten einen Beitrag zur Verringerung des Arbeitskräftemangels", betont Bernhard Bereuter.

Diese Seite wurde aktualisiert am: 10. Januar 2023