AMS-Arbeitsprogramm 2026: 39 Millionen für aktive Arbeitsmarktpolitik
Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde heute, am 20. Jänner 2026, das AMS- Arbeitsprogramm für 2026 der Öffentlichkeit vorgestellt. Das AMS Vorarlberg hat für die aktive Arbeitsmarktpolitik in den Bereichen Beschäftigung, Qualifizierung und Unterstützung im Jahr 2026 ein Budget von rund 39,2 Millionen Euro. 54 Prozent der budgetären Mittel fließen in Qualifizierungsangebote (inkl. Orientierungs- und Aktivierungsmaßnahmen), 32 Prozent in Beschäftigungsmaßnahmen und etwa 14 Prozent werden für Unterstützungsangebote eingesetzt.
Für das Jahr 2026 wird für den Vorarlberger Arbeitsmarkt eine moderate Verbesserung der wirtschaftlichen Entwicklung erwartet. Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten soll um 500 Personen zunehmen. Die Arbeitslosenquote wird voraussichtlich wieder leicht auf 5,8 Prozent sinken, während der Bestand der Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt stabil bleibt (±0). „Wir gehen davon aus, dass die Personalnachfrage bei den Unternehmen wieder steigen und sich dadurch die Beschäftigungschancen für arbeitslose Personen wieder verbessern wird“, informiert AMS- Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter. Ausgehend von der Wirtschaftsprognose und den damit zu erwartenden Arbeitsmarktentwicklungen sowie den mittelfristigen Trends am Arbeitsmarkt, hat das AMS Vorarlberg arbeitsmarktpolitische Schwerpunkte für die kommenden Jahre festgelegt:
- Vermittlung als Kernaufgabe – schnell, passgenau und zukunftsorientiert
- Ausbildung und Qualifizierung von Personen ohne Bildungsabschluss
- Verhinderung und Abbau der Langzeitbeschäftigungslosigkeit
- Jugendarbeitslosigkeit senken und Sicherstellung der beruflichen
Ausbildung
Vermittlung steht im Mittelpunkt der AMS Arbeit
Bei jenen im AMS vorgemerkten Arbeitsuchenden steht weiterhin die Vermittlung in Beschäftigung im Mittelpunkt. Ziel ist es, eine rasche Arbeitsaufnahme zu ermöglichen. „Angesichts eines sich rasch wandelnden Arbeitsmarktes kommt der effizienten Zusammenführung von Arbeitsuchenden und offenen Stellen eine zentrale Bedeutung für die Beschäftigungssicherung zu“, betont der AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter.
Rund 21,1 Millionen für Ausbildung und Qualifizierung
Mit arbeitsmarktpolitischen Angeboten wie Qualifizierungsangebote, Beratungs- und Betreuungsangebote, Lohnkostenförderungen für Unternehmen, werden die Einstiegschancen der betroffenen Personen erhöhen. Im Jahr 2026 ist geplant, dass insgesamt mehr als 20.500 Personen von den arbeitsmarktpolitische Angebote profitieren werden.
Fachkräfteausbildung fördern - Ausbildung und Qualifizierung von Personen mit maximal Pflichtschulabschluss
Mit der Fachkräfteausbildung leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Industriestrategie 2035 der Bundesregierung. Neben der gezielten Stärkung der Lehrausbildung ist eine umfassende Qualifizierungsoffensive zur Gewinnung von Fachkräften ein zentrales strategisches Ziel. Bei Personen mit höchstens Pflichtschulabschluss verfolgen wir das Ziel, Arbeitslosigkeit durch gezielte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen nachhaltig zu reduzieren. Arbeitsmarktpolitische Instrumente, die zu einer Fachkräfteausbildung – etwa einem Lehrabschluss oder einem höheren formalen Abschluss – führen oder betriebsnahe Qualifizierungen in enger Zusammenarbeit mit Unternehmen ermöglichen, werden konsequent weiter ausgebaut.
Gezielte Unterstützung für Betriebe und Jugendliche bleibt auch 2026 stark
Für Jugendliche mit niedrigem Qualifikationsniveau bleibt die Lehrlingsausbildung ein zentraler Baustein für eine nachhaltige berufliche Perspektive und einen erfolgreichen Einstieg in den Arbeitsmarkt.
Verhinderung und Abbau der Langzeitbeschäftigungslosigkeit
Trotz der schwierigen Arbeitsmarktsituation haben im Jahr 2025 754 langzeitarbeitslose Personen wieder eine Arbeit gefunden. „Für das Förderjahr rechnen wir mit rund 462 Eintritten in ein befristetes Beschäftigungsverhältnis in einem Sozialen Unternehmen“, betont Bernhard Bereuter. Vom AMS werden dafür werden rund 9,9 Millionen im Jahr 2026 veranschlagt.
NEU 2026: Beschäftigungsoffensive Aktion 55+:
Auch mit hoher fachlicher Qualifikation und langjähriger Berufserfahrung gelingt es älteren Arbeitslosen nur selten, nach einem Stellenverlust rasch wieder in eine reguläre Beschäftigung zurückzufinden. Die Arbeitslosigkeitsdauer in dieser Altersgruppe liegt deutlich über dem Durchschnitt, sodass das Risiko, in Langzeitarbeitslosigkeit zu verbleiben, erhöht ist. Die Aktion 55+ verfolgt das Ziel,
- Arbeitslosigkeit und Langzeitarbeitslosigkeit bei Menschen ab 55 Jahren zu reduzieren,
- konkrete existenzsichernde Beschäftigung zu schaffen und
- die Erfahrung älterer Arbeitskräfte besser zu nutzen.
Gleichzeitig stärkt das Programm soziale Teilhabe und leistet einen Beitrag zur Bewältigung des demografischen Wandels. Im Rahmen der bundesweiten Beschäftigungsoffensive Aktion 55+ stehen dem AMS Vorarlberg insgesamt 1,3 Millionen Euro zur Verfügung.
MeinAMS – Modernisierung im AMS
Mit dem digitalen Angebot vereinfacht das AMS Verwaltungsabläufe, entlastet Kundinnen und Kunden und sorgt für eine effizientere Abwicklung der Arbeitslosmeldung. Alle Anträge auf Arbeitslosengeld sollen nur noch über MeinAMS digital gestellt werden.
Diese Seite wurde aktualisiert am: 21. Januar 2026